Einzelne ASIN auswählen
Du kannst ein bestimmtes Produkt als Target hinterlegen – zum Beispiel eine konkrete Yogamatte eines Wettbewerbers.
Du willst nicht nur auf Keywords bieten, sondern deine Anzeige auch dort zeigen, wo Käufer bereits ähnliche Produkte ansehen? Genau dafür gibt es Product Targeting. Statt einen Suchbegriff auszuwählen, bestimmst du konkrete Produkte, ASINs oder Kategorien, bei denen deine Anzeige erscheinen kann.
Auf dieser Seite lernst du von Anfang an, was eine ASIN ist, wie sich Product Targeting von Keyword-Targeting unterscheidet, welche Konkurrenzprodukte du auswählen solltest und wie du aus automatischen Kampagnen neue ASIN-Targets findest.
Von Luisa Luer – SEA-Expertin seit 2014
Product Targeting ist eine Form des manuellen Targetings bei Sponsored Products. Du sagst Amazon nicht nur „zeige meine Anzeige bei diesem Keyword“, sondern zum Beispiel „zeige meine Anzeige bei diesem konkreten Produkt oder in dieser Kategorie“.
Du kannst ein bestimmtes Produkt als Target hinterlegen – zum Beispiel eine konkrete Yogamatte eines Wettbewerbers.
Statt einzelne Produkte auszuwählen, kannst du eine passende Kategorie targeten und sie anschließend weiter eingrenzen.
Amazon erlaubt bei Kategorie-Targeting zusätzliche Filter, zum Beispiel nach Marke, Preisspanne, Sternebewertung oder Prime-Berechtigung.
Bei Product Targeting kann deine Sponsored-Products-Anzeige unter anderem auf Produktdetailseiten des anvisierten Produkts und auf passenden Suchergebnisseiten erscheinen. Die konkrete Ausspielung bestimmt Amazon anhand Auktion und Relevanz.
Beide Varianten sind manuelles Targeting. Der Unterschied liegt darin, was du Amazon als Werbeziel vorgibst.
Du wählst Suchbegriffe aus, zum Beispiel „yogamatte rutschfest“. Amazon versucht deine Anzeige mit passenden Einkaufsanfragen der Nutzer abzugleichen.
Du wählst konkrete Produkte, ASINs oder Kategorien aus. Deine Anzeige kann dann in passenden Produkt- und Suchumfeldern erscheinen.
Keyword-Targeting und Product Targeting können parallel eingesetzt werden. Entscheidend ist, dass du später erkennen kannst, welcher Targeting-Typ Klicks, Verkäufe und Werbekosten verursacht.
ASIN steht für „Amazon Standard Identification Number“. Sie identifiziert ein Produkt beziehungsweise eine Produktdetailseite bei Amazon. Genau diese ASIN kannst du beim Product Targeting als konkretes Werbeziel verwenden.
Auf der Amazon-Produktseite findest du sie in den Produktinformationen. Bei vielen Produkten steckt sie außerdem direkt in der URL.
Wenn du genau ein bestimmtes Konkurrenzprodukt targeten willst, kannst du dessen ASIN als Ziel auswählen.
Ein Keyword beschreibt eine Suche. Eine ASIN bezeichnet ein konkretes Produkt. Beides kann in Sponsored Products genutzt werden, aber auf unterschiedliche Weise.
Für Product Targeting brauchst du eine Sponsored-Products-Kampagne mit manuellem Targeting. Danach wählst du nicht „Keyword-Targeting“, sondern „Produkt-Targeting“.
Öffne den Kampagnen-Builder und starte eine Sponsored-Products-Kampagne.
Product Targeting gehört zum manuellen Targeting. Amazon wählt die Targets hier nicht vollständig für dich aus.
Jetzt entscheidest du dich für Produkte und Kategorien statt für Keyword-Targeting.
Wähle einzelne Produkte oder Kategorien aus und lege fest, wie viel du maximal für einen Klick bieten möchtest.
Im Amazon Ads Praxisleitfaden verbindest du Keyword-Targeting, Product Targeting, Research- und Performance-Kampagnen, Gebote, ACoS und Suchbegriffberichte zu einem vollständigen Arbeitsablauf.
Amazon Ads Praxisleitfaden ansehenDu musst nicht blind hunderte ASINs sammeln. Amazon nennt drei besonders naheliegende Ausgangspunkte: Daten aus automatischen Kampagnen, vorgeschlagene Targets und Kategorie-Targeting.
Im Suchbegriffbericht automatischer Kampagnen können konkrete ASINs auftauchen, die Klicks oder Conversions ausgelöst haben. Solche Produkte kannst du anschließend gezielt in eine Product-Targeting-Kampagne übernehmen.
Beim Erstellen einer Product-Targeting-Kampagne zeigt Amazon vorgeschlagene Produkte an. Diese Empfehlungen basieren unter anderem auf dem Einkaufsverhalten rund um dein beworbenes Produkt.
Du kannst zunächst eine passende Kategorie ansprechen. Im Bericht siehst du anschließend, welche einzelnen ASINs innerhalb dieser Kategorie tatsächlich Klicks oder Verkäufe gebracht haben.
Amazon liefert dir mögliche Targets. Ob ein Produkt für dich wirtschaftlich funktioniert, zeigen erst deine eigenen Klick-, Conversion- und ACoS-Daten.
Bei Konkurrenz-Targeting landet deine Anzeige in einem Umfeld, in dem der Käufer bereits ein anderes Produkt betrachtet. Deine Produktseite muss deshalb im direkten Vergleich bestehen können.
Targete eher Produkte, die denselben Einsatzzweck haben. Eine Gymnastikmatte für Kinder ist nicht automatisch ein sinnvoller Wettbewerber für eine Yoga-Matte für Erwachsene.
Wenn dein Produkt 29,90 € kostet und das Konkurrenzprodukt 9,99 €, muss dein Listing einen sehr klaren Mehrwert zeigen. Sonst bezahlst du möglicherweise für viele Vergleichsklicks ohne Kauf.
Seller berichten häufig, dass Konkurrenz-Targeting schlechter konvertiert, wenn das eigene Listing im direkten Vergleich bei Hauptbild, Bewertungen oder Angebot deutlich schwächer wirkt. Das ist ein Praxisindikator, keine Garantie.
Wenn deine Matte dicker, leichter, günstiger oder mit Zubehör ausgestattet ist, sollte dieser Unterschied auf der Produktseite schnell erkennbar sein.
Wenn Nutzer auf deine Anzeige klicken, anschließend aber ein deutlich überzeugenderes Konkurrenzangebot sehen, kann die Kampagne trotz passender ASINs unwirtschaftlich werden. Prüfe deshalb vor dem Skalieren immer Listing, Preis, Bewertungen und Conversion.
Mit Kategorie-Targeting musst du nicht jedes Produkt einzeln auswählen. Du erreichst eine größere Produktgruppe und kannst diese anschließend mit Filtern eingrenzen.
Wenn du nur Produkte bestimmter Marken erreichen möchtest, kannst du Kategorien entsprechend verfeinern.
Amazon nennt unter anderem Preisspanne und Sternebewertungen als mögliche Verfeinerungen.
Aus den Berichten kannst du später einzelne ASINs erkennen, die besonders relevante Klicks oder Conversions liefern.
Amazon empfiehlt breitere Kategorien und mehr ASINs eher für Reichweite und Bekanntheit. Wenn du stärker auf Conversion fokussierst, empfiehlt Amazon, Kategorie-Targeting enger einzusetzen und stärker mit einzelnen ASINs zu arbeiten.
Product Targeting kann je nach Ziel unterschiedlich eingesetzt werden. Amazon nennt unter anderem Markteroberung, Cross-Selling und Schutz der eigenen Marke beziehungsweise Produktumfelder.
Du wirbst bei Produkten, die dein Käufer wahrscheinlich ebenfalls in Betracht zieht. Das funktioniert besonders dann, wenn dein Angebot im direkten Vergleich konkurrenzfähig ist.
Du kannst eigene Produktdetailseiten bewusst mit weiteren passenden Produkten aus deinem Sortiment besetzen und damit Cross-Selling beziehungsweise Markenverteidigung unterstützen.
Bei Cross-Selling targetest du Produkte, die zu deinem Angebot passen – zum Beispiel Yoga-Blöcke oder Gurte, wenn dein Produkt eine Yogamatte ist.
Amazon nennt Product Targeting auch als Option für ausländische Marktplätze, wenn du bei der ersten Recherche nicht nur auf übersetzte Keywords angewiesen sein möchtest.
Sobald die Kampagne Daten sammelt, musst du unterscheiden: Welche Targets bringen nur Traffic und welche führen zu wirtschaftlich sinnvollen Verkäufen?
| Was du siehst | Mögliche Bedeutung | Was du als Nächstes prüfst | Mögliche Aktion |
|---|---|---|---|
| Impressions, kaum Klicks | Target wird erreicht, Anzeige überzeugt im Umfeld aber wenig | Hauptbild, Preis, Bewertungen, Produktfit | Target oder Gebot prüfen; Listingvergleich ansehen |
| Klicks, keine Verkäufe | Interesse ist vorhanden, aber Käufer entscheiden sich nicht für dein Angebot | Conversion, Preis, Listing, direkte Vergleichbarkeit | nicht automatisch sofort pausieren; erst genügend Daten und Wirtschaftlichkeit prüfen |
| Verkäufe, hoher ACoS | Target kann verkaufen, ist aktuell aber teuer | CPC, Conversion, Break-even-ACoS, Gebot | Gebot reduzieren oder Target enger steuern |
| Verkäufe, ACoS im Ziel | Target ist ein Kandidat für gezieltere Steuerung | Datenmenge und Stabilität | separat beobachten und kontrolliert ausbauen |
Ein Target mit drei Klicks ist selten belastbar bewertet. Eine pauschale Grenze wie „nach X Klicks immer pausieren“ ignoriert aber Preis, Conversion, Marge, Tantieme und CPC. Nutze deshalb deine wirtschaftlichen Kennzahlen statt einer universellen Zahl.
Für den Start brauchst du keine riesige Liste. Ein überschaubarer Test ist leichter zu kontrollieren und liefert dir klarere Daten.
Starte mit ähnlichen Konkurrenzprodukten, Amazon-Vorschlägen oder ASINs aus Auto-Kampagnen.
Preis, Nutzen, Bewertungen, Bilder und Zielgruppe vergleichen.
Sponsored Products → Manuell → Produkt-Targeting.
Impressions, Klicks, Bestellungen, CPC und ACoS beobachten.
Starke ASINs separat weiterführen; schwache Targets prüfen oder reduzieren.
Gute Targets sind nicht einfach die größten Produkte deiner Kategorie. Entscheidend ist, ob der Käufer nach dem Klick einen plausiblen Grund hat, dein Angebot zu wählen.
Zu viele beliebige Targets machen es schwer, später zu erkennen, welche Produkte wirklich funktionieren.
Nur weil zwei Produkte in derselben Kategorie stehen, haben sie noch nicht dieselbe Zielgruppe oder Kaufabsicht.
Prüfe vorab, was der Käufer sieht: Preis, Bewertungen, Hauptbild, Lieferumfang und Positionierung.
Breite Kategorien können Reichweite bringen, aber auch viele unpassende Produktumfelder erzeugen. Verfeinerungen helfen.
Ein Target kann Verkäufe bringen und trotzdem unwirtschaftlich sein. Prüfe Werbekosten und Break-even.
Hier konkurriert dein Angebot stärker im direkten Produktvergleich. Listing und Angebot sind deshalb besonders wichtig.
Aktuelle Community-Beiträge zeigen immer wieder denselben Praxispunkt: Product Targeting kann Bestellungen bringen, aber ein schlechter Vergleich zwischen deinem Listing und dem Zielprodukt kann die Conversion deutlich erschweren.
In einer aktuellen Diskussion berichten Seller, dass Konkurrenz-Targeting schlechter konvertieren kann, wenn das eigene Produkt gegenüber dem Zielprodukt bei Preis, Reviews oder Hauptbild deutlich schwächer wirkt.
Verkäufer berichten auch von einzelnen Konkurrenz-ASINs, die wiederholt Bestellungen liefern, obwohl das Volumen begrenzt bleibt. Mehr Budget allein erzeugt dann nicht automatisch mehr Reichweite.
Community-Berichte zeigen, dass Reichweite und Impressions bei Kategorien nicht dauerhaft stabil sein müssen. Beurteile deshalb nicht nur einen einzelnen Tag, sondern beobachte Entwicklung und Wirtschaftlichkeit über einen sinnvollen Zeitraum.
Solche Berichte helfen bei der Fehlersuche, ersetzen aber nicht deine eigenen Kampagnendaten. Besonders Aussagen über Ursachen von Performance-Schwankungen sind häufig nur Vermutungen einzelner Verkäufer.
Auch Autoren können Sponsored Products nutzen. Statt nur auf Suchbegriffe zu bieten, können passende Buch-ASINs als Produktziele interessant sein – zum Beispiel ähnliche Titel, Themen oder direkte Alternativen für dieselbe Leserschaft.
Ein Bestseller ist nicht automatisch ein gutes Target. Genre, Thema, Zielgruppe, Preis und Format sollten zum eigenen Buch passen.
Bei Büchern solltest du Werbekosten gegen deine tatsächliche Tantieme bewerten. Ein ACoS, der für einen physischen Seller funktioniert, kann für KDP zu hoch sein.
Schritt 10 behandelt negative Keywords und negatives Produkt-Targeting. Damit reduzierst du unpassende Suchanfragen und Produktumfelder, statt nur neue Targets hinzuzufügen.
Suchbegriffe, Produkte und Marken ausschließen, die nicht zu deiner Kampagne passen.
Noch unsicher, was manuelles Targeting bedeutet? Hier beginnt die Erklärung.
Wenn du statt Produkten Keywords targetest, brauchst du die drei Match Types.
Der Amazon Ads Praxisleitfaden verbindet Keyword-Recherche, Auto-, Broad-, Phrase-, Exact- und Product-Targeting mit Research- und Performance-Kampagnen, manueller Gebotssteuerung, ACoS, Break-even, Suchbegriffauswertung und Skalierung – auf über 100 Seiten und für Seller sowie KDP.
Der Lernweg führt dich von Keyword-Recherche, Amazon SEO, Listing-Optimierung und Helium 10 bis zu Amazon Ads, Targeting, Geboten, Kennzahlen, Optimierung und Skalierung. Die aktuelle Seite ist gelb markiert.
Hier legst du die Grundlage für Relevanz, organische Sichtbarkeit und eine starke Produktdetailseite.
Hier beginnt der bezahlte Teil des Lernwegs: zuerst Amazon Ads verstehen, danach Sponsored Products, automatische und manuelle Kampagnen sowie Keyword- und Product-Targeting.
Sobald Kampagnen laufen, brauchst du eine klare Struktur und musst wissen, wie Gebote, Placements und Leistungsdaten zusammenhängen.
ACoS, Break-even, Suchbegriffe und TACoS helfen dir, aus Daten konkrete Optimierungsentscheidungen abzuleiten.
Stabile Gewinner kannst du anschließend kontrolliert ausbauen, ohne Wirtschaftlichkeit und Überblick zu verlieren.
Product Targeting ist eine Form des manuellen Targetings bei Sponsored Products. Statt nur Keywords auszuwählen, kannst du konkrete Produkte, ASINs, Kategorien, Marken oder andere Produktmerkmale als Werbeziele verwenden.
ASIN steht für Amazon Standard Identification Number. Sie ist die eindeutige Produktkennung eines Artikels beziehungsweise einer Produktdetailseite auf Amazon und kann beim Product Targeting als konkretes Target verwendet werden.
Beim Keyword-Targeting wählst du Suchbegriffe aus. Beim Product Targeting wählst du konkrete Produkte oder Kategorien aus, in deren Umfeld deine Sponsored-Products-Anzeige erscheinen kann.
Du kannst passende Konkurrenzprodukte manuell recherchieren, Amazons vorgeschlagene Targets verwenden oder ASINs aus dem Suchbegriffbericht automatischer Kampagnen übernehmen, wenn diese bereits relevante Klicks oder Conversions erzeugt haben.
Nicht grundsätzlich. Kategorie-Targeting bietet mehr Reichweite und eignet sich gut zum Entdecken neuer Produktumfelder. Einzelne ASINs geben dir mehr Kontrolle und sind besonders interessant, wenn du bereits weißt, welche Produkte relevant sind.
Ja. Amazon nennt die Ausrichtung auf Wettbewerber ausdrücklich als mögliche Product-Targeting-Strategie. Ob sie für dich wirtschaftlich funktioniert, hängt unter anderem davon ab, wie gut dein Angebot im direkten Vergleich bei Preis, Listing, Bewertungen und Conversion abschneidet.
Amazon-Quellen liefern die aktuellen Targeting-Funktionen und Empfehlungen. Seller-Beiträge werden nur als Erfahrungswerte genutzt und nicht als allgemeingültige Regel dargestellt.
Amazon kann Product-Targeting-Optionen, Filter, Berichte, Platzierungen und Gebotsfunktionen verändern. Beispiele dienen der Erklärung und sind keine Garantie für Ausspielung, Klicks oder Profitabilität. Seller-Erfahrungen sind Einzelfälle und müssen mit deinen eigenen Kampagnendaten geprüft werden.