Ein qualifizierter Verkauf über 100 € bei einem Vergütungssatz von 6 %.
6,00 €Amazon PartnerNet Provisionen: So viel verdienst du wirklich pro Verkauf
Du hast deine ersten Amazon-Partnerlinks erstellt und vielleicht schon die ersten Bestellungen im Bericht gesehen. Dann kommt schnell die nächste Frage: Wie viel verdiene ich daran eigentlich?
Genau das klären wir hier. Du erfährst, wovon deine Provision abhängt, welche Vergütungssätze aktuell für Amazon.de gelten, warum Bestellung und Provision nicht dasselbe sind und weshalb ein teureres Produkt trotz niedrigerem Prozentsatz mehr bringen kann.
Was bedeutet „Provision“ im Amazon PartnerNet?
Wenn jemand über deinen Amazon-Partnerlink zu Amazon gelangt und ein qualifizierter Kauf zustande kommt, kannst du dafür eine Vergütung erhalten. Im Alltag sprechen Affiliates meist einfach von Provision.
Amazon verwendet in den deutschen PartnerNet-Unterlagen dafür häufig den Begriff Werbekostenerstattung. Gemeint ist im Kern deine Vergütung für einen qualifizierten, abgeschlossenen Verkauf oder eine andere vergütete Aktion.
Wichtig: Nicht jeder Klick und auch nicht jede Bestellung führt automatisch zu einer endgültigen Provision. Entscheidend sind die PartnerNet-Regeln, die Zuordnung des Kaufs und ob der Artikel tatsächlich versendet bzw. ausgeliefert wird.
Wie berechnet Amazon deine Provision?
Amazon berechnet die Vergütung laut PartnerNet auf Basis des tatsächlichen Verkaufspreises des qualifizierten Artikels – nicht auf Basis eines eventuell höheren Listenpreises oder einer unverbindlichen Preisempfehlung.
Ein qualifizierter Verkauf über 80 € bei einem Vergütungssatz von 5 %.
4,00 €Ein teureres Produkt kann trotz niedrigerem Prozentsatz mehr Provision bringen.
12,50 €Der Prozentsatz allein sagt nicht, ob sich ein Produkt „lohnt“
Ein günstiges Produkt mit 6 % kann weniger Provision bringen als ein deutlich teureres Produkt mit 2,5 %. Entscheidend sind also Verkaufspreis, Vergütungssatz und vor allem, ob das Produkt wirklich zu deinem Inhalt und deinem Publikum passt.
Wie hoch sind die Amazon PartnerNet Provisionen aktuell?
Im aktuellen öffentlichen Standard-Vergütungskatalog für Amazon.de stehen je nach Produktkategorie unterschiedliche Sätze. Amazon ordnet die Produkte selbst den Kategorien zu. Die folgende Übersicht bildet den aktuell veröffentlichten Standardkatalog ab.
Warum wirbt Amazon trotzdem mit „bis zu 12 %“?
Auf der PartnerNet-Startseite wirbt Amazon aktuell mit bis zu 12 % Vergütung für qualifizierte Käufe und Programme. Im veröffentlichten Standard-Vergütungskatalog für die deutschen Produktkategorien liegen die derzeit aufgeführten Standardsätze dagegen zwischen 0 % und 6 %.
Zusätzlich gibt es Sondervergütungen, Prämienaktionen und vergütete Programme. Deshalb solltest du die allgemeine „bis zu“-Aussage nicht mit dem Standard-Prozentsatz einer bestimmten Produktkategorie gleichsetzen.
Provisionssätze können sich ändern
Wenn du diese Seite später liest, prüfe vor wichtigen Entscheidungen immer auch den aktuellen Amazon-Vergütungskatalog. Gerade ältere Blogartikel und Videos enthalten häufig nicht mehr gültige Prozentsätze.
Direkter und indirekter qualifizierter Verkauf: Was bedeutet das?
Amazon unterscheidet im europäischen Vergütungskatalog zwischen direkten und indirekten qualifizierten Verkäufen. Für Anfänger klingt das komplizierter, als es ist.
Direkter qualifizierter Verkauf
Der Käufer kauft ein Produkt aus derselben von Amazon festgelegten Produktkategorie wie die Produktseite, die er über deinen Partnerlink aufgerufen hat.
Indirekter qualifizierter Verkauf
Der Käufer kauft ein Produkt aus einer anderen Produktkategorie als der Produktseite, die über deinen Partnerlink aufgerufen wurde.
Links auf Suchseiten, Kategorien oder die Amazon-Startseite
Amazon schreibt im aktuellen Vergütungskatalog: Führt dein Partnerlink nicht auf eine konkrete Produktseite, gelten daraus entstehende qualifizierte Verkäufe als indirekte qualifizierte Verkäufe.
Amazon kann direkte und indirekte Verkäufe unterschiedlich vergüten
Amazon weist ausdrücklich darauf hin, dass Standardvergütungen je nach direktem oder indirektem qualifiziertem Verkauf sowie weiteren Faktoren unterschiedlich ausfallen können. Die Produktzuordnung zur jeweiligen Kategorie legt Amazon fest.
Deshalb würde ich keine alte pauschale Prozentregel aus einem früheren Tutorial übernehmen, sondern immer mit dem aktuellen PartnerNet-Bericht und dem aktuellen Vergütungskatalog arbeiten.
Wann wird eine Amazon-Bestellung tatsächlich vergütet?
Einer der häufigsten Anfängerfehler ist, „bestellte Artikel“ und „verdiente Provision“ gleichzusetzen. Amazon schreibt: Vergütungen entstehen, wenn ein qualifizierter Kauf zustande kommt und der Artikel versendet bzw. ausgeliefert wird.
Darum können 10 Bestellungen zunächst 0 € Provision zeigen
Wenn die Artikel noch nicht versendet wurden, können im Bestellbericht bereits Bestellungen sichtbar sein, während noch keine endgültige Werbekostenerstattung gutgeschrieben wurde.
Warum bekommst du für manche Verkäufe keine oder später weniger Provision?
Negative Zahlen im Vergütungsbericht sind nicht automatisch ein Fehler
Retouren, Gutschriften und spätere Korrekturen können dazu führen, dass in Berichten negative Beträge auftauchen. Entscheidend ist deshalb nicht nur der Bestellbericht, sondern auch die tatsächlich gutgeschriebenen und korrigierten Vergütungen.
Welche Sondervergütungen gibt es im Amazon PartnerNet?
Neben den prozentualen Provisionen für Produktverkäufe gibt es im Amazon PartnerNet auch feste Prämien für bestimmte Amazon-Dienste und Aktionen. Du verdienst dabei also nicht zwingend einen Prozentsatz vom Warenwert, sondern einen festen Betrag, wenn ein teilnahmeberechtigter Nutzer die jeweilige Aktion erfolgreich abschließt.
Amazon führt für die deutsche Website aktuell mehrere solcher Prämien auf. Die Höhe und Verfügbarkeit können sich ändern; maßgeblich ist deshalb immer die aktuelle Sondervergütungsseite im PartnerNet.
Für eine qualifizierte Anmeldung zu einer Amazon Prime-Mitgliedschaft mit anfänglichem Gratiszeitraum.
Je nach aktuell von Amazon geführter Prime-Video-Aktion bzw. qualifizierter Anmeldung.
Für eine qualifizierte Registrierung zu einer kostenlosen Audible-Testversion.
Für eine qualifizierte Anmeldung zu einer kostenpflichtigen Audible-Mitgliedschaft.
Für eine qualifizierte Anmeldung zu einer von Amazon definierten Music-Unlimited-Aktion.
Für eine qualifizierte Channels-Buchung mit Gratiszeitraum, sofern die Aktion verfügbar ist.
Für eine qualifizierte Anmeldung eines teilnahmeberechtigten Studenten.
Für eine qualifizierte Anmeldung zu einer kostenlosen Kindle-Unlimited-Testversion.
Für eine qualifizierte Erstellung einer Hochzeitsliste unter den von Amazon genannten Voraussetzungen.
Für eine qualifizierte Erstellung einer Baby-Wunschliste unter den von Amazon genannten Voraussetzungen.
Für einen qualifizierten und bestätigten Antrag auf die Amazon Visa Karte.
Amazon kann weitere zeitlich begrenzte Programme, Bundles und Prämienaktionen anbieten.
Sondervergütungen sind nicht dauerhaft garantiert
Die Programme, Beträge und Teilnahmebedingungen können sich ändern oder ganz entfallen. Prüfe deshalb vor einer Kampagne immer die aktuelle Amazon-Seite „Sondervergütungen“ und die Bedingungen des jeweiligen Programms.
Produktprovision und Sondervergütung sind zwei verschiedene Dinge
Bei einem normalen Produktverkauf erhältst du eine prozentuale Provision entsprechend der Produktkategorie. Bei einer Sondervergütung erhältst du dagegen einen festen Betrag für eine von Amazon definierte Aktion, zum Beispiel eine qualifizierte Anmeldung zu Prime, Audible oder Music Unlimited.
Solltest du nur Produkte mit hoher Amazon-Provision empfehlen?
Nein. Die Provisionshöhe ist wichtig, aber sie sollte nicht bestimmen, welches Produkt du deinen Lesern empfiehlst. Für langfristiges Affiliate Marketing sind Relevanz, Vertrauen und Kaufwahrscheinlichkeit meist wichtiger als ein einzelner Prozentpunkt.
Relevanz zuerst
Empfehle Produkte, die wirklich zur Suchintention und zum Problem des Nutzers passen.
Preis × Provision betrachten
Ein höherer Produktpreis kann trotz niedrigerem Satz zu einer höheren absoluten Provision führen.
Reports nutzen
Schau nicht nur auf Klicks. Prüfe, welche Produkte tatsächlich bestellt, ausgeliefert und vergütet werden.
Praxis-Tipp: Nicht nur den Prozentsatz optimieren
Erfahrene Affiliates weisen immer wieder darauf hin, dass Amazon trotz teilweise niedriger Provisionssätze wegen Bekanntheit, Sortiment und Kaufvertrauen gut konvertieren kann. Ob das für deine Seite gilt, solltest du aber mit deinen eigenen Tracking-IDs und Reports überprüfen.
Wann landet deine Amazon-Provision tatsächlich auf dem Konto?
Die gutgeschriebene Provision wird nicht sofort überwiesen. Amazon zahlt monatlich und nennt aktuell ungefähr 60 Tage nach Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats als Zahlungszeitpunkt.
Provisionen aus qualifizierten und ausgelieferten Verkäufen im Januar.
ca. Ende MärzProvisionen aus qualifizierten und ausgelieferten Verkäufen im Februar.
ca. Ende AprilBei Direktüberweisung nennt Amazon aktuell eine Auszahlungsschwelle von 25 €.
25 €Auszahlung behandeln wir separat
Zahlungsmethoden, Mindestbeträge, Zahlungszeitpunkt und offene Beträge bekommen eine eigene Supporting Page, damit diese Provision-Seite nicht mit Zahlungsdetails überladen wird.
Jetzt weißt du, wie hoch die Provision ist – aber welcher Kauf wird dir überhaupt zugerechnet?
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Häufige Fragen zu Amazon PartnerNet Provisionen
Wie hoch ist die Amazon PartnerNet Provision?
Das hängt von der Produktkategorie ab. Im aktuell veröffentlichten Standard-Vergütungskatalog für Amazon.de liegen die aufgeführten Produktkategorie-Sätze zwischen 0 % und 6 %. Sondervergütungen und Programme können davon abweichen.
Warum sagt Amazon „bis zu 12 %“, wenn viele Kategorien weniger zahlen?
Amazon wirbt allgemein mit bis zu 12 % für qualifizierte Käufe und Programme. Die aktuelle Standardtabelle für deutsche Produktkategorien enthält dagegen andere, kategoriespezifische Standardsätze. Zusätzlich gibt es Sondervergütungen und Prämien.
Wird die Provision vom Listenpreis oder vom tatsächlichen Verkaufspreis berechnet?
Amazon gibt an, dass die Vergütung auf Basis des Verkaufspreises des qualifizierten Artikels berechnet wird, nicht auf Basis eines möglicherweise höheren Listenpreises.
Warum sehe ich Bestellungen, aber noch keine Provision?
Ein bestellter Artikel ist noch nicht automatisch vergütet. Amazon schreibt die Vergütung für qualifizierte Verkäufe gut, wenn der Artikel tatsächlich versendet bzw. ausgeliefert wurde.
Bekomme ich Provision, wenn ich selbst über meinen Amazon-Link bestelle?
Nein. Amazon schließt eigene Bestellungen von der Empfehlungsvergütung aus und beschreibt das Partnerprogramm ausdrücklich nicht als persönliches Rabattprogramm.
Kann eine bereits angezeigte Provision wieder verschwinden?
Ja. Retouren, Stornierungen, Gutschriften oder andere Korrekturen können dazu führen, dass Vergütungen später wieder reduziert oder abgezogen werden.
Was ist ein direkter qualifizierter Verkauf?
Laut Amazon ist das ein qualifizierter Verkauf aus derselben von Amazon festgelegten Produktkategorie wie die Produktseite, die der Kunde über deinen Partnerlink aufgerufen hat.
Was ist ein indirekter qualifizierter Verkauf?
Dabei kauft der Kunde ein Produkt aus einer anderen Produktkategorie als der Produktseite, die er über deinen Partnerlink geöffnet hat. Links, die nicht auf eine konkrete Produktseite führen, werden laut Amazon für daraus entstehende Verkäufe ebenfalls als indirekt behandelt.
Wann zahlt Amazon PartnerNet die Provision aus?
Amazon nennt aktuell ungefähr 60 Tage nach Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats. Für Direktüberweisungen gilt derzeit eine Mindestschwelle von 25 €.
Quellen & Praxisquellen
Die aktuellen Prozentsätze, die Definitionen direkter und indirekter qualifizierter Verkäufe, die Berechnung auf Basis des Verkaufspreises, Regeln zu Versand, Eigenbestellungen, Auszahlungen und Sondervergütungen wurden mit den aktuellen Amazon-PartnerNet-Seiten abgeglichen. Praxisquellen wurden für Einordnung und Workflow genutzt, nicht als Quelle für die aktuellen Provisionssätze.
- Amazon PartnerNet – Standard-Vergütungskatalog für Amazon.de
- Amazon PartnerNet – Welche Artikel qualifiziert sind und wie Provisionen berechnet werden
- Amazon PartnerNet – Eigenbestellungen und persönlicher Gebrauch
- Amazon PartnerNet – aktuelle Sondervergütungen und Prämien
- Amazon PartnerNet – Zeitpunkt und Ablauf der Auszahlung
- Amazon PartnerNet – Auszahlungsschwellen
- Amazon PartnerNet – Begriffe in Berichten, gelieferte Artikel und Werbekostenerstattung
- Blogmojo – langjährige Praxis mit Amazon PartnerNet, Reports und Einnahmen
- Selbständig im Netz – Praxis zur Einordnung von Produktkategorien, direkten und indirekten Verkäufen

