ChatGPT Ads · Angebot auswählen

Was solltest du mit ChatGPT Ads bewerben? So wählst du das richtige Angebot aus

Der häufigste Denkfehler ist, einfach das Produkt mit der höchsten Marge, den Bestseller oder gleich das gesamte Unternehmen zu bewerben. Bei ChatGPT Ads ist eine andere Frage wichtiger: Für welches deiner Angebote gibt es eine klar erkennbare Gesprächssituation, in der ein Nutzer gerade genau dieses Problem lösen will?

Auf dieser Seite lernst du deshalb nicht nur, welche Produkte und Dienstleistungen grundsätzlich funktionieren können. Du bekommst einen konkreten Auswahlprozess, erkennst schlechte Startangebote und siehst anhand echter Kampagnendaten, warum direkte Käufe, B2B-Leads und lokale Dienstleistungen unterschiedlich bewertet werden müssen.

Von Luisa Luer – Digital Marketing Expertin seit 2014

Womit du anfangen solltest

Wähle nicht dein „bestes Produkt“ – wähle dein am klarsten erklärbares Angebot

ChatGPT Ads erscheinen nicht auf einer klassischen Suchergebnisseite, auf der jemand nur „Laufschuhe kaufen“ eintippt. Nutzer beschreiben häufig ganze Situationen: Sie vergleichen Möglichkeiten, erklären ein Problem, nennen Bedingungen und fragen nach einer passenden Lösung. Genau deshalb ist ein gutes Startangebot eines, das sich natürlich in so eine Situation einfügt.

Ein Angebot ist stark, wenn du den Bedarf in einem Satz erklären kannst

Stell dir eine Hundeschule vor. „Hundeschule Müller“ ist noch kein gutes Werbeangebot. Auch „Hundetraining für alle Hunde“ ist zu breit. Viel klarer ist: „Welpenkurs für Halter, deren junger Hund an der Leine zieht, Besucher anspringt oder draußen kaum ansprechbar ist.“

Warum ist das besser? Weil der Nutzer genau solche Probleme in ChatGPT beschreiben kann. Das System bekommt dadurch einen nachvollziehbaren Zusammenhang zwischen Gespräch, Anzeige und Zielseite. Später kannst du außerdem viel besser erkennen, ob genau dieses Angebot Impressionen, Klicks und Anfragen erzeugt.

Wenn du noch nicht sicher bist, ob deine Zielgruppe überhaupt in ausreichendem Umfang erreichbar ist, lies vorher „Wer sieht deine ChatGPT Anzeigen?“. Dort erkläre ich, welche Nutzer grundsätzlich Werbung sehen können und warum tatsächliche Reichweite kleiner sein kann als die gesamte ChatGPT-Nutzung.

Eine einfache Kontrollfrage

Kannst du diesen Satz konkret vervollständigen?

„Mein Angebot hilft einer Person, die gerade …“

Wenn du danach nur „etwas kaufen möchte“ oder „Interesse an meinem Thema hat“ schreiben kannst, ist das Angebot für den Start noch zu unscharf. Wenn du dagegen eine echte Situation, ein Problem oder eine Entscheidung beschreiben kannst, hast du eine viel bessere Grundlage.

Der Auswahlprozess

Fünf Prüfungen entscheiden, ob ein Angebot einen guten ersten Test verdient

Du brauchst dafür noch keine fertige Kampagne. Nimm einfach jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die du verkaufen könntest, und prüfe sie nacheinander anhand dieser fünf Fragen.

01

Ist das Angebot nach den OpenAI-Werberichtlinien überhaupt zulässig?

Diese Prüfung kommt zuerst. Es bringt nichts, eine perfekte Kampagne für ein Angebot zu planen, das in deiner Kategorie oder deinem Markt nicht beworben werden darf. OpenAI erlaubt derzeit vor allem Konsumgüter, Lifestyle und Haushalt, lokale Dienstleistungen, Reisen und Erlebnisse sowie digitale Produkte und Bildungsangebote. Einige regulierte Bereiche können nur mit besonderer Freigabe zulässig sein.

02

Gibt es eine konkrete Situation, in der jemand dieses Angebot braucht?

Ein guter Fit entsteht nicht dadurch, dass ein Produkt allgemein beliebt ist. Entscheidend ist, ob Menschen in ChatGPT Fragen stellen, vergleichen oder Probleme beschreiben, bei denen dein Angebot eine nachvollziehbare Lösung sein kann. Je konkreter diese Situation ist, desto besser kannst du später Anzeige und Kontexthinweise formulieren.

03

Kann der Nutzer nach dem Klick einen klaren nächsten Schritt machen?

Bei einem Onlineshop kann das ein Kauf sein. Bei einer Software kann es eine Testversion oder Demo sein. Bei einer lokalen Dienstleistung kann es eine Terminbuchung oder Anfrage sein. Schwieriger wird es, wenn die Zielseite nach dem Klick nur allgemeine Informationen zeigt und der Nutzer nicht weiß, was er als Nächstes tun soll.

04

Ist der Wert des Ergebnisses hoch genug, um einen bezahlten Test zu tragen?

Ein Produkt für 4,99 € braucht meist eine andere Menge an Käufen als eine Dienstleistung für 1.500 €. Deshalb reicht die Frage „Kann ich Klicks bekommen?“ nicht. Du musst grob wissen, was dir ein Kauf, eine Buchung oder ein qualifizierter Lead wert ist und wie viele davon nötig wären, damit dein Test wirtschaftlich sinnvoll werden kann.

05

Kannst du später erkennen, ob wirklich dieses Angebot funktioniert hat?

Wenn du fünf völlig verschiedene Leistungen in eine Kampagne packst und alle auf dieselbe Startseite schickst, lernst du wenig. Ein klar abgegrenztes Angebot mit eigener Zielseite und messbarer Handlung liefert dir viel sauberere Daten. Genau deshalb sollte deine erste Kampagne eher fokussiert als möglichst groß sein.

Welche Angebote besonders gut testbar sind

Produkte, Dienstleistungen und Software können funktionieren – aber aus unterschiedlichen Gründen

Es gibt keine seriöse Regel, dass nur Ecommerce oder nur B2B auf ChatGPT Ads funktioniert. Die bisherigen Daten zeigen vielmehr mehrere funktionierende Modelle. Der entscheidende Unterschied liegt darin, wie klar der Bedarf ist, wie schnell der Nutzer handeln kann und wie gut du den Erfolg messen kannst.

Konkrete Produkte mit klarer Kaufentscheidung

Ein einzelnes Produkt oder eine überschaubare Produktgruppe ist leichter zu testen als ein riesiger Shop. Besonders hilfreich ist, wenn Nutzer typische Auswahlfragen stellen: Welche Größe passt? Welches Modell eignet sich für meinen Zweck? Welche Variante hat eine bestimmte Eigenschaft?

Graphites Analyse der größten Werbetreibenden zeigt ein auffälliges Muster: Die Top-10 verkauften Produkte oder Angebote, die sich in einer einzigen Sitzung kaufen beziehungsweise abschließen ließen. Das ist kein Gesetz, aber ein starkes Signal für einen guten Einstieg.

Lokale Dienstleistungen mit einem klaren Problem

Reinigung, Fotografie, Sprachunterricht, Reparatur, Training oder andere lokale Leistungen können gut passen, wenn Nutzer ihre Situation konkret beschreiben und anschließend direkt eine Anfrage oder Buchung stellen können.

„Fotograf in Hannover“ ist dabei weniger hilfreich als ein konkretes Angebot wie „Businessportraits für kleine Teams mit Termin innerhalb von zwei Wochen“. Der zweite Fall verbindet Leistung, Zielgruppe und Entscheidungssituation deutlich besser.

Digitale Produkte und Bildungsangebote

Kurse, Vorlagen, Software-Tools, Lernangebote und andere digitale Produkte gehören zu den Kategorien, die OpenAI derzeit grundsätzlich unterstützt. Sie passen besonders gut, wenn der Nutzer bereits ein konkretes Ziel verfolgt und dein Produkt einen nachvollziehbaren nächsten Schritt darstellt.

Ein allgemeiner Kurs „Marketing lernen“ ist schwächer als ein Angebot „Pinterest für Etsy-Shops von Grund auf einrichten“, weil die zweite Variante sofort erkennen lässt, für wen das Angebot gedacht ist und welches Ergebnis erwartet werden kann.

Software mit einem klaren Anwendungsfall

Software muss nicht sofort gekauft werden, um ein sinnvoller Test zu sein. Eine kostenlose Testversion, ein Produktvergleich oder eine Demo kann ausreichen, wenn der Nutzer gerade ein konkretes Problem löst. Stream zeigt das sehr deutlich: Das Unternehmen bewarb Entwicklerlösungen genau in Situationen, in denen Entwickler über technische Umsetzung nachdachten.

Entscheidend ist, dass die Anzeige nicht nur „unsere Software ist besser“ sagt, sondern an den konkreten Anwendungsfall anschließt.

Hochpreisige B2B-Dienstleistungen

Ein Beratungsauftrag oder komplexer B2B-Vertrag wird selten direkt nach einem Anzeigenklick gekauft. Trotzdem kann die Kampagne funktionieren, wenn du nicht den Abschluss selbst, sondern einen sinnvollen Zwischenschritt bewirbst: eine qualifizierte Anfrage, Demo, Erstberatung oder einen konkreten Vergleich.

Hier ist Leadqualität wichtiger als reine Klickmenge. Ein einziger passender Firmenkontakt kann wirtschaftlich mehr wert sein als hundert billige Verbraucher-Klicks.

Angebote, die in einer klaren Entscheidungsphase helfen

ChatGPT wird häufig verwendet, um Optionen zu vergleichen, Kriterien zu verstehen oder einen Kauf vorzubereiten. Angebote, die genau in diesem Moment Orientierung geben und danach eine passende Handlung ermöglichen, haben deshalb einen logischen Platz.

Das muss nicht immer „Jetzt kaufen“ sein. Auch „Varianten vergleichen“, „Demo ansehen“ oder „Verfügbarkeit prüfen“ kann der richtige nächste Schritt sein.

Ein besonders starkes Signal aus 98.000+ Anzeigen

Graphite: Die größten Werbetreibenden verkaufen etwas, das sich relativ direkt abschließen lässt

Graphite und Similarweb haben für ihren aktuellen Marktbericht mehr als 98.000 Anzeigen und über 8.000 Landingpages analysiert. Für die Frage „Was sollte ich bewerben?“ ist eine Beobachtung besonders interessant: Die zehn größten Werbetreibenden im Datensatz verkauften laut Graphite jeweils etwas, das der Nutzer in einer Sitzung kaufen beziehungsweise abschließen konnte.

Top 10

alle mit einem Angebot, das relativ direkt gekauft oder abgeschlossen werden konnte

Graphite leitet daraus nicht ab, dass lange Verkaufsprozesse unmöglich sind. Der Report empfiehlt aber, direkt kaufbare Angebote zuerst zu testen und lange Sales Cycles vorsichtiger zu behandeln.

Was „in einer Sitzung kaufbar“ für dich praktisch bedeutet

Damit ist nicht gemeint, dass jedes Angebot billig sein muss. Gemeint ist: Der Nutzer kann nach dem Klick relativ schnell verstehen, was angeboten wird, ob es zu ihm passt und welcher nächste Schritt folgt. Bei Ecommerce ist das der Kauf. Bei einem digitalen Produkt kann es ebenfalls der Kauf sein. Bei Software kann es eine Testversion sein.

Bei einer komplexen Unternehmensberatung mit sechsmonatigem Verkaufsprozess sieht das anders aus. Dort solltest du nicht so tun, als würde die Anzeige direkt den Auftrag verkaufen. Du bewirbst vielmehr einen klaren Zwischenschritt, zum Beispiel eine Demo oder eine qualifizierte Erstberatung, und misst später, ob daraus tatsächlich hochwertige Chancen entstehen.

Graphite fand außerdem, dass Feature-, Preis- und Produktseiten zu den am häufigsten genutzten Zielseiten gehören. Das passt zur gleichen Logik: Ein Nutzer sollte nach dem Klick möglichst wenig rätseln müssen, was angeboten wird.

Bevor du ein Angebot auswählst

Nicht jedes legale Produkt ist automatisch für ChatGPT Ads zugelassen

OpenAI prüft nicht nur den Anzeigentext. Auch Bilder, Videos und die verlinkte Zielseite müssen zu den Werberichtlinien passen. Deshalb gehört die Richtlinienprüfung vor die Kampagnenplanung und nicht erst an das Ende.

Grundsätzlich passende Bereiche

Hier liegt derzeit der Schwerpunkt

OpenAI nennt vor allem Lifestyle- und Haushaltswaren, lokale Dienstleistungen, Reisen und Erlebnisse sowie digitale Produkte und Bildungsangebote als unterstützte Kategorien. Auch klassische Ecommerce-Angebote können dadurch gut in den erlaubten Bereich fallen.

Trotzdem muss jede konkrete Anzeige wahrheitsgemäß sein und die Zielseite genau das Angebot zeigen, das in der Anzeige versprochen wird.

Vorher genau prüfen

Regulierte Branchen können Sonderregeln haben

Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Medizin und Rechtsdienstleistungen können in bestimmten Märkten und für zugelassene Werbetreibende freigegeben werden. Diese Bereiche werden von OpenAI teilweise manuell geprüft und sind nicht mit einem normalen Haushaltsprodukt vergleichbar.

Wenn dein Angebot in einen regulierten Bereich fällt, solltest du die aktuelle Richtlinie für dein Land prüfen, bevor du Inhalte, Landingpage und Kampagnenstruktur baust.

Nicht als Startangebot planen

Bestimmte Kategorien sind ausgeschlossen oder stark eingeschränkt

OpenAI schließt unter anderem politische Werbung, Glücksspiel, Alkohol und Drogen, Waffen, Inhalte für Erwachsene sowie verschiedene sensible oder regulierte Bereiche aus. Auch irreführende Gesundheits-, Preis- oder Leistungsversprechen sind nicht zulässig.

Wichtig: Selbst ein grundsätzlich erlaubtes Produkt kann abgelehnt werden, wenn die Zielseite problematische Inhalte enthält oder Anzeige und Zielseite nicht zusammenpassen.

Lange Verkaufsprozesse richtig denken

Bei B2B und Dienstleistungen bewirbst du häufig nicht den Vertrag, sondern den nächsten sinnvollen Schritt

Ein 20.000-€-Softwarevertrag oder eine komplexe Beratung wird selten direkt durch einen einzigen Anzeigenklick verkauft. Das macht ChatGPT Ads nicht automatisch ungeeignet. Es verändert nur, welches Angebot du tatsächlich in der Kampagne bewirbst und welche Kennzahl du später bewerten musst.

Für Software kann eine Demo oder Testversion das eigentliche Werbeangebot sein

Der Nutzer muss nicht sofort Kunde werden. Wenn er gerade verschiedene Lösungen für ein konkretes Problem untersucht, kann eine Produktdemo oder Testversion ein sinnvoller nächster Schritt sein. Die Kampagne verkauft dann zunächst die Bereitschaft, sich intensiver mit deinem Produkt zu beschäftigen.

Für Beratung kann eine qualifizierte Erstberatung besser sein als „Jetzt Angebot anfordern“

Je komplexer die Leistung, desto stärker sollte der nächste Schritt zum Entscheidungsstand des Nutzers passen. Eine klar beschriebene Erstberatung kann weniger aggressiv wirken und gleichzeitig helfen, unpassende Anfragen auszusortieren.

Billige Leads sind nicht automatisch gute Leads

Die StubGroup-Fallstudie zeigt das sehr anschaulich. ChatGPT Ads lieferten bei einem B2B-Compliance-Anbieter günstigere Leads als Google Search, aber die Conversionrate war deutlich niedriger und Google-Leads wurden häufiger zu Kunden. Wenn du nur den Preis pro Lead ansiehst, könntest du deshalb die falsche Kampagne für erfolgreich halten.

Bei langen Sales Cycles brauchst du Geduld und sauberes Tracking

Wenn zwischen erstem Klick und Vertragsabschluss Wochen oder Monate liegen, musst du später im CRM nachvollziehen können, welche Leads wirklich zu Kunden wurden. Ein früher Klickpreis sagt dann fast nichts über die Qualität des Angebots aus.

Was echte Kampagnen über den Produkt-Fit zeigen

Die bisherigen Daten zeigen kein einziges „Gewinner-Produkt“ – sondern unterschiedliche funktionierende Modelle

Deshalb wäre es unseriös zu behaupten, ChatGPT Ads funktionierten nur für Ecommerce oder nur für B2B. Die Fallstudien zeigen vielmehr, dass unterschiedliche Angebote funktionieren können, solange Situation, nächste Handlung und Messung zusammenpassen.

Stream: technische B2B-Software mit konkretem Entwicklerproblem

Stream bietet APIs und SDKs für Chat, Video, Audio und weitere Echtzeitfunktionen. Die Kampagne setzte nicht auf eine abstrakte Softwarebotschaft, sondern auf konkrete Entwicklerfragen wie den Aufbau von Chat- oder Video-Funktionen. Im Test führten mehr als 70 % der ChatGPT-Ads-Klicks zu Website-Sitzungen; Stream berichtet für die Entwickler-Kampagne ungefähr 2× Return on Ad Spend.

Die wichtigste Lehre ist nicht der einzelne ROAS-Wert, sondern der Angebots-Fit: Ein spezialisiertes Produkt wurde an sehr konkrete technische Problemsituationen gekoppelt.

Stream-Fallstudie ansehen ↗

North Country Growth: B2B kann bei weniger Volumen trotzdem wirtschaftlich sein

Die Agentur berichtet aus fünf B2B- und vier Ecommerce-Konten. Beim besten B2B-Konto lagen die Kosten pro Lead bei 61 US-Dollar gegenüber rund 74 US-Dollar bei Google Search. Gleichzeitig erreichte ChatGPT Ads nur ungefähr 30 % des Google-Search-Volumens.

Das ist für deine Angebotswahl wichtig: Ein hochpreisiges Angebot braucht nicht zwingend riesige Reichweite. Wenn ein Lead genug wert ist, kann ein kleinerer Kanal trotzdem sinnvoll sein.

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PromptMarketing: spezialisierte Webshops können direkte Käufe erzeugen

Drei spezialisierte Webshops wurden in Deutschland, Österreich, Frankreich und den Niederlanden beworben. In den ersten 25 Tagen entstanden 94.900 Impressionen, 2.287 Klicks und ein durchschnittlicher Klickpreis von 0,44 €. Der Ads Manager schrieb 3.006 € Bestellwert bei 1.003 € Werbeausgaben zu.

PromptMarketing weist selbst darauf hin, dass dieser Bestellwert nach Ads-Manager-Attribution berechnet und kein verifizierter Gewinn ist. Genau diese Einschränkung ist wichtig, wenn du Ecommerce-Angebote bewertest.

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StubGroup: günstiger Lead heißt nicht automatisch besseres Angebot

Bei einem B2B-Compliance-Unternehmen lagen die Kosten pro Lead über ChatGPT Ads bei 92,21 US-Dollar und über Google Search bei 157,57 US-Dollar. Gleichzeitig lag die Conversionrate bei ChatGPT nur bei 0,8 %, während Google Search 6,64 % erreichte. Die Google-Leads wurden außerdem häufiger zu Kunden.

Wenn du ein Lead-Angebot bewirbst, solltest du deshalb nicht nur die Anzahl und den Preis der Leads messen, sondern ihre spätere Qualität.

B2B-Fallstudie ansehen ↗

North Country Growth: Ecommerce hängt stark vom Produkt ab

Beim besten Ecommerce-Konto der Agentur erreichte eine DTC-Marke für Haushaltswaren in den ersten 90 Tagen rund 2,4× ROAS. Ein Bekleidungsangebot kam dagegen nur auf rund 1,4×. Gleichzeitig lag die Conversionrate des stärkeren Ecommerce-Kontos unter Google Shopping.

Das zeigt, warum „Ecommerce funktioniert“ zu pauschal wäre. Produkt, Entscheidungsweg, Creative und Kaufbereitschaft machen einen großen Unterschied.

Ecommerce- und B2B-Vergleich ansehen ↗

DEPT: konzentriere den Test auf ein wichtiges Angebot statt auf zehn kleine Tests

DEPT empfiehlt aus sechs Monaten Pilot-Erfahrung, einen Test nicht mit zu vielen Produkten, Zielgruppen und Situationen gleichzeitig zu verwässern. Die Agentur rät dazu, ausreichend Budget über einen längeren Zeitraum auf ein priorisiertes Produkt, eine Zielgruppe oder ein Intent-Thema zu konzentrieren.

Das passt genau zur Auswahlstrategie dieser Seite: Deine erste Kampagne soll dir eine klare Frage beantworten – nicht zehn Fragen gleichzeitig halb beantworten.

DEPT-Erfahrungen ansehen ↗

So triffst du die Auswahl praktisch

Zwei Unternehmen, mehrere Angebote – aber nur eines sollte zuerst getestet werden

Die folgenden Beispiele zeigen, wie du Angebote nicht nach persönlichem Bauchgefühl, sondern nach Gesprächssituation, Klarheit und messbarem nächsten Schritt auswählst.

Beispiel lokaler Dienstleister

Fotostudio mit fünf verschiedenen Leistungen

Das Studio bietet Hochzeiten, Familienfotos, Bewerbungsbilder, Businessportraits und Produktfotografie an. Die schlechteste Startidee wäre eine Anzeige „Professionelle Fotografie für jeden Anlass“ mit Link auf die Startseite. Das Angebot ist zu breit und der Nutzer muss selbst herausfinden, was für ihn relevant ist.

Ein besserer Test könnte „Businessportraits für kleine Teams“ sein. Die Situation ist klar: Ein Unternehmen braucht neue Bilder für Website, LinkedIn oder Presse. Der nächste Schritt kann eine Termin- oder Angebotsanfrage sein. Die Landingpage kann genau Ablauf, Preise, Teamgröße und Beispielbilder zeigen.

Damit weißt du nach dem Test nicht nur, ob „Fotografie“ funktioniert, sondern ob genau dieses konkrete Firmenangebot relevante Anfragen erzeugt.

Beispiel Software

Softwareanbieter mit Gratis-Guide, Testversion und Enterprise-Demo

Der Anbieter könnte theoretisch drei Dinge bewerben. Der kostenlose Guide bringt wahrscheinlich viele niedrige Hürden, aber nicht automatisch kaufnahe Kontakte. Die Enterprise-Demo kann wertvoll sein, setzt aber bereits eine sehr fortgeschrittene Entscheidung voraus.

Für einen ersten Test könnte deshalb die Produkt-Testversion die sauberste Mitte sein: Der Nutzer hat ein konkretes Problem, kann die Lösung selbst ausprobieren und der Anbieter kann messen, ob aus dem Klick eine Registrierung, aktive Nutzung und später ein zahlender Kunde entsteht.

Für eine zweite Kampagne kann die Enterprise-Demo separat getestet werden. So vermischen sich kleinere Interessenten und große Firmen nicht in derselben Auswertung.

Was ich nicht als Erstes bewerben würde

Vier Angebotsarten liefern dir oft schlechte oder schwer interpretierbare Lernergebnisse

Das bedeutet nicht, dass diese Angebote nie funktionieren können. Sie sind nur häufig ungeeignet, wenn du mit begrenztem Budget herausfinden möchtest, ob ChatGPT Ads für dein Geschäft funktioniert.

„Unser Unternehmen“ ohne konkretes Angebot

Eine reine Imagebotschaft kann Reichweite erzeugen, aber sie beantwortet kaum die Frage, welche Geschäftssituation zu einem Kunden führt. Für einen ersten Performance-Test ist ein konkretes Produkt oder eine konkrete Dienstleistung deutlich aussagekräftiger.

Ein extrem günstiges Produkt ohne Wiederkaufswert

Wenn an einem einzelnen Verkauf nur wenige Euro Deckungsbeitrag hängen, brauchst du sehr viele Käufe, um Werbekosten zu tragen. Das kann funktionieren, wenn Wiederkäufe oder Warenkörbe hoch sind – ohne solche Effekte ist der Test aber schnell wirtschaftlich eng.

Ein Angebot, das der Nutzer nach dem Klick nicht sofort wiederfindet

Wenn die Anzeige „Onlinekurs für Excel-Anfänger“ verspricht, die Zielseite aber nur eine allgemeine Kursübersicht zeigt, entsteht unnötige Reibung. OpenAI empfiehlt ausdrücklich, auf die relevanteste Produkt-, Kollektions- oder Inhaltsseite zu verlinken statt standardmäßig auf die Startseite.

Zu viele unterschiedliche Angebote in einem kleinen Test

Wenn ein kleines Budget auf fünf Produkte, drei Zielgruppen und mehrere Handlungen verteilt wird, kann am Ende jede Variante zu wenig Daten haben. DEPT empfiehlt deshalb, Tests um ein priorisiertes Produkt, eine Zielgruppe oder ein Intent-Gebiet zu konzentrieren.

Angebot und Zielseite gehören zusammen

Ein gutes Werbeangebot kann durch die falsche Zielseite trotzdem scheitern

OpenAI empfiehlt, nicht pauschal auf die Startseite zu verlinken, sondern die relevanteste Produkt-, Kollektions- oder Inhaltsseite zu verwenden. Die Zielseite sollte das Versprechen der Anzeige fortführen und einen direkten Weg zur gewünschten Handlung bieten.

Produkt beworben? Dann zeige genau dieses Produkt

Der Nutzer sollte nach dem Klick nicht erst durch Navigation und Kategorien suchen müssen. Preis, wichtigste Eigenschaften, Verfügbarkeit und Handlung sollten auf der Zielseite leicht verständlich sein.

Dienstleistung beworben? Dann erkläre Ablauf und nächsten Schritt

Bei einer Dienstleistung braucht der Nutzer meist mehr Vertrauen. Zeige konkret, für wen die Leistung gedacht ist, wie sie abläuft und wie eine Anfrage oder Terminbuchung funktioniert.

Software beworben? Dann führe zum passenden Anwendungsfall

Eine allgemeine Software-Homepage kann zu breit sein. Eine Feature-, Preis- oder Produktseite kann besser passen, wenn sie genau das Problem weiterführt, das in der Anzeige angesprochen wurde.

Ein guter Klick ist nur der Anfang

Wenn Nutzer zwar klicken, aber die Seite verlassen, musst du unterscheiden: War das Angebot falsch, die Zielseite unklar oder die Erwartung aus der Anzeige eine andere? Genau deshalb solltest du Angebot und Landingpage als eine Einheit planen.

Preis allein entscheidet nicht

Günstig, teuer oder hochpreisig: Wichtiger ist der Weg bis zur Entscheidung

Ein häufiges Missverständnis lautet: „ChatGPT Ads sind nur für günstige Produkte geeignet.“ Die Daten geben das so nicht her. Entscheidend ist vielmehr, ob der Nutzer einen nachvollziehbaren nächsten Schritt machen kann und ob du den wirtschaftlichen Wert dieses Schritts messen kannst.

Niedriger Preis

Ein niedriger Preis senkt die Kaufhürde, aber gleichzeitig ist pro Verkauf weniger Geld vorhanden, um Werbekosten zu tragen. Ein 15-€-Produkt braucht deshalb entweder sehr günstige Akquisekosten, einen höheren Warenkorb oder spätere Wiederkäufe.

Mittlerer Preis

Hier kann der direkte Kauf besonders interessant sein, wenn der Nutzen schnell verständlich ist. Nutzer müssen genug Vertrauen haben, um zu kaufen, brauchen aber keinen mehrwöchigen Vertriebsprozess.

Hoher Preis

Bei hochpreisigen Produkten und Dienstleistungen ist der Anzeigenklick häufiger der Beginn der Entscheidung statt das Ende. Dann sollte die Kampagne eine Demo, Beratung oder andere qualifizierende Handlung auslösen.

Langer Verkaufsprozess

Je länger der Sales Cycle, desto weniger aussagekräftig sind kurzfristige ROAS- oder Leadzahlen. Du brauchst dann sauberes CRM-Tracking und musst verfolgen, welche Leads Wochen später wirklich Umsatz erzeugen.

Dein 10-Minuten-Angebotscheck

Wenn du mehrere Angebote hast, bewerte sie mit diesen sechs Fragen

Du brauchst keine mathematisch perfekte Punktzahl. Der Check hilft dir, das Angebot zu finden, bei dem du mit kleinem Budget die klarste Antwort bekommst.

1. Ist die Gesprächssituation konkret?

Kannst du beschreiben, was der Nutzer gerade versucht, vergleicht oder lösen möchte – ohne nur dein Produkt zu nennen?

2. Ist das Angebot sofort verständlich?

Versteht ein Außenstehender in wenigen Sekunden, was er bekommt, für wen es gedacht ist und welchen Nutzen es hat?

3. Ist der nächste Schritt eindeutig?

Kann der Nutzer kaufen, buchen, testen, eine Demo anfordern oder eine andere klar messbare Handlung durchführen?

4. Passt die Zielseite exakt zum Angebot?

Oder landet der Nutzer nur auf einer allgemeinen Startseite und muss selbst herausfinden, wo es weitergeht?

5. Ist ein Ergebnis wirtschaftlich genug?

Weißt du zumindest grob, was ein Verkauf, Lead oder Termin wert ist und wie viel du dafür maximal ausgeben kannst?

6. Ist das Angebot richtlinienkonform?

Passt nicht nur die Produktkategorie, sondern auch Anzeige, Behauptungen, Bilder und die komplette Zielseite zu den aktuellen OpenAI-Regeln?

Die beste erste ChatGPT-Ad bewirbt nicht möglichst viel – sondern beantwortet eine klare Geschäftsfrage

Für den Start würde ich das Angebot wählen, bei dem du Problem, Nutzer, nächsten Schritt und wirtschaftlichen Wert am klarsten beschreiben kannst. Ein direkt kaufbares Produkt ist dafür oft praktisch, aber nicht zwingend. Auch B2B-Software und Dienstleistungen können sehr gut passen, wenn eine Demo, Testversion oder qualifizierte Anfrage der richtige Zwischenschritt ist.

Entscheidend ist, dass du nach dem Test sagen kannst: „Menschen in dieser konkreten Situation haben auf genau dieses Angebot reagiert – und daraus ist diese Art von Ergebnis entstanden.“ Wenn du das nicht messen kannst, war die Kampagne zu breit oder das Angebot zu unscharf.

Im ChatGPT-Ads-Bereich weiterarbeiten

Diese Seiten helfen dir, deine Auswahl vor dem Start weiter zu prüfen

Die folgenden internen Seiten vertiefen genau die Fragen, die vor der Angebotsauswahl bereits geklärt sein sollten.

Wer sieht deine ChatGPT Anzeigen?

Prüfe, welche Nutzer tatsächlich werbefähig sind und warum deine reale Reichweite kleiner sein kann als die gesamte ChatGPT-Nutzung.

Reichweite verstehen →

ChatGPT Ads in Deutschland

Hier findest du den deutschen Zugang, europäische Besonderheiten, Budgetwerte und praktische Hinweise zum Start in Deutschland.

Deutschland-Seite öffnen →

ChatGPT Ads Manager verstehen

Wenn dein Angebot feststeht, hilft dir der Ads-Manager-Guide dabei zu verstehen, wo Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen und Budgets später zusammenlaufen.

Ads Manager ansehen →

Wenn du die Kampagne direkt vorbereiten willst

Vom Angebot zur konkreten Kampagnenplanung

Wenn du nicht nur entscheiden möchtest, was du bewirbst, sondern daraus direkt Kampagnenidee, Anzeigentext und Umsetzung entwickeln willst, passen diese beiden Ressourcen.

ChatGPT-Ads-Leitfaden: So präsentierst du dein Produkt in ChatGPT

Der Leitfaden hilft dir, dein Angebot in konkrete Kundensituationen zu übersetzen, passende Botschaften zu entwickeln und die Kampagne strategisch vorzubereiten. Das ist besonders nützlich, wenn du mehrere Produkte oder Leistungen hast und noch nicht weißt, womit du beginnen solltest.

ChatGPT-Ads-Leitfaden ansehen →

ChatGPT Ads Praxisguide: Ads Manager, Plugin & erste Kampagne

Der Praxisguide zeigt dir mit mehr als 70 eigenen Screenshots, wie du die gewählte Strategie anschließend im Ads Manager umsetzt und deine erste Kampagne praktisch vorbereitest.

Praxisguide ansehen →

Häufige Fragen

Was solltest du mit ChatGPT Ads bewerben? Die wichtigsten Antworten

Welche Produkte eignen sich besonders gut für ChatGPT Ads?

Besonders gut testbar sind Angebote, die zu einer klaren Gesprächssituation passen und nach dem Klick einen eindeutigen nächsten Schritt ermöglichen. Das können Ecommerce-Produkte, digitale Produkte, lokale Dienstleistungen, Software-Testversionen oder auch B2B-Angebote mit Demo oder qualifizierter Anfrage sein.

Muss mein Produkt günstig sein, damit ChatGPT Ads funktionieren?

Nein. Ein günstiger Preis kann die Kaufhürde senken, ist aber keine Voraussetzung. Hochpreisige Angebote können ebenfalls funktionieren, wenn du statt des direkten Abschlusses einen passenden Zwischenschritt wie eine Demo, Beratung oder qualifizierte Anfrage bewirbst und später die Leadqualität misst.

Sollte ich meinen Bestseller als Erstes bewerben?

Nicht automatisch. Ein Bestseller ist nur dann ein gutes Startangebot, wenn er zu klaren Gesprächssituationen passt, eine passende Zielseite besitzt und du den Erfolg sauber messen kannst. Ein weniger umsatzstarkes, aber klarer erklärbares Angebot kann für den ersten Test wesentlich lehrreicher sein.

Kann ich Dienstleistungen mit ChatGPT Ads bewerben?

Ja, sofern die Dienstleistung nach den aktuellen Werberichtlinien zulässig ist. Besonders sinnvoll sind Leistungen, bei denen ein konkretes Problem oder ein klarer Anlass besteht und Nutzer anschließend direkt eine Anfrage, Terminbuchung oder Beratung starten können.

Sind B2B-Angebote für ChatGPT Ads geeignet?

Ja. Aktuelle Fallstudien zeigen, dass B2B-Software und professionelle Dienstleistungen Leads und Pipeline erzeugen können. Das Volumen kann geringer sein als bei etablierten Suchkanälen, aber einzelne Leads können deutlich wertvoller sein. Wichtig ist, nicht nur den Leadpreis, sondern die spätere Leadqualität und tatsächliche Kundenabschlüsse zu verfolgen.

Sollte ich auf meine Startseite oder direkt auf das Produkt verlinken?

OpenAI empfiehlt, die relevanteste Zielseite zu verwenden. Wenn du ein bestimmtes Produkt oder eine konkrete Leistung bewirbst, sollte die Zielseite genau dieses Angebot weiterführen. Eine allgemeine Startseite erzeugt oft unnötige Sucharbeit für den Nutzer.

Welche Angebote sind bei ChatGPT Ads nicht erlaubt?

OpenAI schließt verschiedene sensible, regulierte oder markenunsichere Kategorien aus beziehungsweise verlangt in bestimmten Bereichen eine besondere Freigabe. Dazu gehören unter anderem politische Werbung, Glücksspiel, Alkohol und Drogen, Waffen und Inhalte für Erwachsene. Da sich Richtlinien ändern können und einzelne Märkte unterschiedliche Freigaben haben, solltest du die aktuelle OpenAI-Werberichtlinie vor dem Start prüfen.

Quellen & Recherche

Offizielle Regeln, Marktdaten und konkrete Kampagnenergebnisse

Die Auswahlkriterien auf dieser Seite basieren nicht nur auf OpenAIs Produktdokumentation. Ich habe offizielle Werberichtlinien und Best Practices mit marktweiten Daten von Graphite/Similarweb sowie realen B2B- und Ecommerce-Kampagnen verglichen. Fallstudien zeigen Beispiele und keine garantierten Ergebnisse für andere Unternehmen.