Amazon PartnerNet · Schritt 9

Amazon PartnerNet Regeln & Kennzeichnung: So bleiben deine Affiliate-Links sauber

Du hast dein PartnerNet eingerichtet und willst deine Amazon-Links jetzt auf deiner Website oder in Social Media einsetzen. Dann solltest du vorher wissen, wie du die Links kennzeichnest, was Amazon ausdrücklich verbietet und welche kleinen Fehler später richtig unangenehm werden können.

Hier bekommst du keine endlose Wiedergabe der Teilnahmebedingungen, sondern die Regeln, die du in der Praxis wirklich brauchst – mit konkreten Formulierungen und Beispielen.

Von Luisa Luer – Online-Marketing-Expertin seit 2014

Kennzeichnung richtig verstehen

Du brauchst zwei verschiedene Hinweise – nicht nur einen

Genau hier entsteht häufig Verwirrung. Amazon verlangt nicht einfach nur irgendwo im Footer einen Hinweis. Du musst den einzelnen Affiliate-Link bzw. den werblichen Inhalt kenntlich machen und zusätzlich deine Teilnahme am Amazon-Partnerprogramm offenlegen.

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Kennzeichnung am Affiliate-Link oder Inhalt

Amazon verlangt eine klare und auffällige Auskunft in der Nähe des Partnerlinks oder der Produktempfehlung. Amazon nennt als Beispiele unter anderem „(bezahlter Link)“, „#Anzeige“ und „#VerdientProvisionen“.

Auf einer deutschen Website würde ich es möglichst eindeutig halten: Anzeige / Affiliate-Link
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Amazon-Partner-Erklärung

Zusätzlich verlangt Amazon eine klar erkennbare Erklärung, dass du am Partnerprogramm teilnimmst. Für Social-Media-Inhalte soll diese Erklärung mit deinem Konto verbunden sein.

Vorgeschriebene Amazon-Formulierung: „Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.“
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Der Footer-Hinweis ersetzt nicht automatisch die Kennzeichnung direkt am Link

Amazon fordert, dass die Auskunft zum Partnerlink auffällig und in dessen Nähe steht. Die Medienanstalten verlangen bei Affiliate-Links ebenfalls, dass der Werbecharakter klar erkennbar ist. Ein versteckter Hinweis irgendwo im Impressum oder am Seitenende ist dafür keine gute Lösung.

Website & Social Media

Wie kennzeichnest du Amazon-Partnerlinks konkret?

Website direkt bei der Empfehlung
Klare Variante „Anzeige / Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link kaufst, erhalte ich eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.“
Instagram / TikTok sichtbar beim werblichen Inhalt
Nicht zwischen vielen Hashtags verstecken Der Werbehinweis sollte sofort erkennbar sein. Amazon nennt beispielsweise #Anzeige; zusätzlich gelten die Kennzeichnungsregeln der jeweiligen Plattform.
YouTube Video + Beschreibung
Werbung klar kenntlich machen Bei werblichen Videos bzw. Affiliate-Links sollte der kommerzielle Charakter für Zuschauer klar erkennbar sein. Die Medienanstalten nennen „Werbung“ oder „Anzeige“ als eindeutige Begriffe.

Warum ich „Anzeige“ oder „Werbung“ lieber mag als kryptische Abkürzungen

Amazon nennt mehrere mögliche Beispiele. Für deutsche Nutzer ist eine klare Kennzeichnung wie „Anzeige“ oder „Werbung“ aber besonders leicht verständlich. Auch die Medienanstalten warnen davor, Werbung nur mit schwer verständlichen Abkürzungen oder fremdsprachigen Umschreibungen zu kennzeichnen.

Schnellcheck

Was ist erlaubt, was ist heikel und was solltest du lassen?

Das ist der richtige Weg
  • echte eigene Inhalte mit erkennbarem Mehrwert
  • Partnerlink klar als Werbung / Affiliate-Link kennzeichnen
  • Amazon-Partner-Erklärung sichtbar hinterlegen
  • nur eigene, im Konto angegebene Seiten und Kanäle nutzen
  • Tracking-IDs sauber zur Auswertung einsetzen
Hier genau prüfen
  • neue Social-Media-Kanäle vor Nutzung in die Seitenliste aufnehmen
  • Pinterest oder andere nicht klar gelistete Plattformen separat prüfen
  • Amazon-Bilder, Preise und Rezensionen nur regelkonform verwenden
  • Markenbegriffe und Amazon-Logos nicht einfach frei übernehmen
  • bei Vergleichen Kriterien transparent machen
Das solltest du nicht tun
  • über eigene Partnerlinks einkaufen
  • Freunde oder Familie zum Kauf über deine Links auffordern
  • Belohnungen oder Rabatte für die Nutzung deines Links anbieten
  • Partnerlinks in E-Mails, PDFs oder E-Books setzen
  • Nutzer automatisch zu Amazon weiterleiten
Die wichtigsten Verbote

Diese Amazon-PartnerNet-Regeln solltest du wirklich kennen

Eigenkäufe
Nicht machen Produkte über deinen eigenen Partnerlink bestellen – egal ob privat, für Kunden oder zur gewerblichen Nutzung.
Stattdessen Deinen normalen Amazon-Zugang ohne eigenen Partnerlink verwenden. Das PartnerNet ist kein persönliches Rabattprogramm.
Freunde & Familie
Nicht machen Freunde, Verwandte oder Partner auffordern, bewusst über deine Links einzukaufen.
Stattdessen Links für echte Empfehlungen an dein Publikum einsetzen und Käufe organisch entstehen lassen.
„Unterstütze mich“
Nicht machen „Kauf über meinen Link, um mich zu unterstützen“ oder Belohnungen, Punkte, Rabatte oder Spenden für Linknutzung versprechen.
Stattdessen Transparent erklären, dass es ein Affiliate-Link ist und du bei einem qualifizierten Kauf eine Provision erhältst.
E-Mail & PDF
Nicht machen Partnerlinks in E-Mails, E-Books, Mailings, Anhängen, gedruckten Materialien oder anderen Offline-Dokumenten verteilen.
Stattdessen Auf einen eigenen öffentlichen Inhalt verlinken und den Amazon-Partnerlink regelkonform dort platzieren.
Automatische Weiterleitung
Nicht machen Besucher ohne bewussten Klick automatisch zu Amazon schicken oder Amazon automatisch in einem Frame öffnen.
Stattdessen Der Nutzer entscheidet selbst, ob er deinen deutlich erkennbaren Amazon-Partnerlink anklickt.
Amazon-Gutscheincodes
Nicht machen Amazon.de-Gutscheincodes als Affiliate-Inhalt auf deiner Website veröffentlichen.
Stattdessen Nur Aktionen und Werbemittel verwenden, die Amazon im PartnerNet ausdrücklich zur Verfügung stellt bzw. erlaubt.
Amazon in der Domain
Nicht machen Eine Domain verwenden, die „Amazon“, eine ähnlich aussehende Schreibweise oder eine Tippfehler-Variante enthält.
Stattdessen Eine eigene unabhängige Marke und Domain verwenden, die keine offizielle Beziehung zu Amazon vortäuscht.
Amazon-Reviews kopieren
Nicht machen Amazon-Kundenrezensionen oder Bewertungen einfach kopieren und auf deiner Website wiedergeben.
Stattdessen Eigene Einschätzung schreiben. Amazon-Inhalte nur über die vorgesehenen Tools und unter den jeweiligen Lizenzbedingungen verwenden.
Oft übersehen

Deine Website- und Social-Media-Liste im PartnerNet muss aktuell bleiben

Amazon prüft die Seiten und Kanäle, auf denen du deine Partnerlinks einsetzt. Wenn später ein neuer Blog, YouTube-Kanal oder Social-Media-Account dazukommt, solltest du deine im Partnerkonto angegebenen Seiten entsprechend aktualisieren.

Neue Website

Neue Domain bzw. neue Website in deinem PartnerNet-Konto ergänzen, bevor du sie dauerhaft für Partnerlinks nutzt.

Neuer Social-Media-Kanal

Auch neue Social-Seiten gehören in deine Seitenliste. Amazon verlangt bei Prüfungen ausdrücklich eine vollständige Liste.

Tracking-ID ist nicht die Seitenfreigabe

Eine neue Tracking-ID hilft dir bei der Auswertung, ersetzt aber nicht die Pflicht, deine tatsächlichen Seiten und Kanäle korrekt anzugeben.

Alte Kanäle

Prüfe regelmäßig, ob deine hinterlegten Seiten noch aktuell sind und tatsächlich zu deinem heutigen Affiliate-Setup passen.

PartnerNet ohne Website?

Wenn du PartnerNet hauptsächlich mit Social Media nutzt, findest du auf der vorherigen Supporting Page die aktuell von Amazon genannten Netzwerke und den Sonderfall Pinterest.

Reviews & Vergleiche

Wenn du Produkte „testest“ oder vergleichst, musst du besonders sauber formulieren

Amazon weist deutsche Partner ausdrücklich darauf hin, dass Websites keine täuschenden oder irreführenden Aussagen über Produkte enthalten dürfen. Wenn du behauptest, Produkte getestet oder verglichen zu haben, musst du transparent machen, nach welchen Kriterien du ausgewählt und bewertet hast.

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Problematisch

„Die 10 besten Kaffeemaschinen im Test“, obwohl du die Geräte weder selbst getestet noch nachvollziehbare objektive Testdaten ausgewertet hast.

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Sauberer

Klar benennen, ob es sich um einen eigenen Praxistest, einen Vergleich von Herstellerdaten oder eine redaktionelle Auswahl nach offen genannten Kriterien handelt.

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Affiliate-Seite und unabhängiges Testinstitut sind nicht dasselbe

Gerade kaufnahe Inhalte sollten deutlich machen, wie deine Auswahl zustande kommt. Das schützt nicht nur rechtlich, sondern erhöht auch das Vertrauen deiner Leser.

Wenn Amazon einen Verstoß meldet

Was solltest du bei einer PartnerNet-Warnung tun?

Wenn Amazon dich wegen einer möglichen Regelverletzung kontaktiert, solltest du die Meldung nicht einfach ignorieren. Amazon beschreibt selbst, welche Informationen eine Antwort auf eine Compliance-Warnung enthalten sollte.

1. Verstoß lokalisieren Prüfe die konkret beanstandete Seite und zusätzlich alle ähnlichen Linkplatzierungen auf deinen anderen Kanälen.
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2. Änderungen dokumentieren Amazon bittet um eine Liste der Änderungen, die du zur Einhaltung der Regeln vorgenommen hast.
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3. Vollständigkeit bestätigen Prüfe Seitenliste, Amazon-Partner-Erklärung und alle weiteren Teilnahmebedingungen erneut.

Nicht nur den einen beanstandeten Link reparieren

Wenn der gleiche Fehler auf 20 Seiten vorkommt, solltest du ihn auf allen Seiten korrigieren. Amazon fordert bei einer Antwort ausdrücklich die Bestätigung, dass du deine Websites und Anwendungen erneut überprüft hast.

Vor dem Veröffentlichen

Amazon-Partnerlink-Check in 30 Sekunden

Ist der Link korrekt getaggt? Prüfe Store-ID bzw. Tracking-ID und nutze nach Möglichkeit die offiziellen Link-Tools.
Ist Werbung erkennbar? Kennzeichnung direkt bei der Produktempfehlung oder dem Partnerlink platzieren.
Steht die Amazon-Partner-Erklärung sichtbar? „Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.“
Ist die Seite im PartnerNet angegeben? Website, App oder Social-Media-Seite muss zu deinem Partnerkonto gehören und aktuell hinterlegt sein.
Keine verbotene Linkplatzierung? Nicht in E-Mail, PDF, E-Book, Print oder anderem Offline-Material verwenden.
Keine falschen Versprechen? Keine erfundenen Tests, irreführenden Produktbehauptungen oder künstlichen Kaufanreize.
Nächster Schritt

Die Regeln sitzen – als Nächstes lösen wir die häufigsten PartnerNet-Probleme

Amazon PartnerNet funktioniert nicht

Keine Klicks, keine Bestellungen, Link funktioniert nicht oder Provision fehlt? Hier gehen wir die typischen technischen und inhaltlichen Fehler systematisch durch.

Typische Fehler lösen

Amazon-Partnerlinks richtig teilen

Website, Instagram, YouTube und andere Kanäle unterscheiden sich bei Platzierung und Umsetzung. Hier geht es konkret um den richtigen Einsatz deiner Links.

Partnerlinks richtig teilen

Du willst dein Amazon PartnerNet sauber von Anfang an aufbauen?

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FAQ

Häufige Fragen zu Amazon PartnerNet Regeln & Kennzeichnung

Wie muss ich einen Amazon-Partnerlink kennzeichnen?

Amazon verlangt eine klare und auffällige Auskunft in der Nähe des Partnerlinks oder der Produktempfehlung. Amazon nennt beispielsweise „(bezahlter Link)“, „#Anzeige“ oder „#VerdientProvisionen“. In Deutschland ist eine verständliche Kennzeichnung wie „Anzeige“ oder „Werbung“ besonders eindeutig.

Muss der Satz „Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.“ auf meine Website?

Ja. Amazon verlangt diese Erklärung klar und auffällig auf der Website. Bei Social-Media-Inhalten soll die Erklärung in Verbindung mit deinem Konto stehen.

Darf ich selbst über meinen Amazon-Partnerlink einkaufen?

Nein. Amazon zahlt für Eigenbestellungen keine Provision und untersagt die Nutzung des Programms als persönliches Rabattprogramm.

Dürfen Freunde oder Familie über meine Partnerlinks kaufen?

Du solltest Freunde, Verwandte oder Partner nicht zum Kauf über deine Links auffordern. Amazon schließt solche gezielt veranlassten persönlichen Käufe von der Vergütung aus.

Darf ich schreiben „Kauft über meinen Link und unterstützt mich“?

Nein. Amazon verbietet Anreize für die Nutzung von Partnerlinks und nennt ausdrücklich auch Aufforderungen, die Nutzung des Links diene der Unterstützung des Partners oder seines Unternehmens.

Darf ich Amazon-Partnerlinks per E-Mail oder PDF verschicken?

Nach den aktuellen Amazon-Programmbedingungen nicht. Partnerlinks dürfen nicht in E-Mails, E-Books, Mailings, Anhängen, gedruckten Materialien oder anderen Offline-Dokumenten verwendet werden.

Darf ich Besucher automatisch zu Amazon weiterleiten?

Nein. Amazon untersagt automatische Weiterleitungen zu Amazon, wenn der Nutzer nicht selbst bewusst auf den Partnerlink klickt.

Darf ich Amazon-Gutscheincodes auf meiner Website veröffentlichen?

Amazon sagt in seiner aktuellen Hilfe ausdrücklich, dass Amazon.de-Gutscheincodes nicht auf der Partner-Website veröffentlicht werden dürfen.

Darf meine Domain das Wort Amazon enthalten?

Nein. Amazon schließt Domains aus, die „Amazon“, ähnlich aussehende Schreibweisen oder Tippfehler-Varianten der Marke enthalten.

Was mache ich, wenn Amazon mir eine Warnung schickt?

Prüfe den konkreten Verstoß, korrigiere alle vergleichbaren Stellen und dokumentiere deine Änderungen. Amazon erwartet bei einer Antwort außerdem die Bestätigung, dass deine Seitenliste vollständig ist, deine Amazon-Partner-Erklärung vorhanden ist und du deine Seiten erneut auf Regelverstöße geprüft hast.