Gut geeignet: visuelle Produkte
Mode, Wohnen, Beauty, DIY, Food, Reisen, Hochzeit, Geschenke, digitale Vorlagen oder andere Angebote, die sich schnell visuell erfassen lassen.
Der Pin kann Wunsch, Idee oder Problem sofort sichtbar machen.
Pinterest Ads können spannend sein, wenn Menschen dein Angebot nicht nur über einen konkreten Suchbegriff finden sollen, sondern beim Planen, Entdecken und Vergleichen auf Ideen stoßen. Genau darin unterscheidet sich Pinterest von klassischen Suchanzeigen – und genau deshalb solltest du die Plattform nicht wie Google Ads behandeln.
Hier lernst du, wann Pinterest Ads zu deinem Geschäftsmodell passen, welches Kampagnenziel du wählen solltest, wie Keywords, Interessen und Zielgruppen funktionieren, was Pinterest Performance+ verändert und welche Einstellungen Anfänger besonders genau prüfen sollten.
Pinterest ist besonders interessant, wenn Nutzer nach Ideen, Inspiration, Produkten oder Lösungen suchen, die sich visuell verständlich machen lassen. Ein guter Pinterest-Pin beantwortet deshalb nicht nur „Was verkaufst du?“, sondern auch „Warum sollte mich das gerade beim Planen interessieren?“
Mode, Wohnen, Beauty, DIY, Food, Reisen, Hochzeit, Geschenke, digitale Vorlagen oder andere Angebote, die sich schnell visuell erfassen lassen.
Der Pin kann Wunsch, Idee oder Problem sofort sichtbar machen.
Guides, Checklisten, Blogartikel, Lead-Magneten oder Services können funktionieren, wenn der Pin ein konkretes Problem oder Ziel aufgreift.
Pinterest kann früh im Entscheidungsprozess Aufmerksamkeit erzeugen.
Wenn dein Angebot visuell kaum unterscheidbar ist und es weder Such- noch Inspirationsinteresse gibt, wird das Creative schnell zum Engpass.
Nicht jede Branche profitiert automatisch von Pinterest nur wegen günstiger Klicks.
Wenn du nur Reichweite kaufen möchtest, ist Tracking weniger komplex. Sobald du aber Leads oder Verkäufe optimieren willst, solltest du Pinterest nicht ohne saubere Datengrundlage starten.
Für Pinterest Ads brauchst du ein Pinterest-Unternehmenskonto. Prüfe außerdem Land und Abrechnungswährung sorgfältig – die beim ersten Ads-Manager-Zugriff festgelegte Währung lässt sich später nicht einfach ändern.
Die Anzeige und die Landingpage müssen dasselbe Versprechen fortführen. Wer auf „Pinterest Ads für Anfänger“ klickt, sollte nicht auf einer allgemeinen Startseite ohne Bezug landen.
Das Pinterest-Tag misst Website-Aktionen, unterstützt Conversion-Optimierung und ermöglicht Websitebesucher-Zielgruppen. Nach der Installation kann es etwas dauern, bis das Tag im Ads Manager erscheint.
Zusätzlich zum Tag kann die Conversions API Server-Events an Pinterest senden. Wenn Tag und API dasselbe Event melden, müssen die Events sauber dedupliziert werden.
Definiere vor dem Start, was wirklich Erfolg bedeutet: Lead, Registrierung, Checkout oder Kauf. Optimiere nicht auf eine einfache Zwischenaktion, wenn dein eigentliches Geschäftsziel weiter hinten liegt.
Plane nicht nur einen Pin. Du brauchst mehrere visuelle Ansätze, damit du erkennen kannst, welche Botschaft, welches Motiv und welcher Hook tatsächlich funktionieren.
Wenn du schon Geld für Traffic ausgibst, aber Leads oder Verkäufe nicht zuverlässig misst, fehlen Pinterest die richtigen Optimierungssignale – und dir fehlt die Grundlage für Entscheidungen.
Das Ziel beeinflusst, wie Pinterest bietet und welche Formate beziehungsweise Optimierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wähle deshalb nicht das Ziel, das im Ads Manager am attraktivsten klingt, sondern das Ziel, das dein gewünschtes Ergebnis abbildet.
Wenn möglichst viele passende Nutzer deine Marke oder dein Angebot entdecken sollen.
Wenn abgeschlossene Videoaufrufe im Mittelpunkt stehen.
Für mehr Pin-Klicks oder ausgehende Klicks auf deine Website.
Für nicht-transaktionale Aktionen wie Registrierungen, Kontakt oder Lead-Events.
Für transaktionale Ergebnisse wie Warenkorb, Checkout oder Kauf.
Pinterest hat die früheren Ziele „Conversions“ und „Katalogverkäufe“ durch „Leads“ und „Verkäufe“ ersetzt. Bestehende Kampagnen mit den alten Zielen können noch bis zum 30. April 2027 bearbeitet werden und werden anschließend archiviert.
Wenn du Verkäufe brauchst, aber eine Kampagne nur auf möglichst viele Pin-Klicks optimierst, kann Pinterest genau das liefern: viele Interaktionen – ohne dass daraus ausreichend Käufe entstehen.
Die Oberfläche kann sich verändern. Die Grundlogik bleibt jedoch: Kampagnenziel → Kampagnendetails → Anzeigengruppe → Targeting → Budget und Zeitplan → Optimierung → Anzeige.
Öffne im Business Hub den Bereich für Kampagnen und starte eine neue Kampagne. Für mehr Kontrolle wählst du die manuelle Einrichtung; Performance+ ist die stärker automatisierte Alternative.
Entscheide dich bewusst für Awareness, Video Completion, Markenpräferenz, Leads oder Verkäufe – passend zu dem Ergebnis, das du später auswerten möchtest.
Du kannst je nach Setup mit Tages- oder Laufzeitbudget arbeiten. Teile ein kleines Testbudget nicht auf zu viele Kampagnen und Anzeigengruppen auf.
Nutze je nach Kampagne Keywords, Interessen, demografische Angaben oder eigene Zielgruppen. Prüfe dabei besonders, ob Performance+ Targeting aktiviert ist: Pinterest kann deine gewählten Keywords und Interessen sonst automatisch um thematisch ähnliche Nutzer erweitern.
Pinterest Performance+ Gebote automatisieren die Gebotssteuerung. Benutzerdefinierte Gebote sind je nach Ziel ebenfalls möglich.
Wähle passende Pins oder erstelle neue Anzeigen. Prüfe Ziel-URL, Tracking-Parameter und Anzeigenvorschau, bevor du veröffentlichst.
Pinterest verbindet Such- und Inspirationsverhalten. Deshalb kannst du sowohl über Suchbegriffe und Interessen als auch über eigene Zielgruppen arbeiten.
Keywords helfen dir, Nutzer zu erreichen, wenn sie auf Pinterest nach passenden Begriffen suchen. Sie sind besonders interessant, wenn dein Angebot eine klare Suchintention hat.
Interessen sprechen Nutzer an, die sich mit einem Thema beschäftigen, auch wenn sie nicht gerade exakt dein Keyword eingeben.
Mit installiertem Pinterest-Tag kannst du frühere Besucher erneut ansprechen und daraus Retargeting-Zielgruppen aufbauen.
Du kannst eigene Kundenlisten für Zielgruppen verwenden, sofern die rechtlichen und technischen Voraussetzungen erfüllt sind.
Damit erreichst du Personen erneut, die mit Pins deiner bestätigten Domain beziehungsweise deines Kontos interagiert haben.
Pinterest sucht neue Nutzer, deren Verhalten einer vorhandenen Quellzielgruppe ähnelt. Die Quellzielgruppe selbst gehört nicht zur neuen ActAlike-Zielgruppe.
Wenn du Keywords oder Interessen auswählst, kann Pinterest Performance+ Targeting die Reichweite über deine Eingaben hinaus erweitern. Pinterest kann deine Anzeige also zusätzlich Nutzern zeigen, die thematisch zu deinem Angebot passen, obwohl du diese Begriffe oder Interessen nicht selbst ausgewählt hast.
Beispiel Wohnen: Du wählst die Keywords „Wohnzimmer Deko“ und „Skandinavische Einrichtung“. Mit aktivem Performance+ Targeting kann Pinterest deine Anzeige zusätzlich Nutzern zeigen, die sich zum Beispiel für Interior Design, Wohntrends, Minimalismus, Home Styling, Renovierung, kleine Wohnungen, Möbelideen oder Dekoration interessieren.
Beispiel Hochzeit: Du targetierst „Hochzeitsplanung“ und „Hochzeitscheckliste“. Pinterest kann die Zielgruppe zusätzlich in verwandte Bereiche wie Brautkleider, Hochzeitsdeko, Tischgestaltung, Hochzeitslocations, Einladungen oder Flitterwochen erweitern.
Wichtig: Das sind Beispiele für mögliche thematische Erweiterungen. Welche zusätzlichen Nutzer Pinterest tatsächlich einbezieht, legst du nicht selbst fest und siehst du vorher nicht als feste Liste.
So prüfst du es: Öffne in der Anzeigengruppe den Bereich Targeting → Interessen und Keywords. Dort kannst du sehen, ob Pinterest Performance+ Targeting aktiviert ist und es bei einer manuellen Kampagne ein- oder ausschalten.
Performance+ bündelt automatisierte Kampagnen-, Targeting-, Gebots- und Creative-Funktionen. Für Markenpräferenz, Leads und Verkäufe kann der Kampagnenaufbau dadurch deutlich schlanker werden.
Wenn dein Tracking funktioniert, du ein klares Ziel vorgibst und genug gute Creatives beziehungsweise Produktdaten bereitstellst.
Weniger manuelle Eingaben und automatische Optimierung.
Wenn du noch nicht weißt, welche Zielgruppe, welches Creative oder welches Conversion-Event überhaupt funktioniert.
Automation macht Ursachen für schlechte Ergebnisse nicht automatisch sichtbar.
Performance+ Kampagnen erlauben weniger manuelle Targeting-Kontrolle als der klassische Aufbau.
Nutze Reporting-Aufschlüsselungen zum Lernen, auch wenn die Auslieferung automatisiert bleibt.
Auf Pinterest konkurrierst du nicht nur mit anderen Anzeigen, sondern mit Rezepten, Ideen, Moodboards, Guides und Produkten. Dein Creative muss deshalb sofort verständlich sein – ohne wie ein beliebiges Banner auszusehen.
Für statische Pins empfiehlt Pinterest 2:3 beziehungsweise 1000 × 1500 Pixel. Größere Hochformate können im Feed abgeschnitten werden.
Kurze, vertikale oder quadratische Videos passen gut zum Feed. Pinterest empfiehlt bei Standardvideoanzeigen häufig 6–15 Sekunden als sinnvolle Länge.
Mehrere Bilder helfen, Varianten, Schritte oder unterschiedliche Produktmerkmale in einer Anzeige zu zeigen.
Ein großes Hero-Creative wird mit mehreren ergänzenden Produktbildern kombiniert – besonders interessant für Shops und visuelle Sortimente.
Produktanzeigen greifen auf deinen Pinterest-Katalog zurück. Bild, Preis, Verfügbarkeit und Produktdaten werden dadurch besonders wichtig.
Titel können bis zu 100 Zeichen enthalten; im Feed werden je nach Gerät oft nur die ersten Zeichen sichtbar. Beschreibungen sind für die Auslieferungsrelevanz wichtig, auch wenn sie nicht überall sichtbar sind.
Wenn nur ein Motiv läuft, kannst du nicht unterscheiden, ob die Plattform, das Targeting oder schlicht dein Creative das Problem ist. Teste unterschiedliche Hooks, Motive und Nutzenversprechen – aber ändere nicht gleichzeitig alles an der Kampagne.
Nach dem Upload eines Produktkatalogs kann Pinterest Produktdaten nutzen, um passende Produkte auszuspielen. Pinterest unterscheidet unter anderem Standard-Shopping-Anzeigen, Video-Shopping-Anzeigen, personalisierte Collections und Karussell-Shopping-Anzeigen.
Für Shopping Ads brauchst du saubere Produktdaten. Ein unvollständiger Katalog wird durch Werbebudget nicht automatisch besser.
Bild, Link, Preis, Verfügbarkeit und Produktgruppen.
Shopping-Kampagnen können frühere Websitebesucher oder Warenkorbnutzer erneut mit passenden Produkten ansprechen.
Tracking und Katalog müssen zuverlässig zusammenspielen.
Bei Shopping Ads nutzt Pinterest die Produktdaten, um relevante Nutzer zu finden. Du brauchst deshalb nicht zwingend zusätzlich ein enges Interessen-Targeting.
Erst Datenbasis und Produkte prüfen, dann Segmentierung verfeinern.
Es gibt keinen sinnvollen Pauschalbetrag, der für jedes Geschäftsmodell passt. Entscheidend ist, welches Ziel du verfolgst, wie teuer dein gewünschtes Ergebnis sein darf und ob dein Budget groß genug ist, damit eine Kampagne überhaupt Daten sammeln kann.
Du legst einen Betrag fest, der pro Tag zur Verfügung steht. Bei flexiblen Performance+-Budgets handelt es sich um einen durchschnittlichen Tageswert, nicht zwingend um eine starre Tagesobergrenze.
Laufende Kampagnen mit kontinuierlichem Budget.
Du definierst, wie viel die Kampagne über den gesamten Zeitraum ausgeben darf. Pinterest verteilt die Ausgaben dann über die Laufzeit.
Aktionen oder Kampagnen mit festem Gesamtbudget.
Performance+ Gebote lassen Pinterest die Gebote automatisieren. Je nach Kampagnenziel sind auch benutzerdefinierte Gebote beziehungsweise Ziel-CPA-Logiken verfügbar.
Nicht nur Kosten, sondern Qualität des Ergebnisses bewerten.
Wenn du fünf Anzeigengruppen, zehn Zielgruppen und mehrere Ziele gleichzeitig mit wenig Budget startest, bekommst du viele halbe Tests statt einer klaren Antwort. Teste zuerst eine Hypothese sauber.
Ein häufiger Anfängerfehler ist, jede Kampagne nach denselben Zahlen zu beurteilen. Eine Awareness-Kampagne und eine Verkaufskampagne haben aber nicht dieselbe Aufgabe.
AW
Awareness
Impressionen, Reichweite und CPM helfen dir, Sichtbarkeit und Kosten einzuordnen.
OUT
Traffic
Ausgehende Klicks sind wichtiger als reine Pin-Klicks, wenn du Nutzer tatsächlich auf deine Website bringen willst.
CPA
Leads
Kosten pro Lead sind nur sinnvoll, wenn du zusätzlich die Qualität der Leads prüfst.
ROAS
Verkäufe
Umsatz, Kauf-CPA und ROAS zeigen, ob die Kampagne wirtschaftlich trägt – nicht nur, ob sie Klicks erzeugt.
Diese Begriffe sehen ähnlich aus, messen aber völlig unterschiedliche Schritte. Gerade bei Pinterest solltest du sie nicht miteinander verwechseln.
Dein Pin oder deine Anzeige wurde auf einem Bildschirm eingeblendet. Der Nutzer muss noch nichts angeklickt oder gemerkt haben.
Der Nutzer klickt oder tippt auf den Pin beziehungsweise die Anzeige. In der Pinterest-App kann dadurch zunächst nur die vergrößerte Pin-Ansicht geöffnet werden. Das bedeutet noch nicht automatisch, dass deine Website besucht wurde.
Der Nutzer speichert den Pin auf einer Pinnwand. Das ist ein interessantes Engagement-Signal, bringt aber nicht automatisch einen Websitebesuch, Lead oder Kauf.
Der Nutzer klickt auf die mit deinem Pin verknüpfte Ziel-URL und verlässt Pinterest in Richtung deiner Website. Für Traffic-Kampagnen ist diese Kennzahl deshalb viel aussagekräftiger als ein reiner Pin-Klick.
Jetzt passiert etwas auf deiner Website. Damit Pinterest das selbst messen kann, brauchst du das Pinterest-Tag – vereinfacht gesagt den Pinterest-Pixel – oder eine andere Pinterest-Messlösung. Erst damit kann Pinterest zum Beispiel einen PageVisit, Lead oder Kauf als Website-Ereignis erfassen.
1.000 Impressionen bedeuten nicht 1.000 Websitebesucher. Vielleicht öffnen 60 Nutzer den Pin, 15 merken ihn sich und 35 klicken über die Ziel-URL aus Pinterest heraus.
Diese 35 ausgehenden Klicks bedeuten zunächst nur: 35-mal wurde die Weiterleitung zur Website ausgelöst. Wenn das Pinterest-Tag eingerichtet ist, kann Pinterest anschließend zum Beispiel 31 PageVisit-Ereignisse messen und daraus vielleicht 4 Leads und 1 Kauf erfassen.
Auch dein eigenes Analytics-Tool kann andere Zahlen anzeigen. Gründe können unter anderem Ladeabbrüche, Consent-Einstellungen oder blockiertes Tracking sein.
Genau hier kommt das Pinterest-Tag ins Spiel. Du kannst es dir vereinfacht wie den „Pinterest-Pixel“ vorstellen: Es ist Pinterest-eigenes Tracking auf deiner Website.
Pinterest misst alles auf Pinterest selbst. Dazu gehören Impressionen, Pin-Klicks, Merkvorgänge und ausgehende Klicks.
Was danach auf deiner Website passiert, kann Pinterest nicht automatisch sehen. Dafür muss deine Website ein entsprechendes Signal an Pinterest zurücksenden. Genau dafür ist das Pinterest-Tag da.
Pinterest sieht zum Beispiel: „Diese Person hat auf den Link geklickt und Pinterest verlassen.“
Das ist der ausgehende Klick.
Pinterest weiß danach aber nicht zuverlässig, ob die Zielseite wirklich geladen wurde, ob ein Formular abgeschickt oder ein Produkt gekauft wurde.
Auf deiner Website wird Pinterest-Tracking eingebunden. Dadurch können ausgewählte Website-Ereignisse an Pinterest gemeldet werden.
So kann Pinterest zum Beispiel erkennen: Seite besucht, Lead abgeschickt, Produkt in den Warenkorb gelegt oder Kauf abgeschlossen.
Diese Daten helfen nicht nur bei der Auswertung. Sie können Pinterest auch Signale dafür geben, auf welche Ergebnisse eine Kampagne optimiert werden soll.
PageVisit: Eine wichtige Seite wurde besucht.
Lead oder Signup: Jemand hat zum Beispiel ein Formular abgeschickt oder sich registriert.
AddToCart: Ein Produkt wurde in den Warenkorb gelegt.
Checkout: Ein Kauf beziehungsweise Bestellabschluss wurde erfasst.
Welche Ereignisse du tatsächlich nutzt, hängt von deinem Geschäftsmodell und deiner Kampagne ab. Du musst nicht alles messen – aber das Ereignis, auf das du optimieren willst, sollte sauber eingerichtet sein.
Pinterest greift nicht einfach auf deine GA4-Daten zu. Das Pinterest-Tag sendet Website-Ereignisse an Pinterest. GA4 misst dieselbe Website wiederum für deine eigene Webanalyse.
Deshalb können die Zahlen voneinander abweichen. Für die Kampagnensteuerung schaust du in Pinterest auf die Pinterest-Daten – und kontrollierst wichtige Ergebnisse zusätzlich in deinem Analytics-Tool, Shopsystem oder CRM.
Wenn du Website-Traffic, Leads oder Verkäufe willst, reicht ein niedriger Preis pro Pin-Klick nicht als Erfolgsnachweis. Ein Nutzer kann den Pin öffnen, anschauen oder merken und Pinterest trotzdem nicht verlassen.
Darauf solltest du schauen: ausgehende Klicks → mit Pinterest-Tracking gemessene PageVisits beziehungsweise Conversions → Leads oder Käufe → CPA beziehungsweise ROAS.

Die Pinterest-Hilfe erklärt, wie die Plattform technisch funktioniert. Für die Praxis ist zusätzlich interessant, was in real betreuten Accounts tatsächlich auffällt. Die folgenden Punkte stammen deshalb aus veröffentlichten Kampagnenerfahrungen von Agenturen und Advertisern – nicht aus Pinterest-Werbetexten. Einzelne Ergebnisse sind keine Garantie, zeigen aber, worauf du beim Testen besonders achten solltest.
Finnwaa beschreibt bei einer sechsmonatigen Pinterest-Kampagne eine längere Anlaufphase. Die Leistung stabilisierte sich im konkreten Fall erst nach einiger Zeit deutlich.
Praxis: Ändere nicht nach zwei oder drei schwachen Tagen gleichzeitig Zielgruppe, Creatives, Gebot und Landingpage. Sonst startest du ständig neue Tests, ohne einen sauber auswerten zu können.
In Finnwaas veröffentlichtem Kundenfall kamen 300 von 395 Käufen über Keyword-Targeting, während Interessen deutlich weniger Käufe lieferten. Das ist kein allgemeiner Pinterest-Benchmark, zeigt aber, wie unterschiedlich Targeting-Arten im selben Account funktionieren können.
Praxis: Vermische in deinem ersten Test nicht alles in einer Anzeigengruppe. Wenn Keywords und Interessen getrennt laufen, kannst du später erkennen, wo Verkäufe tatsächlich entstehen.
ZweiDigital beschreibt Pinterest bei Connox ausdrücklich als Kanal mit längerer Customer Journey und setzte auf Conversion- und Remarketing-Kampagnen mit sauberem Tracking.
Praxis: Bewerte Pinterest nicht nur danach, ob ein Nutzer direkt nach dem ersten Klick kauft. Prüfe zusätzlich Wiederkehrer, Remarketing und spätere Käufe.
Gupta Media testete für Industry West Keywords, Interessen und Zielgruppen separat, retargetete Websitebesucher und E-Mail-Abonnenten und ergänzte Shopping Ads. Über den längeren Testzeitraum sank der Cost per Purchase, während der ROAS stieg.
Praxis: Eine kalte Zielgruppe und ein früherer Produktbesucher haben nicht dieselbe Kaufwahrscheinlichkeit. Trenne sie, wenn dein Volumen groß genug dafür ist.
Sunlab beschreibt im Thomann-Case den Pinterest-Tag, einen Full-Funnel-Ansatz und die Optimierung eines sehr großen Produktkatalogs als zentrale Grundlage vor beziehungsweise während der Skalierung.
Praxis: Prüfe bei Shopping Ads zuerst Feed, Produktgruppen, Preise, Verfügbarkeit und Tracking. Ein schwacher Katalog lässt sich nicht einfach mit mehr Budget reparieren.
Gerade bei einer längeren Customer Journey können View-through- und Click-through-Zuordnungen deutlich auseinanderliegen. Finnwaa beobachtete diesen Unterschied in einer veröffentlichten Pinterest-Kampagne deutlich. Deshalb solltest du Plattformdaten nie isoliert betrachten.
So prüfst du es: Vergleiche Pinterest Ads Manager mit GA4 beziehungsweise deinem Shopsystem, nutze saubere UTM-Parameter und schau dir Click-through-Conversions separat an. Wenn die Systeme unterschiedliche Zahlen zeigen, ist das ein Analyseproblem – nicht automatisch ein Beweis, dass eine der Zahlen „falsch“ ist.
Pinterest kann auch ohne Werbebudget ein interessanter Traffic-Kanal sein. Gerade wenn du Affiliate-Marketing nutzen möchtest, ist eine organische Pinterest-Strategie häufig der passendere Einstieg.
Pinterest weist in seiner Hilfe darauf hin, dass Pins mit Affiliate-Links derzeit nicht beworben werden können. Wenn dein eigentliches Ziel Affiliate-Marketing ist, solltest du Paid und organischen Affiliate-Content deshalb sauber trennen.
| Fehler | Warum problematisch? | Was du stattdessen machst |
|---|---|---|
| Falsches Kampagnenziel | Pinterest optimiert auf ein Ergebnis, das nicht deinem Geschäftsziel entspricht. | Ziel an Lead, Verkauf, Traffic oder Awareness ausrichten. |
| Performance+ Targeting übersehen | Die Reichweite kann über deine Keywords und Interessen hinausgehen. | Targeting-Einstellung bewusst prüfen und Expansion nur gewollt nutzen. |
| Kein sauberes Conversion-Tracking | Optimierung und Auswertung basieren auf unvollständigen Signalen. | Tag und gegebenenfalls Conversions API vor dem Start testen. |
| Nur ein Creative | Du kannst nicht erkennen, ob Motiv oder Targeting das Problem ist. | Mehrere klare Creative-Varianten testen. |
| Unpassende Landingpage | Der Nutzer erwartet nach dem Pin etwas anderes als auf der Zielseite. | Pin, Versprechen, CTA und Landingpage aufeinander abstimmen. |
| Zu viele parallele Tests | Das Budget zerfällt auf zu viele kleine Datensätze. | Mit einer klaren Hypothese starten und erst danach erweitern. |
| Nur auf Klickpreis schauen | Billige Klicks können trotzdem schlechte Leads oder Käufe bringen. | Immer die Kennzahl bewerten, die zum Geschäftsziel gehört. |
Starte nicht mit möglichst vielen Einstellungen gleichzeitig. Ziel ist ein erster Test, aus dem du wirklich etwas über Zielgruppe, Creative und Wirtschaftlichkeit lernen kannst.
Entscheide vor dem Ads Manager, was zählen soll: Sichtbarkeit, Websitebesuch, Lead oder Verkauf. Wenn du Website-Traffic willst, achte besonders auf ausgehende Klicks. Ein Pin-Klick kann lediglich bedeuten, dass der Nutzer den Pin geöffnet beziehungsweise vergrößert hat; ein ausgehender Klick führt dagegen zur hinterlegten Ziel-URL.
Prüfe im Events Manager, ob dein wichtigstes Event tatsächlich ankommt. Für Leads oder Verkäufe sollte Pinterest nicht auf Daten optimieren müssen, die gar nicht zuverlässig gemessen werden.
Wenn du herausfinden willst, welche Zielgruppe und welches Creative funktioniert, ist ein manueller Aufbau oft leichter zu verstehen als sofort alles Performance+ zu überlassen. Pinterest bietet dafür weiterhin den Wechsel zum manuellen Setup.
Starte zum Beispiel mit Keywords oder Interessen statt alles gleichzeitig zu vermischen. Prüfe außerdem bewusst, ob Performance+ Targeting aktiviert ist, weil Pinterest deine Auswahl sonst über die eingegebenen Keywords und Interessen hinaus erweitern kann.
Teste nicht nur Farbvarianten desselben Pins. Nutze unterschiedliche Hooks, Motive und Nutzenversprechen. Bei Performance+ empfiehlt Pinterest sogar mindestens zehn Anzeigen pro Anzeigengruppe – für einen kleinen manuellen Test ist wichtiger, dass du mehrere deutlich unterscheidbare Varianten hast.
Ein Mini-Budget liefert bei einem teuren Conversion-Ziel kaum verwertbare Daten. Für Performance+ nennt Pinterest als Orientierung ein Tagesbudget von mindestens dem Fünffachen des angestrebten CPA.
Bei Performance+ kann der Lernmodus im Durchschnitt ungefähr zwei Wochen dauern. Größere Änderungen an Anzeigen oder Budget können diesen Zyklus unterbrechen. Deshalb nicht jeden schwachen Tag mit einem kompletten Umbau beantworten.
Vergleiche ausgehende Klicks, Leads beziehungsweise Käufe, CPA und ROAS mit deinen eigenen Shop- oder Analytics-Daten. Wenn eine Kampagne stabil funktioniert, kannst du das Budget schrittweise erhöhen; Pinterest nennt bei Performance+ 20–30 % als Orientierung.
Ja. Pinterest-Anzeigen werden über ein Unternehmenskonto und den Ads Manager verwaltet.
Performance+ kann die Einrichtung stark vereinfachen, setzt aber voraus, dass Ziel, Tracking und Creatives brauchbar sind. Wer erst verstehen möchte, welche Zielgruppe oder welches Creative funktioniert, kann mit einem kontrollierteren manuellen Test leichter lernen.
Keywords passen gut zu klaren Suchintentionen, Interessen zu Themen und Inspirationswelten. Je nach Ziel kannst du beide nutzen oder mit eigenen Zielgruppen arbeiten. Prüfe immer, ob Performance+ Targeting deine Auswahl erweitert.
Für Standardbildanzeigen empfiehlt Pinterest ein Seitenverhältnis von 2:3 beziehungsweise 1000 × 1500 Pixel. Zu lange Pins können im Feed abgeschnitten werden.
Für Impressionen, Pin-Klicks oder ausgehende Klicks nicht zwingend. Wenn Pinterest aber erkennen soll, was nach dem Klick auf deiner Website passiert – zum Beispiel ein PageVisit, Lead, Warenkorb oder Kauf –, brauchst du eine Website-Messung wie das Pinterest-Tag, ergänzend die Conversions API oder eine passende Partnerintegration. Pinterest greift dafür nicht automatisch auf deine GA4-Daten zu.
Pinterest weist darauf hin, dass Pins mit Affiliate-Links derzeit nicht beworben werden können. Für Affiliate-Marketing ist deshalb ein organischer Pinterest-Aufbau beziehungsweise eine eigene Landingpage-Strategie sinnvoller.
Öffne den Themenbereich, der zu deiner nächsten Frage passt. Die aktuelle Seite ist gelb markiert. Die Ratgeber führen von den Grundlagen über Kampagnenaufbau, Tracking und Optimierung bis zu Zielgruppen, Performance Max, Demand Gen und weiteren Werbeplattformen.
Für technische Funktionen wurden aktuelle Pinterest-Primärquellen genutzt. Praxis-Tipps wurden zusätzlich mit veröffentlichten Erfahrungen aus real betreuten Pinterest-Ads-Kampagnen abgeglichen.
Aktuelle Ziele, Gebote und Conversion-Events.
Leads/Verkäufe und Ablösung alter Conversion-/Katalogziele.
Automatisierte Kampagnen, Anzeigengruppen, Budget und Targeting.
Automatische Erweiterung und Standardaktivierung bei neuen Kampagnen.
Keywords, Interessen, Demografie und Zielgruppen.
Website-Conversions, Optimierung und Zielgruppen.
Serverseitige Events, Messung und Deduplizierung.
2:3-Format, Standardbild, Video, Karussell, Collections und weitere Formate.
Kataloge, Shopping-Formate und dynamisches Retargeting.
Creative-Qualität, Landingpages und Werberichtlinien.
Hinweis zur Bewerbung von Pins mit Affiliate-Links.
Tages-, Laufzeit- und Performance+-Budgets.
Sechs Monate Kampagnenerfahrung, Keywords vs. Interessen, CPC und View-/Click-through-Conversions.
Conversion, Remarketing, Tracking und längere Customer Journey.
Keyword-/Interessen-Tests, Retargeting, Shopping Ads und Creative-Optimierung.
Full-Funnel, Pinterest-Tag und Produktkatalog-Optimierung.
Unterschied zwischen Pin-Klick und ausgehendem Klick sowie Messlogik auf Web und in der App.