Das Keyword legst du selbst fest
Beispiel: Du hinterlegst in deiner Kampagne das Keyword „yogamatte rutschfest“. Das ist dein Werbe-Target – also der Begriff, auf den du bietest.
Du hast ein Keyword ausgewählt – zum Beispiel „yogamatte rutschfest“. Jetzt fragt Amazon dich nach Broad, Phrase oder Exact. Damit legst du fest, wie stark die tatsächliche Suchanfrage eines Käufers von deinem hinterlegten Keyword abweichen darf.
Broad gibt Amazon mehr Spielraum und kann neue Suchbegriffe finden. Phrase grenzt die Suche stärker ein. Exact ist am restriktivsten und eignet sich besonders für Begriffe, die du gezielter steuern möchtest. Auf dieser Seite lernst du zuerst den Unterschied – und danach, wie du die drei Varianten praktisch zusammen nutzt.
Von Luisa Luer – SEA-Expertin seit 2014
Viele Anfänger verwechseln genau diese drei Dinge. Wenn du den Unterschied verstanden hast, werden Broad, Phrase und Exact deutlich einfacher.
Beispiel: Du hinterlegst in deiner Kampagne das Keyword „yogamatte rutschfest“. Das ist dein Werbe-Target – also der Begriff, auf den du bietest.
Ein Käufer sucht zum Beispiel nach „rutschfeste yogamatte für anfänger“. Das ist die tatsächliche Suchanfrage. Sie kann von deinem hinterlegten Keyword abweichen.
Broad, Phrase und Exact sagen Amazon vereinfacht: Wie ähnlich muss die Suchanfrage des Käufers meinem Keyword sein, damit meine Anzeige ausgespielt werden darf?
Du kannst „yogamatte rutschfest“ zum Beispiel einmal als Broad, einmal als Phrase und einmal als Exact hinterlegen. Amazon empfiehlt ausdrücklich, alle drei Match Types zu testen und ihre Leistung getrennt zu beobachten.
Je weiter du Amazon Spielraum gibst, desto mehr mögliche Suchanfragen können erreicht werden – aber desto wichtiger wird die Kontrolle im Suchbegriffbericht.
Broad bietet die größte Reichweite. Die Wörter können in anderer Reihenfolge vorkommen. Amazon kann außerdem Singular, Plural, Varianten, Synonyme und verwandte Begriffe einbeziehen. Laut Amazon muss dein hinterlegtes Keyword nicht einmal wörtlich in der Suchanfrage vorkommen.
Phrase ist enger als Broad. Die Bestandteile deines Keywords müssen laut Amazon in derselben Reihenfolge in der Suchanfrage enthalten sein. Zusätzliche Wörter davor oder danach sind möglich. Pluralformen werden ebenfalls einbezogen.
Exact ist der restriktivste Match Type. Amazon beschreibt ihn als Wort-für-Wort-Abgleich in derselben Reihenfolge; Pluralformen sind eingeschlossen. Dadurch erhältst du weniger Reichweite, aber stärkere Kontrolle über sehr konkrete Keywords.
Broad ist nicht automatisch schlechter und Exact nicht automatisch besser. Sie lösen unterschiedliche Aufgaben.
| Match Type | Amazon hat ... | Gut geeignet für | Risiko | Was du prüfen musst |
|---|---|---|---|---|
| Broad | den größten Spielraum | neue Suchbegriffe, Reichweite, Research | mehr unpassende Suchanfragen möglich | Suchbegriffbericht besonders regelmäßig |
| Phrase | mittleren Spielraum | Longtails und kontrollierteres Research | kann weiterhin Varianten und Erweiterungen auslösen | welche längeren Suchanfragen tatsächlich verkaufen |
| Exact | den geringsten Spielraum | bekannte, relevante und bestätigte Keywords | weniger Reichweite und Daten | ob CPC, Conversion und ACoS wirtschaftlich bleiben |
Broad, Phrase und Exact gehören zum manuellen Keyword-Targeting. Wenn du auf der vorherigen Seite gelernt hast, was „manuell“ bedeutet, ist dies jetzt der nächste Schritt.
Im Kampagnen-Builder wählst du bei Sponsored Products „Manuelles Targeting“.
Jetzt entscheidest du dich für Suchbegriffe statt für Product Targeting.
Trage relevante Begriffe ein, die wirklich zu Produkt und Suchintention passen.
Lege fest, ob ein Keyword Broad, Phrase oder Exact laufen soll und mit welchem Gebot du es testest.
Auf „Automatisch oder manuell?“ entscheidest du zuerst, ob Amazon mögliche Werbeziele für dich auswählt oder ob du sie selbst vorgibst. Broad, Phrase und Exact werden erst relevant, wenn du selbst mit Keywords arbeitest.
Eine häufige Arbeitsweise ist: breiter testen, echte Suchanfragen auswerten und bestätigte Gewinner anschließend enger steuern. Amazon beschreibt genau diesen Grundgedanken ebenfalls in seinen Keyword-Empfehlungen.
Beispiel: „yogamatte“ oder „yogamatte rutschfest“.
Amazon zeigt dir, welche echten Kundenanfragen Klicks ausgelöst haben.
Nicht nur Klicks zählen – Conversion, Umsatz und ACoS mitprüfen.
Ein bestätigter Suchbegriff kann gezielt als eigenes Exact-Keyword getestet werden.
Jetzt kannst du diesen Begriff unabhängig von breiteren Tests beobachten.
Breitere Match Types können weiterhin neue Suchvarianten finden. Ein Exact-Keyword dient dagegen vor allem dazu, einen bereits bekannten Begriff gezielter zu steuern. Ob du Überschneidungen später mit negativen Keywords begrenzen möchtest, ist eine separate Entscheidung und Thema von Schritt 10.
Amazon beschreibt Exact als den restriktivsten Match Type. In der offiziellen Sponsored-Products-Erklärung werden dieselben Wörter in derselben Reihenfolge sowie Pluralformen genannt. Andere aktuelle Amazon-Seiten sprechen zusätzlich von sehr nahen Varianten. Deshalb solltest du auch Exact immer anhand des tatsächlichen Suchbegriffberichts kontrollieren.
Verlasse dich nicht darauf, dass jede einzelne tatsächliche Suchanfrage exakt so aussieht wie dein hinterlegtes Keyword. Prüfe die ausgelösten Suchbegriffe.
Amazon nennt Pluralformen ausdrücklich als Bestandteil der Exact- und Phrase-Logik.
Dort siehst du, welche reale Kundenanfrage hinter Klick, Bestellung und Werbekosten stand.
Amazon empfiehlt beim manuellen Bieten grundsätzlich das höchste Gebot für Exact, ein niedrigeres für Phrase und das niedrigste für Broad. Das ist eine Amazon-Empfehlung – kein universeller Profitabilitätswert.
Weil Amazon hier den größten Spielraum hat, schützt ein vorsichtigeres Gebot dein Budget während der Suchbegriffs-Discovery.
Phrase ist stärker eingegrenzt als Broad und kann deshalb etwas gezielter geboten werden, wenn Relevanz und Daten passen.
Wenn ein Suchbegriff bereits verkauft und wirtschaftlich funktioniert, kann ein höheres Exact-Gebot sinnvoll sein. Entscheidend bleiben CPC, Conversion und Ziel-ACoS.
Exact allein macht ein Keyword nicht profitabel. Ein Exact-Keyword mit schlechtem Listing, hoher Konkurrenz oder schwacher Conversion kann genauso Geld verbrennen. Match Type und Gebot müssen immer zusammen mit deinen Leistungsdaten bewertet werden.
Der richtige Match Type hängt weniger von „Anfänger oder Profi“ ab als davon, was du bereits über dein Keyword weißt.
Broad kann neue Suchbegriffe liefern. Phrase eignet sich für eine etwas engere Suche. Relevante Kernkeywords kannst du trotzdem bereits Exact testen, wenn du sie aus Recherche oder anderen Daten gut kennst.
Prüfe, welche tatsächlichen Kundenanfragen verkauft haben. Gute Begriffe kannst du als Exact ergänzen und dadurch separat beobachten.
Exact kann bei bestätigten Keywords stärkeres Gewicht bekommen. Broad und Phrase können parallel weiterlaufen, wenn du weiterhin neue Suchvarianten finden möchtest.
Der Match Type allein rettet keine Kampagne. Häufig entstehen Probleme durch falsche Erwartungen und fehlende Auswertung.
Exact bietet mehr Kontrolle, aber ein irrelevantes oder zu teures Keyword bleibt auch als Exact schlecht.
Broad liefert nur dann wertvolle Erkenntnisse, wenn du die realen Kundenanfragen später auswertest.
Dein hinterlegtes Keyword ist nicht automatisch das, was der Käufer tatsächlich eingegeben hat.
Breitere Ausspielung und gezielte Gewinner haben unterschiedliche Aufgaben. Das darf sich in deiner Gebotslogik widerspiegeln.
Ein Suchbegriff, der in Broad verkauft hat, muss als Exact nicht automatisch genauso funktionieren. Prüfe ihn erneut.
Ein vorschneller Ausschluss kann relevante Reichweite abschneiden. Schritt 10 behandelt negative Keywords deshalb separat.
Seller diskutieren regelmäßig, ob erfolgreiche Konten langfristig fast nur noch aus Exact bestehen sollten. Die Erfahrungsberichte zeigen eher: Exact kann Gewinner tragen, während Broad und Phrase weiterhin neue Suchbegriffe liefern.
Ein Seller fragte, ob das Endziel hauptsächlich Exact-Kampagnen seien. Die Diskussion zeigt den typischen Gedanken: bestätigte Keywords in Exact konzentrieren, breitere Match Types aber mit kontrolliertem Budget weiterlaufen lassen, um neue Suchbegriffe zu finden.
Verkäufer arbeiten teilweise mit separaten Broad-, Phrase- und Exact-Kampagnen, weil Gebote und Budgets dadurch leichter getrennt ausgewertet werden können. Das ist eine Strukturentscheidung, keine Amazon-Pflicht.
Aktuelle Seller-Berichte warnen davor, „Negative Exact“ als millimetergenaue Sperre eines einzigen Suchbegriffs zu verstehen. Das vertiefen wir bewusst erst auf der Seite zu negativen Keywords.
Ob du Match Types in getrennten Kampagnen oder gemeinsam strukturierst, hängt unter anderem von Budget, Anzahl der Keywords, Datenmenge und gewünschter Steuerung ab. Entscheidend ist, dass du später noch nachvollziehen kannst, wo Kosten und Verkäufe entstanden sind.
Auch Autoren können Keyword-Targeting verwenden. Amazon empfiehlt für Bücher eine Mischung aus breiteren und spezifischeren Begriffen – etwa Genre, Themen, ähnliche Autoren oder andere relevante Begriffe rund um das Buch.
Breitere Begriffe können zeigen, welche Suchanfragen Leser tatsächlich nutzen. Gerade bei Genres und Themen entstehen dadurch neue Ideen.
Wenn ein konkreter Suchbegriff Verkäufe beziehungsweise gelesene Seiten oder wirtschaftlich sinnvolle Ergebnisse bringt, kannst du ihn gezielter als Exact weiterführen.
Schritt 9 behandelt Product Targeting. Danach geht es in Schritt 10 um negative Keywords und damit um die Frage, welche Suchanfragen oder Targets du bewusst ausschließen solltest.
Im Amazon Ads Praxisleitfaden bekommst du den kompletten Arbeitsablauf für Research- und Performance-Kampagnen: Broad, Phrase, Exact, Suchbegriffauswertung, manuelle Gebotssteuerung, ACoS, Break-even, Tracking und Skalierung – auf über 100 Seiten und für Seller sowie KDP.
Der Lernweg führt dich von Keyword-Recherche, Amazon SEO, Listing-Optimierung und Helium 10 bis zu Amazon Ads, Targeting, Geboten, Kennzahlen, Optimierung und Skalierung. Die aktuelle Seite ist gelb markiert.
Hier legst du die Grundlage für Relevanz, organische Sichtbarkeit und eine starke Produktdetailseite.
Hier beginnt der bezahlte Teil des Lernwegs: zuerst Amazon Ads verstehen, danach Sponsored Products, automatische und manuelle Kampagnen sowie Keyword- und Product-Targeting.
Sobald Kampagnen laufen, brauchst du eine klare Struktur und musst wissen, wie Gebote, Placements und Leistungsdaten zusammenhängen.
ACoS, Break-even, Suchbegriffe und TACoS helfen dir, aus Daten konkrete Optimierungsentscheidungen abzuleiten.
Stabile Gewinner kannst du anschließend kontrolliert ausbauen, ohne Wirtschaftlichkeit und Überblick zu verlieren.
Die drei Match Types bestimmen, wie stark die tatsächliche Suchanfrage eines Käufers von deinem hinterlegten Keyword abweichen darf. Broad gibt Amazon den größten Spielraum, Phrase grenzt stärker ein und Exact ist am restriktivsten.
Das Keyword legst du in deiner Kampagne selbst fest. Der Suchbegriff ist die tatsächliche Eingabe des Käufers auf Amazon. Je nach Match Type können beide unterschiedlich sein.
Nein. Exact gibt dir mehr Kontrolle und eignet sich besonders für bekannte, relevante Keywords. Broad kann dagegen neue Suchbegriffe entdecken. Beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben und können parallel sinnvoll sein.
Ja. Amazon empfiehlt, alle drei Match Types zu testen und ihre Leistung getrennt zu beobachten. So kannst du Reichweite, Suchbegriffs-Discovery und gezieltere Steuerung miteinander verbinden.
Ein Suchbegriff ist ein guter Kandidat, wenn er inhaltlich relevant ist und deine Daten zeigen, dass Klicks, Verkäufe und Werbekosten zu deinen wirtschaftlichen Zielen passen. Eine einzelne Bestellung allein ist noch keine allgemeingültige Übernahmeregel.
Amazon empfiehlt beim manuellen Bieten grundsätzlich das höchste Gebot für Exact, ein niedrigeres für Phrase und das niedrigste für Broad. Deine tatsächlichen Gebote sollten trotzdem anhand von CPC, Conversion und Ziel-ACoS angepasst werden.
Amazon-Quellen liefern die aktuelle Match-Type-Logik und Plattformempfehlungen. Seller-Beiträge zeigen zusätzliche Arbeitsweisen aus realen Accounts, sind aber keine allgemeingültigen Performance-Regeln.
Amazon kann Match-Type-Logik, Targeting-Optionen, Gebotsstrategien, Berichte und Werberichtlinien verändern. Beispiele dienen der Erklärung und sind keine Garantie für Ausspielung oder Profitabilität. Prüfe immer den tatsächlichen Suchbegriffbericht und deine eigenen Leistungsdaten. Seller-Erfahrungen sind Einzelfälle und müssen mit deinen eigenen Kampagnendaten geprüft werden.