Creators API · Schritt-für-Schritt

Amazon Creators API einrichten: Klick für Klick erklärt

Du hast noch nie eine API eingerichtet? Kein Problem. Hier gehst du die Einrichtung in der richtigen Reihenfolge durch – vom Amazon-PartnerNet bis zum ersten erfolgreichen Verbindungstest.

Und bevor es technisch wird, klären wir zuerst, ob du überhaupt selbst programmieren musst. Bei einem kompatiblen WordPress-Plugin ist der Weg deutlich einfacher.

Von Luisa Luer – Affiliate-Marketing-Praxis seit 2018

Bevor du startest

Welchen Weg brauchst du? Das entscheidet alles Weitere

Die Creators API ist technisch. Trotzdem musst du nicht automatisch selbst programmieren. Entscheide zuerst, zu welcher dieser drei Gruppen du gehörst.

Wichtig

Du nutzt einen Website-Baukasten

Dann darfst du dein Credential Secret nicht einfach in ein HTML- oder JavaScript-Element deiner Seite kopieren. Besucher könnten den geheimen Schlüssel sonst auslesen.

Für eine direkte Creators-API-Anbindung brauchst du eine geschützte serverseitige Lösung, ein kompatibles externes Tool oder eine eigene Backend-Funktion.

Technischer Weg

Du entwickelst selbst

Dann brauchst du zusätzlich zur Amazon-Registrierung OAuth 2.0, Token-Caching, Marketplace, PartnerTag und einen eigenen API-Aufruf. Amazon stellt dafür SDKs bereit.

Für die folgenden Schritte gilt: Jeder braucht zuerst eine Application und Amazon-Credentials. Erst danach teilt sich der Weg in „Plugin verbinden“ und „eigene Integration“.
Schritt 1

Prüfe zuerst, ob Amazon dir API-Zugang geben kann

Wenn der Menüpunkt fehlt oder Amazon keinen Zugriff erlaubt, bringt es nichts, später stundenlang an Credentials oder einem Plugin herumzuprobieren.

Partnerkonto akzeptiert?

Dein Amazon-Partnerkonto muss endgültig geprüft und in das Programm aufgenommen worden sein.

10 Verkäufe in 30 Tagen?

Amazon nennt aktuell mindestens zehn qualifizierte Verkäufe im zurückliegenden 30-Tage-Zeitraum als Zugangskriterium.

Primäres Konto?

Applications und Credentials kann nur der primäre Kontoinhaber anlegen.

So prüfst du, ob du der primäre Kontoinhaber bist: Amazon nennt als einfachen Test: Wenn du in Associates Central die Zahlungsart und das Steuerinterview für den Store aufrufen beziehungsweise ändern kannst, bist du mit dem primären Konto angemeldet.

Der API-Zugang ist nicht dauerhaft garantiert

Amazon überprüft die Verkaufsaktivität weiter. Wenn über 30 aufeinanderfolgende Tage keine qualifizierten vermittelten Verkäufe entstehen, kann der API-Zugang wegfallen. Normale Partnerlinks und SiteStripe funktionieren dann weiterhin.

Schritt 2

Jetzt im Amazon PartnerNet: Klick für Klick zu deinen Credentials

Die Bezeichnungen können je nach Sprache der Oberfläche leicht abweichen. Amazon dokumentiert den Bereich als Creators API; in deutschsprachigen Praxisanleitungen erscheint er auch als Content Creator API.

01

Bei Amazon PartnerNet anmelden

Öffne dein Amazon-PartnerNet und melde dich mit dem primären Konto an.

Jetzt tun: Wähle den Store aus, für den du arbeitest – für die deutsche Seite also dein Amazon.de-Partnerkonto.
02

Menü „Tools“ öffnen

Öffne oben beziehungsweise im Hamburger-Menü den Bereich Tools.

Das solltest du suchen: Einen Menüpunkt namens Creators API oder Content Creator API.
Du siehst den Menüpunkt nicht? Dann prüfe zuerst Kontostatus, primären Login und Verkaufsanforderungen. Erzeuge nicht auf Verdacht neue Tracking-IDs.
03

Creators API öffnen

Klicke auf den Creators-API-Menüpunkt. Wenn Amazon für dein Konto noch einen Zugriffsantrag verlangt, folge zunächst der angezeigten Freischaltung.

Je nach Konto kann erscheinen: Eine Zugriffs-/Apply-Schaltfläche oder direkt die Möglichkeit, eine Application anzulegen.
04

Auf „Create Application“ / „App erstellen“ klicken

Erstelle eine neue Application. Der Name ist nur für deine eigene Übersicht gedacht.

Einfacher Name: Zum Beispiel online-marketing-woman.de , AAWP Website oder Produktboxen DE . Verwende einen Namen, bei dem du später noch weißt, wofür die Zugangsdaten gedacht sind.
05

Neue Anmeldeinformationen erzeugen

Öffne deine neu angelegte Application und klicke auf Create Credential, Add New Credential beziehungsweise die deutschsprachige Variante Neue Anmeldeinformationen hinzufügen.

Amazon erzeugt jetzt: Credential ID, Credential Secret und Credential Version.
06

Secret sofort kopieren oder CSV herunterladen

Das Credential Secret ist der geheime Schlüssel. Speichere die Daten sofort an einem geschützten Ort.

Nicht überspringen

Aktuelle Amazon- und Plugin-Anleitungen weisen darauf hin, dass das Secret nur bei der Erstellung angezeigt wird. Wenn du es verlierst, erzeugst du einen neuen Credential-Satz.

07

Prüfen, welche Version Amazon vergeben hat

Für neue europäische Credentials dokumentiert Amazon aktuell Version 3.2. Diese Angabe brauchst du vor allem bei Plugins mit Versionsauswahl oder bei einer eigenen Integration.

Für Amazon.de typisch: Credential Version 3.2 · Marketplace www.amazon.de .
08

Jetzt erst den passenden Verbindungsweg wählen

Deine Amazon-Seite ist damit eingerichtet. Ab hier entscheidest du: Credentials in ein kompatibles Plugin eintragen oder eine eigene technische Integration verbinden.

Weg A · Plugin

Wenn du ein WordPress-Plugin nutzt: So geht es weiter

Die genaue Menübezeichnung hängt vom Plugin ab. Das Grundprinzip ist aber fast immer gleich.

01

Plugin zuerst aktualisieren

Prüfe, ob deine Plugin-Version ausdrücklich die Creators API unterstützt. Eine alte Version kann noch alte PA-API-Zugangsdaten erwarten.

02

API-Einstellungen des Plugins öffnen

Suche im Plugin nach einem Bereich wie API, Amazon API, Creators API oder Amazon-Einstellungen.

Konkretes Beispiel AAWP: WordPress → AAWP → Einstellungen → API.
Konkretes Beispiel AzonPress: WordPress → AzonPress → Settings → Amazon API.
03

Amazon-Shop und Tracking-ID wählen

Wähle Deutschland beziehungsweise Amazon.de und hinterlege deine gültige deutsche Tracking-/Store-ID.

04

Credential ID und Secret einfügen

Kopiere die Werte exakt aus deiner gesicherten Amazon-Datei beziehungsweise aus deinem Passwortmanager in die dafür vorgesehenen Plugin-Felder.

Nicht verwechseln: Credential ID ist nicht deine Tracking-ID. Das sind zwei unterschiedliche Angaben.
05

Credential-Version auswählen

Wenn dein Plugin nach einer Version fragt, wähle die Version, die Amazon deinen Credentials zugewiesen hat. Für neue europäische Credentials ist das aktuell typischerweise 3.2.

06

Speichern und Verbindung testen

Speichere die Einstellungen. Nutze anschließend den Verbindungstest des Plugins oder suche eine bekannte ASIN.

Beispiel AzonPress: Bei erfolgreicher Verbindung erscheint laut aktueller Dokumentation ein grüner Connected-Status.
Wenn der Test fehlschlägt: Nicht sofort neue Credentials erstellen. Prüfe zuerst Plugin-Version, Creators-API-Unterstützung, Marketplace, Tracking-ID und den konkreten Fehlerhinweis.
Website-Baukasten

Du hast keinen WordPress-Plugin-Bereich? Dann bitte nicht das Secret in HTML einbauen

In einem Website-Baukasten kann man oft HTML oder JavaScript einfügen. Genau dort gehört das Credential Secret aber nicht hinein, weil solcher Code an den Browser des Besuchers ausgeliefert wird.

Sicher

Eine serverseitige Funktion, ein Backend, ein kompatibler externer Dienst oder eine Integration, die deine Amazon-Credentials geschützt speichert.

Nicht sicher

Credential Secret direkt in einen sichtbaren HTML-, JavaScript- oder Code-Block deiner Webseite schreiben.

Einfachste Alternative

Wenn du keine automatischen Produktdaten brauchst, verwende weiterhin normale Amazon-Partnerlinks oder SiteStripe. Dafür brauchst du die API nicht.

Genau deshalb ist die Creators API nicht für jede Affiliate-Seite automatisch die bessere Lösung. Der technische Aufwand muss zu deinem tatsächlichen Anwendungsfall passen.
Weg B · Eigene Entwicklung

Nur wenn du selbst entwickelst: So läuft die technische Verbindung

Wenn du ein kompatibles Plugin nutzt, kannst du diesen Abschnitt überspringen. Für eine eigene Anwendung brauchst du OAuth 2.0 und einen serverseitigen Request.

1. Credentials schützen Credential ID und insbesondere Secret nur serverseitig speichern.
2. Access Token holen Credential ID und Secret werden über OAuth 2.0 gegen ein Token getauscht.
3. Token wiederverwenden Amazon dokumentiert aktuell 3600 Sekunden Gültigkeit. Das Token also cachen.
4. API aufrufen Marketplace, PartnerTag und gewünschte Resources an Amazon senden.
Amazon.de: Token-Endpunkt: https://api.amazon.co.uk/auth/o2/token API-Basis: https://creatorsapi.amazon Marketplace: www.amazon.de Scope: creatorsapi::default
Amazon bietet offizielle SDKs für Node.js, Python, PHP und Java. Für Einsteiger in die Entwicklung sind diese meist einfacher als eine komplett selbst geschriebene OAuth- und Request-Logik.
Schritt 3

So erkennst du, ob die Einrichtung wirklich funktioniert

Teste nicht sofort 100 Produkte. Ein guter erster Test ist bewusst klein.

Plugin

Eine bekannte ASIN suchen

Nutze den Verbindungstest oder die Produktsuche deines Plugins. Suche ein aktuelles Produkt aus Amazon.de, dessen ASIN du kennst.

  • Produkt wird gefunden
  • Titel wird geladen
  • gegebenenfalls Bild/Angebotsdaten erscheinen
  • kein API-Fehler im Plugin
Eigene Integration

Erst Token, dann GetItems

Prüfe zuerst, ob Amazon ein Access Token zurückgibt. Danach teste GetItems mit einer bekannten ASIN und nur wenigen Resources.

Authorization: Bearer … x-marketplace: www.amazon.de partnerTag: DEIN_TAG itemIds: [DEINE_ASIN]

Ein einzelnes Produkt kann einen falschen Eindruck geben

Amazon empfiehlt bei Problemen, auch eine andere ASIN oder einen anderen Suchbegriff zu testen. Einzelne Produkte können unvollständige oder nicht zugängliche Datensätze haben.

Wenn etwas nicht klappt

Der Fehlercode zeigt dir, wo du suchen musst

Fehler Was er meist bedeutet Was du zuerst prüfst
401 / InvalidToken Access Token fehlt, ist falsch oder abgelaufen. Plugin-Verbindung neu testen oder neues Token holen.
403 / AssociateNotEligible Amazon sieht dein Konto aktuell nicht als API-berechtigt. 10 qualifizierte Verkäufe im zurückliegenden 30-Tage-Zeitraum und Kontostatus prüfen.
400 / InvalidPartnerTag Tracking-/PartnerTag passt nicht zum Store oder Credential. deutschen Store, Marketplace und PartnerTag abgleichen.
429 / ThrottleException Zu viele Anfragen in kurzer Zeit. Requests reduzieren, Caching nutzen und Retry-Logik beachten.
404 / ResourceNotFound Produkt ist über diese Anfrage nicht verfügbar. andere bekannte ASIN testen.
Nach der Einrichtung

Warum Caching und API-Limits sofort wichtig sind

Eine funktionierende Verbindung bedeutet nicht, dass deine Website bei jedem Seitenaufruf beliebig viele neue Amazon-Anfragen senden sollte.

1 Transaktion pro Sekunde

Amazon startet neue Credentials aktuell mit bis zu einer Transaktion pro Sekunde.

8.640 pro Tag

Für neue Credentials nennt Amazon aktuell zunächst maximal 8.640 Transaktionen pro Tag.

Plugin-Caching nutzen

Aktuelle Plugins wie AzonPress setzen deshalb Caching ein, statt Produktdaten bei jedem Seitenaufruf neu abzurufen.

Abschlusscheck

Wenn du diese Punkte abhaken kannst, ist die Einrichtung geschafft

  • PartnerNet-Konto ist endgültig akzeptiert.
  • API-Zugang ist aktuell freigeschaltet.
  • Du bist mit dem primären Kontoinhaber angemeldet.
  • Application wurde im Creators-API-Bereich angelegt.
  • Credential ID, Secret und Version wurden sicher gespeichert.
  • Credential Secret ist nicht öffentlich im Webseiten-Code sichtbar.
  • Plugin unterstützt die Creators API oder deine eigene Integration ist serverseitig eingerichtet.
  • Amazon.de und der passende deutsche PartnerTag sind korrekt ausgewählt.
  • Eine bekannte ASIN kann erfolgreich geladen werden.
  • API-Limits und Caching sind berücksichtigt.
Im Untercluster weiterlernen

Was kommt als Nächstes?

Wenn der Verbindungstest funktioniert, ist die Einrichtung abgeschlossen. Danach geht es nur noch um Sonderfälle, Migration oder Fehler.

Creators API verstehen

Noch einmal zurück zu den Grundlagen und zur Frage, wann du die API überhaupt brauchst.

Grundlagen ansehen

Von PA-API zur Creators API

Nur für alte Integrationen: Zugangsdaten, Authentifizierung und Code auf die neue API umstellen.

Migration ansehen

Creators API Fehler

Fehlercodes, Tokens, Berechtigungen und Rate Limits detailliert diagnostizieren.

Fehler beheben
FAQ

Häufige Fragen zur Einrichtung der Amazon Creators API

Muss ich selbst programmieren, um die Creators API einzurichten?

Nicht unbedingt. Wenn du ein kompatibles WordPress-Plugin nutzt, erzeugst du die Credentials im Amazon PartnerNet und hinterlegst sie im Plugin. Eine eigene OAuth- und API-Implementierung brauchst du erst, wenn du selbst eine technische Integration entwickelst.

Wo finde ich die Creators API im PartnerNet?

Amazon dokumentiert den Weg über Tools → Creators API. In deutschsprachigen Praxisanleitungen wird der Menüpunkt teilweise als Content Creator API bezeichnet. Wenn der Bereich fehlt, prüfe zuerst deine Kontoberechtigung und ob du mit dem primären Konto angemeldet bist.

Was muss ich bei „Create Application“ eintragen?

Vergib einen verständlichen internen Namen für die Anwendung, zum Beispiel den Namen deiner Website oder deines Plugins. Der Name dient deiner eigenen Zuordnung.

Welche Daten muss ich nach dem Erstellen des Credentials sichern?

Speichere Credential ID, Credential Secret und Credential Version. Das Secret solltest du direkt kopieren oder die angebotene CSV-Datei sichern, weil es nach der Erstellung nicht dauerhaft angezeigt wird.

Darf ich das Credential Secret in einen HTML-Codeblock meiner Website schreiben?

Nein. Ein Credential Secret ist ein geheimer Zugangsschlüssel und darf nicht öffentlich im Browser-Code stehen. Bei einer eigenen Integration muss es geschützt serverseitig gespeichert werden. Bei kompatiblen Plugins trägst du es ausschließlich im dafür vorgesehenen geschützten Einstellungsbereich ein.

Welche Version gilt für neue Amazon.de-Credentials?

Amazon dokumentiert für neue europäische Credentials aktuell Version 3.2. Bei einer eigenen Integration gehört dazu der europäische Login-with-Amazon-Token-Endpunkt über api.amazon.co.uk.

Warum funktioniert meine Verbindung trotz korrekter Credentials nicht?

Prüfe zunächst, ob dein Konto aktuell API-berechtigt ist, ob Plugin und Credential-Version zusammenpassen, ob Amazon.de als Marketplace gewählt wurde und ob dein PartnerTag zum Store gehört. Danach hilft der konkrete Amazon-Fehlercode bei der weiteren Diagnose.

Kann ich den API-Zugang später wieder verlieren?

Ja. Amazon überprüft die Verkaufsaktivität laufend. Wenn in einem Zeitraum von 30 aufeinanderfolgenden Tagen keine qualifizierten vermittelten Verkäufe entstehen, kann der API-Zugang entzogen werden. Normale Amazon-Partnerlinks und SiteStripe bleiben davon unberührt.

Quellen & Gegencheck

Amazon-Dokumentation plus aktuelle Praxisquellen

Verbindliche Zugangskriterien, Credential-Versionen, OAuth-Werte, Limits und Fehlercodes stammen aus Amazons aktueller Creators-API-Dokumentation. Die konkrete Klickfolge und Plugin-Praxis wurde zusätzlich mit aktuellen Anleitungen von AAWP und AzonPress gegengeprüft.