Wie sieht der Artikel vollständig aus?
Zeige Form, Vorderseite, Rückseite und wichtige Seitenansichten so, dass der Artikel ohne störende Ablenkung beurteilt werden kann.
Gute Produktfotos zeigen nicht nur, wie dein Artikel aussieht. Sie erklären Größe, Material, Varianten, Lieferumfang und Nutzung. Hier planst du deine Etsy-Bilder so, dass Käufer dein Produkt schneller verstehen und sicherer bestellen können.
Von Luisa Luer – Verkauf über Etsy seit 2018
Eine gute Bildserie ersetzt viele Rückfragen, die Käufer beim Onlinekauf sonst nicht klären können. Plane deshalb nicht einfach „schöne Fotos“, sondern für jedes Bild eine konkrete Aufgabe.
Zeige Form, Vorderseite, Rückseite und wichtige Seitenansichten so, dass der Artikel ohne störende Ablenkung beurteilt werden kann.
Nutze Maßangaben, einen verständlichen Größenvergleich oder eine Anwendungssituation. Gerade online werden kleine Größenunterschiede schnell falsch eingeschätzt.
Nahaufnahmen helfen Käufern, Struktur, Verarbeitung, Druck, Gravur, Nähte oder andere Qualitätsmerkmale besser einzuschätzen.
Zeige enthaltene Bestandteile zusammen und kennzeichne Dekoration oder Zubehör, das nicht mitgeliefert wird.
Etsy erlaubt aktuell pro Listing bis zu 20 Fotos sowie zwei Videos mit jeweils 5 bis 15 Sekunden Länge. Du musst nicht jeden Platz füllen – nutze zusätzliche Medien nur, wenn sie eine neue Kaufentscheidung erleichtern.
Das erste Bild ist dein Thumbnail. Danach sollten Größe, Details, Varianten, Nutzung und Lieferumfang möglichst früh folgen, bevor dekorative Lifestyle-Aufnahmen kommen.
Das erste Foto wird als Thumbnail an verschiedenen Stellen auf Etsy verwendet. Es muss deshalb dein Produkt schnell verständlich zeigen und gleichzeitig genug Spielraum für unterschiedliche Zuschnitte lassen.
Das Hauptmotiv sollte groß, scharf und auch in kleiner Darstellung verständlich sein. Vermeide ein Bild, bei dem Käufer erst suchen müssen, welcher Gegenstand eigentlich verkauft wird.
Etsy empfiehlt für das erste Listingbild eine horizontale beziehungsweise landschaftliche Ausrichtung und ausreichend Rand um das Produkt. So kann das Motiv in unterschiedlichen Thumbnail-Formaten zugeschnitten werden, ohne dass wichtige Teile verschwinden.
Etsy empfiehlt für Listingbilder mindestens 2000 Pixel in Breite und Höhe. Das erste Bild sollte mindestens 635 Pixel in Breite und Höhe haben, damit die Bildgröße nicht zum Nachteil für die Sichtbarkeit wird.
Nutze Etsys Thumbnail-Anpassung und prüfe, ob das Produkt in den verschiedenen Vorschauformaten vollständig und eindeutig erkennbar bleibt.
Etsy weist darauf hin, dass ein zu dunkles, unscharfes oder als Fotocollage gestaltetes Hauptbild dazu führen kann, dass ein Listing in der Etsy-Suche weiter unten erscheint.
Nicht jedes Bild muss dekorativ sein. Jedes Bild sollte eine konkrete Frage beantworten, die vor dem Kauf entstehen kann.
Der Käufer erkennt Form, Farbe und grundlegende Gestaltung. Nutze für handgemachte oder von dir gefertigte Produkte grundsätzlich eigene Fotos des tatsächlichen fertigen Artikels.
Zeige Nähte, Gravur, Oberfläche, Verschluss, Druck oder andere Details, die Qualität und Material besser erklären als ein Gesamtbild.
Nutze Maßangaben oder einen passenden Vergleich. Bei Produkten am Körper sollte die Darstellung realistisch bleiben und nicht durch Perspektive oder extreme Weitwinkelwirkung täuschen.
Eine reale Nutzungssituation hilft Käufern, sich den Artikel im eigenen Alltag, am Körper, im Raum oder bei einem bestimmten Anlass vorzustellen.
Beschrifte Optionen klar und verwende dieselben Bezeichnungen wie im Listing. Bei personalisierten Artikeln sollten Beispielbilder und Auswahlfelder nicht unterschiedliche Namen für dieselbe Option verwenden.
Zeige Sets, Zubehör oder enthaltene Dateien so, dass kein falscher Lieferumfang erwartet wird. Nicht enthaltene Dekoration sollte erkennbar oder im Listing erklärt sein.
Nutze eines oder beide kurzen Listingvideos, wenn Bewegung zusätzliche Informationen liefert – zum Beispiel bei Schmuck, Stoffen, beweglichen Produkten, Größenwirkung oder einem Herstellungsdetail.
Etsy verlangt grundsätzlich eigene Foto- oder Videoinhalte des verkauften Produkts. Für personalisierte Artikel und bestimmte Produkte mit Produktionspartnern gibt es begrenzte Ausnahmen für Mockups beziehungsweise Stockbilder.
Gleichmäßiges Licht, eine ruhige Kamera und ein sauberer Aufbau sind wichtiger als eine teure Kamera.
Fotografiere nahe einem hellen Fenster oder verwende eine gleichmäßige künstliche Beleuchtung. Vermeide harte Mischbeleuchtung.
Ein kleines Stativ oder eine feste Ablage verhindert unscharfe Bilder und sorgt für gleichbleibende Perspektiven.
Wähle eine Fläche, auf der Form und Farbe des Artikels klar erkennbar bleiben.
Plane Licht, Hintergrund und Einstellungen einmal und fotografiere ähnliche Artikel nacheinander.
Die Bearbeitung soll das echte Produkt klarer zeigen und nicht seine Eigenschaften verändern. Gleichzeitig solltest du Dateiformat, Farbraum und Thumbnail schon vor der Veröffentlichung prüfen.
Das Produkt sollte weder zu dunkel noch farbstichig erscheinen. Vergleiche die Bearbeitung möglichst mit dem echten Artikel unter neutralem Licht.
Übertriebene Filter können falsche Erwartungen erzeugen. Etsy verarbeitet Shop-Bilder im sRGB-Farbraum; für Druck gedachte CMYK-Dateien sind deshalb nicht die richtige Grundlage für die Bildschirmdarstellung.
Etsy unterstützt für Shop-Bilder aktuell JPG, GIF, PNG, SVG und HEIC. Animierte GIFs und transparente PNGs werden nicht unterstützt; transparente Bereiche können auf Etsy schwarz erscheinen.
Ein Bild kann in der Detailansicht gut aussehen und als Such-Thumbnail trotzdem schlecht funktionieren. Kontrolliere deshalb den Ausschnitt direkt in Etsy und korrigiere ihn bei Bedarf.
Bei digitalen Artikeln ersetzen Vorschauen und Mockups die klassische Produktfotografie. Entscheidend ist, dass Käufer den Inhalt verstehen, ohne einen physischen Versand zu erwarten.
Zeige klar, ob es sich zum Beispiel um eine PDF, SVG-Datei, Druckdatei, Vorlage oder einen anderen digitalen Inhalt handelt.
Zeige wichtige Seiten, Varianten oder Bestandteile als Vorschau. Der Käufer soll erkennen können, was enthalten ist, ohne dass du die komplette verkaufte Datei offenlegst.
Zeige das digitale Produkt beispielsweise am Bildschirm, als Ausdruck oder in einer typischen Anwendung. Ein Mockup sollte den tatsächlichen Inhalt nicht größer, umfangreicher oder anders darstellen, als er geliefert wird.
Mach bereits in der Bildserie deutlich, dass der Käufer eine digitale Datei und keinen gedruckten Artikel erhält. Etsy kennzeichnet digitale Listings zusätzlich auf der Plattform.
Ein schwaches Produktbild ist nicht nur ein Designproblem. Es kann die Verständlichkeit des Listings, die Klickrate und bei bestimmten Hauptbild-Problemen sogar die Etsy-Sichtbarkeit beeinträchtigen.
Kontrolliere jedes Bild in großer Ansicht und nicht nur als kleines Handy-Thumbnail. Schärfe kann beim Upload nicht aus fehlenden Details „zurückgeholt“ werden.
Nutze besseres Licht statt extreme nachträgliche Aufhellung. Etsy nennt zu dunkle Hauptbilder ausdrücklich als möglichen Faktor für eine schlechtere Suchdarstellung.
Dekoration und nicht enthaltenes Zubehör müssen eindeutig erkennbar oder erklärt sein. Gerade bei Sets und digitalen Mockups entstehen sonst falsche Erwartungen.
Etsy weist darauf hin, dass ein als Fotocollage gestaltetes Hauptbild die Suchdarstellung beeinträchtigen kann. Nutze Zusatzbilder für Varianten und Detailinformationen.
Bei personalisierten Handelswaren darf das Hauptbild nicht nur das leere Grundprodukt oder Platzhaltertext zeigen. Zeige ein fertiges personalisiertes Beispiel.
Mockups sind nur in bestimmten Fällen zulässig. Bei selbst hergestellten fertigen Produkten und vielen individuell von Produktionspartnern gefertigten Produkten verlangt Etsy echte Fotos des Endprodukts.
Prüfe die komplette Bildserie und das Thumbnail noch einmal aus Käufersicht, bevor du zum eigentlichen Listingaufbau weitergehst.
Etsy kann Bildgrößen, unterstützte Formate und Listing-Funktionen verändern. Für technische Grenzwerte und verbindliche Bildregeln solltest du deshalb die aktuellen Etsy-Hilfeseiten und Richtlinien verwenden.
Die wichtigsten Fragen zu Bildanzahl, Größe, Formaten, Mockups, personalisierten Produkten und Listingvideos auf einen Blick.
Im nächsten Hauptschritt verbindest du Fotos und Videos mit Kategorie, Preis, Varianten, Personalisierung und den weiteren Listing-Angaben.