Amazon PartnerNet: 3 Verkäufe in 180 Tagen schaffen
Nach deiner Anmeldung ist dein PartnerNet-Konto noch nicht endgültig geprüft. Amazon verlangt zunächst mindestens drei qualifizierende Verkäufe innerhalb der ersten 180 Tage. Erst danach schaut sich das Partner-Team deine angegebenen Websites oder Social-Media-Seiten an.
Hier erfährst du, was wirklich zählt, welche Verkäufe nicht berücksichtigt werden, worauf Amazon bei der anschließenden Prüfung schaut und wie du die drei Verkäufe regelkonform erreichst.
Was verlangt Amazon genau?
Amazon beschreibt das Verfahren aktuell eindeutig: Nach deiner Anmeldung wird deine Bewerbung geprüft, sobald du qualifizierende Verkäufe generiert hast. Erforderlich sind mindestens drei Verkäufe innerhalb der ersten 180 Tage. Persönliche Bestellungen werden ausdrücklich nicht berücksichtigt.
Die 180 Tage sind also keine allgemeine Frist, in der du schon vollständig freigeschaltet sein musst. Sie sind zunächst dein Zeitraum, um genügend echte Verkäufe über deine Partnerlinks zu erzeugen. Sobald drei qualifizierende Verkäufe erreicht sind, kündigt Amazon an, die Bewerbung normalerweise innerhalb von ein bis zwei Tagen zu prüfen.
Die Frist solltest du von Anfang an als 180-Tage-Gesamtfrist planen
Amazon formuliert auf der Seite zum Überprüfungsverfahren klar, dass mindestens drei qualifizierende Verkäufe innerhalb der ersten 180 Tage erforderlich sind. Eine weitere Amazon-Hilfeseite zur Kontoinaktivität erwähnt zusätzlich, dass nach der Bewerbung zunächst 180 Tage Zeit für einen ersten Verkauf bleiben. Verlass dich deshalb nicht darauf, dass ein erster Verkauf die Frist neu startet: Plane von Anfang an mit drei qualifizierenden Verkäufen innerhalb der ersten 180 Tage.
Die drei Verkäufe bedeuten noch nicht automatisch die endgültige Freischaltung
Sie lösen erst die eigentliche Bewerbungsprüfung aus. Amazon kontrolliert danach unter anderem Originalinhalt, Aktualität, öffentliche Zugänglichkeit und die korrekte Verwendung deiner Partnerlinks.
Was ist bei den drei Verkäufen wichtig?
Amazon spricht bewusst von qualifizierenden Verkäufen. Entscheidend ist also nicht einfach, dass irgendwo im Report eine Bestellung auftaucht. Die Bestellung muss nach den Regeln des Partnerprogramms über deine Partnerlinks zustande gekommen sein.
Auch beim Thema Freunde und Familie solltest du vorsichtig sein. Amazon erklärt in seiner Hilfe zum persönlichen Gebrauch, dass Käufe über eigene Links sowie Käufe oder Produkte, die dir, Freunden, Verwandten oder Partnern zugutekommen, als persönlicher Gebrauch erkannt werden können. Die genauen Erkennungskriterien veröffentlicht Amazon nicht.
Die sichere Strategie: drei echte Verkäufe aus normalem Traffic
Plane nicht darum herum, die Schwelle irgendwie technisch zu „knacken“. Baue Inhalte für Menschen, die ohnehin eine Kaufentscheidung treffen wollen, und lass die Verkäufe organisch über deine Empfehlungen entstehen. Damit erfüllst du nicht nur die Verkaufsanforderung, sondern hast gleichzeitig bessere Voraussetzungen für die anschließende Qualitätsprüfung.
Zählen drei Produkte in einer Bestellung als drei Verkäufe?
Genau diese Frage wird oft gestellt. In der öffentlich zugänglichen deutschen Amazon-Hilfe zur Bewerbungsprüfung steht jedoch lediglich, dass mindestens drei qualifizierende Verkäufe innerhalb der ersten 180 Tage erforderlich sind. Dort wird nicht eindeutig erklärt, ob drei Artikel innerhalb eines einzigen Warenkorbs für diese Schwelle als drei Verkäufe behandelt werden.
Deshalb würde ich deine Planung nicht auf diese Auslegung stützen. Warte im Zweifel, bis dein Konto die erforderliche Aktivität tatsächlich erreicht und Amazon die Bewerbungsprüfung auslöst, statt aus der Zahl bestellter Artikel selbst abzuleiten, dass die Drei-Verkäufe-Hürde bereits sicher erfüllt ist.
Bestellte Artikel und qualifizierende Verkäufe sind nicht automatisch dasselbe
Der PartnerNet-Bestellbericht zeigt bestellte und versandte Artikel als eigene Kennzahlen. Die Freischaltungsregel verwendet dagegen ausdrücklich den Begriff „qualifizierende Verkäufe“. Orientiere dich daher am Kontostatus und nicht nur an einer einzelnen Zahl im Bestellbericht.
So läuft die PartnerNet-Prüfung ab
Das ist ein wichtiger Unterschied zur Vorstellung „Ich melde mich an und bin sofort vollständig angenommen“. Praktisch bekommst du zunächst die Möglichkeit, mit dem Programm zu arbeiten. Die endgültige Prüfung deiner Präsenz erfolgt erst, nachdem du die notwendige Verkaufsaktivität erreicht hast.
Was schaut Amazon bei deiner Seite an?
Sobald die Verkaufsschwelle erreicht ist, schaut Amazon nicht nur auf die drei Verkäufe. Das Partner-Team prüft alle Seiten, die du im Partnerkonto angegeben hast. Genau deshalb solltest du die Zeit vor dem dritten Verkauf auch nutzen, um deine Website oder deinen Social-Media-Kanal prüfungsbereit zu machen.
Für Social Media gelten zusätzliche Anforderungen
Amazon akzeptiert in seiner aktuellen deutschen Bewerbungs-Hilfe Facebook-Seiten bzw. öffentliche Gruppen, Instagram, Twitter, YouTube, TikTok und Twitch. Der Account muss öffentlich und etabliert sein. Amazon nennt in den meisten Fällen mindestens 500 organische Follower oder Likes als Richtwert.
Wie erreichst du die ersten drei Verkäufe sinnvoll?
Für die ersten Verkäufe brauchst du nicht möglichst viele Amazon-Links. Du brauchst Inhalte, bei denen der Besucher bereits ein konkretes Problem lösen oder ein Produkt auswählen möchte. Drei gute kaufnahe Seiten können deshalb wertvoller sein als zwanzig allgemeine Blogartikel ohne klare Kaufabsicht.
Achte dabei immer auf die Kennzeichnung. Amazon verlangt eine klare und auffällige Offenlegung in der Nähe von Partnerlinks, zum Beispiel „(bezahlter Link)“, „#Anzeige“ oder „#VerdientProvisionen“. Zusätzlich muss die vorgeschriebene Erklärung „Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.“ klar und auffällig auf deiner Website stehen; bei Social-Media-Inhalten muss sie mit deinem Konto verbunden sein. Die ersten drei Verkäufe sind kein Grund, bei diesen Regeln Abkürzungen zu nehmen.
Deine Links sollten technisch sauber sein
Prüfe vor allem, ob der richtige Partner-Tag enthalten ist und ob der Link tatsächlich auf die gewünschte Amazon-Seite führt. Wenn du Klicks hast, aber keine nachvollziehbaren Bestellungen siehst, hilft dir die Fehleranalyse weiter.
Ist deine Seite schon bereit für Amazons Prüfung?
Warte mit diesen Punkten nicht bis nach dem dritten Verkauf. Sobald Amazon die erforderlichen qualifizierenden Verkäufe sieht, kann die Bewerbungsprüfung starten. Deshalb sollte deine angegebene Präsenz vorher vollständig und öffentlich prüfbar sein.
Diese Abkürzungen solltest du vermeiden
Was passiert, wenn du die drei Verkäufe in 180 Tagen nicht erreichst?
Amazon erklärt, dass die Bewerbung zurückgezogen werden kann, wenn innerhalb von 180 Tagen nach dem Einreichen nicht genügend qualifizierende Verkäufe zustande gekommen sind. Das bisherige Konto bzw. die zugehörige Partner-ID kann nach einer solchen Ablehnung nicht einfach wiederhergestellt werden.
Das bedeutet aber nicht, dass du für immer vom Partnerprogramm ausgeschlossen bist. Amazon schreibt in seiner Hilfe ausdrücklich, dass du dich erneut bewerben kannst, wenn deine Seite ausreichend etabliert ist. Bei einer neuen Bewerbung solltest du anschließend auch deine Amazon-Produktlinks kontrollieren, denn Amazon weist darauf hin, dass sie den speziellen Tag der neuen Bewerbung enthalten müssen.
Vor einer neuen Bewerbung erst die Ursache beheben
Wenn die erste Runde nicht funktioniert hat, ist eine sofortige Neuanmeldung selten die beste Lösung. Baue zuerst mehr Originalinhalt und echten Traffic auf, prüfe deine Kanäle und melde dich erst wieder an, wenn realistisch Verkäufe entstehen können. Sonst startet nur eine neue Frist mit demselben Problem.
Frist verpasst oder nach der Prüfung abgelehnt?
Diese beiden Situationen solltest du unterscheiden. Wenn zu wenige qualifizierende Verkäufe entstehen, scheitert die Bewerbung bereits an der 180-Tage-Anforderung. Hast du dagegen drei Verkäufe erreicht, kann Amazon deine Präsenz prüfen und die Bewerbung anschließend beispielsweise wegen zu wenig Originalinhalt, ungeeigneter Seiten oder anderer Richtlinienprobleme ablehnen.
Amazon formuliert, dass die bereits abgelehnte Bewerbung selbst nicht erneut berücksichtigt wird. Gleichzeitig beschreibt die Hilfe ausdrücklich eine erneute Bewerbung nach einer Ablehnung. Praktisch bedeutet das: Das alte Bewerbungsverfahren wird nicht wieder geöffnet; nach Behebung der Probleme kann eine neue Bewerbung erforderlich sein.
Wenn Amazon dein Konto geschlossen hat
Auf der nächsten Supporting Page gehen wir die häufigsten Ablehnungsgründe durch: zu wenig Inhalt, falsche getaggte Links, Markenprobleme, ungeeignete Social-Media-Seiten und weitere Prüfpunkte.
Was kommt nach der 180-Tage-Regel?
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Häufige Fragen zu den 3 Verkäufen in 180 Tagen
Wie viele Verkäufe brauche ich bei Amazon PartnerNet?
Für die Bewerbungsprüfung verlangt Amazon aktuell mindestens drei qualifizierende Verkäufe innerhalb der ersten 180 Tage. Erst danach prüft das Partner-Team deine angegebenen Seiten.
Wann beginnen die 180 Tage?
Amazon bezieht die Frist auf die ersten 180 Tage nach deiner Bewerbung bzw. auf 180 Tage nach Einreichen der Bewerbung.
Zählen eigene Amazon-Bestellungen?
Nein. Amazon sagt ausdrücklich, dass persönliche Bestellungen bei der Bewerbungsprüfung nicht berücksichtigt werden. Eigene Partnerlinks sind nicht als persönliches Rabattprogramm gedacht.
Darf ich Freunde oder Familie über meinen Link bestellen lassen?
Darauf solltest du deine Freischaltung nicht aufbauen. Amazon erklärt, dass persönlicher Gebrauch auch Käufe betreffen kann, die dir, Freunden, Verwandten oder Partnern zugutekommen, und untersagt Aufforderungen zur Linknutzung nur zur Unterstützung des Partners. Welche Kriterien Amazon intern zur Erkennung nutzt, wird nicht vollständig veröffentlicht.
Zählen drei Artikel in einer Bestellung als drei Verkäufe?
Die öffentlich zugängliche deutsche Amazon-Hilfe erklärt nur, dass drei qualifizierende Verkäufe erforderlich sind. Sie legt dort nicht eindeutig fest, ob mehrere Artikel in einem einzelnen Warenkorb für diese Bewerbungsanforderung separat zählen. Verlasse dich deshalb nicht auf diese Annahme, sondern auf den tatsächlichen Kontostatus.
Müssen die drei Verkäufe von drei verschiedenen Kunden kommen?
Die öffentlich zugängliche deutsche Amazon-Hilfe nennt mindestens drei qualifizierende Verkäufe, sagt an dieser Stelle aber nicht ausdrücklich, dass diese von drei verschiedenen Kunden stammen müssen. Plane die Freischaltung deshalb nicht über künstlich konstruierte Bestellungen, sondern über normale echte Käufe aus deinem Traffic.
Werde ich nach dem dritten Verkauf automatisch angenommen?
Nein. Die drei qualifizierenden Verkäufe lösen die Prüfung deiner Bewerbung aus. Amazon schaut sich anschließend deine angegebenen Websites, Apps oder Social-Media-Seiten an.
Wie viele Beiträge sollte meine Website haben?
Amazon nennt mindestens zehn Beiträge als gute Faustregel für starke Originalinhalte. Bei Websites sollen die Inhalte außerdem aktuell sein; Amazon nennt in der Regel einen Zeitraum von höchstens 60 Tagen.
Wie viele Follower brauche ich bei Social Media?
Amazon verlangt eine etablierte öffentliche Social-Media-Seite mit einer substanziellen Zahl organischer Follower oder Likes. In der aktuellen deutschen Hilfe nennt Amazon in den meisten Fällen mindestens 500. Zusätzlich musst du die genaue URL deines Profils angeben. Posts sowie deine Follower- oder Abonnentenzahl dürfen für Nicht-Follower nicht verborgen sein.
Was passiert nach 180 Tagen ohne drei qualifizierende Verkäufe?
Amazon kann die Bewerbung zurückziehen bzw. das Konto ablehnen. Das alte Konto und die Partner-ID werden nicht einfach wiederhergestellt. Nach dem Aufbau einer geeigneten Seite kannst du dich laut Amazon erneut bewerben.
Kann ich mich nach einer Ablehnung erneut bewerben?
Ja, Amazon beschreibt ausdrücklich eine erneute Bewerbung nach einer Ablehnung. Die alte Bewerbung wird dabei nicht wieder geöffnet. Vor der neuen Bewerbung solltest du die Ablehnungsgründe beheben und danach sicherstellen, dass deine Partnerlinks den Tag des neuen Kontos verwenden.
Quellen & Praxiseinordnung
Die Anforderungen auf dieser Seite wurden mit den aktuellen Hilfeseiten des deutschen Amazon PartnerNet abgeglichen. Amazon kann Programmregeln, zugelassene Plattformen und Prüfungsanforderungen ändern.
- Amazon PartnerNet – Überprüfungsverfahren für Bewerbungen: 3 Verkäufe, 180 Tage, Originalinhalte, Website- und Social-Media-Kriterien
- Amazon PartnerNet – Inaktivität des Kontos: 180-Tage-Frist, Prüfung nach drei qualifizierten Verkäufen und erneute Bewerbung
- Amazon PartnerNet – Persönlicher Gebrauch des Programms und nicht qualifizierende eigene Bestellungen
- Amazon PartnerNet – Kennzeichnung von Partnerlinks und vorgeschriebener Partnerhinweis
- Amazon PartnerNet – Bestellbericht: bestellte und versandte Artikel richtig unterscheiden

