Bad Request
Amazon kann deinen Request verstehen, lehnt aber Eingaben oder Struktur ab. Prüfe JSON, Pflichtfelder, PartnerTag, Marketplace und Feldnamen.
Deine Verbindung steht, aber Produkte laden nicht? Ein Plugin zeigt „nicht verbunden“, Amazon antwortet mit 401 oder 403 oder einzelne ASINs fehlen trotz erfolgreichem Request? Dann solltest du nicht wahllos neue Credentials erzeugen.
Hier gehst du Fehler systematisch durch: erst HTTP-Status und Amazon-Reason lesen, dann Credentials, Marketplace, PartnerTag, Token, Resources oder Rate Limit gezielt prüfen.
Von Luisa Luer – Affiliate-Marketing-Praxis seit 2018
Die Amazon Creators API liefert strukturierte Fehlermeldungen. Ein HTTP-Status wie 400 oder 403 sagt dir nur die grobe Fehlerklasse. Viel hilfreicher sind die Felder type
, message
und – bei bestimmten Fehlern – reason
. Bei Validierungsfehlern kann zusätzlich fieldList
anzeigen, welches Feld Amazon beanstandet. Bei Throttling kann retryAfterSeconds
angeben, wie lange du warten sollst.
Deshalb ist „Creators API funktioniert nicht“ als Diagnose zu ungenau. Ein InvalidPartnerTag
wird anders gelöst als ein TokenExpired
, obwohl beide für den Nutzer zunächst nur wie eine kaputte Verbindung aussehen können.
Wenn du ein Plugin nutzt, suche deshalb zuerst nach dem konkreten letzten API-Fehler. AzonPress zeigt den zuletzt von Amazon zurückgegebenen Fehler inzwischen direkt in den Amazon-API-Einstellungen an. Bei eigener Entwicklung solltest du Status, type
, reason
, message
und zusätzliche Felder protokollieren.
reason
-Wert sagt dir meistens, was du tatsächlich korrigieren solltest.Wenn du nur schnell wissen willst, wo du anfangen sollst, nutze diese Übersicht. Weiter unten gehen wir die Fehler einzeln durch.
Amazon kann deinen Request verstehen, lehnt aber Eingaben oder Struktur ab. Prüfe JSON, Pflichtfelder, PartnerTag, Marketplace und Feldnamen.
Die Authentifizierung stimmt nicht. Token fehlt, ist abgelaufen, ungültig oder wurde über den falschen Token-Endpunkt erzeugt.
Du bist technisch erkannt, darfst den Request aber nicht ausführen. Häufig geht es um API-Berechtigung oder fehlende Eligibility.
Die angefragte Ressource oder das Produkt wurde nicht gefunden beziehungsweise ist über die API nicht verfügbar.
Du sendest mehr Requests als erlaubt. Wichtig: Auch der OAuth-Token-Endpunkt kann separat mit 429 antworten.
Der Fehler liegt serverseitig. Nicht sofort Credentials tauschen, sondern kontrolliert mit Backoff erneut versuchen.
Ein 400er-Fehler ist keine allgemeine „API kaputt“-Meldung. Amazon unterscheidet mehrere Gründe, die du unterschiedlich behandeln solltest.
Die angegebene Operation existiert nicht oder wurde falsch geschrieben. Prüfe Endpoint und Operationsnamen wie getItems
oder searchItems
.
Amazon kann den Request-Body nicht als gültiges JSON lesen. Prüfe Klammern, Kommas, Anführungszeichen und Content-Type: application/json
.
Mindestens ein Feld verletzt die API-Regeln. Nutze die mitgelieferte fieldList
, statt den kompletten Request auf Verdacht umzubauen.
Der PartnerTag ist ungültig oder nicht dem Store zugeordnet, der mit deinen Credentials verbunden ist. Für Amazon.de brauchst du einen passenden deutschen PartnerTag.
Deine Credentials sind nicht mit dem PartnerTag für den angefragten Marketplace verknüpft. Prüfe Marketplace, PartnerTag und die Zuordnung deines Associates-Kontos gemeinsam.
Credential ID und PartnerTag sind nicht dasselbe. Die Credential ID authentifiziert deine Anwendung. Der PartnerTag ist deine Affiliate-Zuordnung für den jeweiligen Store.
Bei einem 401er-Fehler geht es um Authentifizierung. Die Creators API arbeitet mit OAuth 2.0. Deine Credential ID und dein Credential Secret werden nicht direkt bei jedem Produktrequest gesendet, sondern zunächst gegen ein Access Token getauscht. Dieses Token kommt anschließend als Bearer Token in den Authorization-Header.
Amazon unterscheidet unter anderem TokenExpired
, InvalidToken
, InvalidIssuer
, MissingClaim
, MissingKeyId
, UnsupportedClient
, InvalidClient
und MissingCredential
.
Das Token ist abgelaufen. Ein neues Access Token erzeugen. Aktuell dokumentiert Amazon eine Gültigkeit von 3600 Sekunden.
Das Token ist ungültig oder falsch formatiert. Prüfe, ob du wirklich das aktuelle OAuth-Access-Token und nicht Credential Secret oder eine alte PA-API-Angabe mitsendest.
Das Token wurde über einen nicht passenden Token-Endpunkt erzeugt. Für neue europäische Credentials mit Version 3.2 dokumentiert Amazon aktuell api.amazon.co.uk/auth/o2/token
.
Der Request enthält keine gültige Authentifizierung. Prüfe den Header Authorization: Bearer ...
.
Client beziehungsweise Credential passt nicht. Kontrolliere Credential ID, Secret, Version und ob die Anwendung im PartnerNet noch existiert.
Genau deshalb ist ein 403 wichtig von einem 401 zu unterscheiden. Bei 401 erkennt Amazon deine Authentifizierung nicht korrekt. Bei 403 kann die technische Anmeldung funktionieren, aber dein Konto oder deine Anwendung darf die angefragte Aktion nicht ausführen.
Der für Affiliates wichtigste Reason ist AssociateNotEligible
. Amazon nennt aktuell mindestens zehn qualifizierte Verkäufe innerhalb der vergangenen 30 Tage als Zugangskriterium für die Creators API. Erfüllt dein Konto diese Voraussetzung nicht mehr, helfen neue Credentials nicht weiter.
Ein weiterer Reason ist AuthorizationFailed
. Dann ist die Autorisierungsprüfung für die konkrete Operation fehlgeschlagen. Prüfe zuerst Kontoberechtigung, Marketplace und PartnerTag, bevor du technischen Code änderst.
Bei AssociateNotEligible
ist „Credentials neu erstellen“ nicht die Lösung. Das eigentliche Problem ist die aktuelle API-Berechtigung des Associates-Kontos.
Ein 404 bedeutet nicht automatisch, dass du dich bei der ASIN vertippt hast. Amazon kann für einen angefragten Artikel melden, dass kein Item gefunden wurde. Die Antwort enthält bei einem ResourceNotFound-Fehler zusätzliche Angaben wie resourceType
und resourceId
.
Teste in diesem Fall zunächst eine zweite, bekannte und aktuell verfügbare ASIN aus demselben Marketplace. Amazon empfiehlt beim Troubleshooting ausdrücklich, mehrere ASINs oder unterschiedliche Suchbegriffe zu testen, weil einzelne Katalogeinträge unregelmäßige Ergebnisse liefern können.
Wenn nur ein einzelnes Produkt fehlt, ist es deshalb meistens falsch, sofort die gesamte Verbindung neu einzurichten. Wenn dagegen jede bekannte ASIN mit 404 endet, solltest du Marketplace, Operation, Request-Struktur und Produkt-ID-Typ erneut prüfen.
Bei der Creators API gibt es einen wichtigen Unterschied: Ein 429 kann vom eigentlichen Produktdaten-Endpunkt kommen – oder separat vom Login-with-Amazon-Token-Endpunkt.
ThrottleException
exponentielles Backoff. Wenn retryAfterSeconds
vorhanden ist, respektiere diese Wartezeit.
Ein 500er-Fehler ist laut Amazon ein unerwarteter serverseitiger Fehler. Das unterscheidet ihn grundlegend von 400, 401 oder 403. Wenn derselbe Request vorher funktioniert hat, solltest du nicht als erste Maßnahme Credentials löschen, eine neue Application anlegen oder sämtliche Plugin-Einstellungen ändern.
Wiederhole den Request kontrolliert mit exponentiellem Backoff. Wenn der Fehler dauerhaft bleibt, dokumentiere den genauen Zeitpunkt, die Operation und die vollständige Fehlermeldung. Bei einem Plugin lohnt sich zusätzlich der Blick auf aktuelle Updates, weil Anbieter Anpassungen an SDKs und Fehlerbehandlung regelmäßig nachziehen.
Ein erfolgreicher HTTP-Status bedeutet bei Katalogoperationen nicht automatisch, dass alle angefragten Produkte erfolgreich geliefert wurden. Wenn du mehrere IDs übermittelst und einige davon gültig sind, andere aber nicht, kann Amazon mit HTTP 200 antworten und gleichzeitig ein errors
-Array zurückgeben.
Dann solltest du die erfolgreichen Items normal verarbeiten und die fehlgeschlagenen IDs separat protokollieren. Amazon nennt als Beispiele Fehlercodes wie InvalidParameterValue
oder ItemNotFound
. Erst wenn alle angefragten Items ungültig beziehungsweise nicht vorhanden sind, kann daraus ein vollständiger 404 werden.
Prüfe bei erfolgreichen Katalogantworten immer zusätzlich, ob ein errors
-Array vorhanden ist. Verlasse dich nicht nur auf den HTTP-Status.
Amazon liefert nur die Datenbereiche, die du beziehungsweise dein Plugin anfordert. Eine falsche oder zu enge Resource-Auswahl kann wie ein Datenfehler aussehen.
Teste mehrere bekannte Produkte. Amazon weist selbst darauf hin, dass einzelne Katalogeinträge unregelmäßige Ergebnisse liefern können.
Eine ASIN beziehungsweise ein Angebot kann sich je nach Marketplace unterscheiden. Für deutsche Inhalte sollten Request und PartnerTag sauber zu Amazon.de passen.
Ein Plugin kann noch alte Daten anzeigen, obwohl die neue API-Verbindung bereits funktioniert. Cache beziehungsweise Produktdaten gezielt aktualisieren.
AAWP hat in aktuellen Releases mehrfach Creators-API-spezifische Fehler korrigiert, etwa bei Verfügbarkeit, ungültigen Produkten und „no product found“. Ein Update kann deshalb Teil der Fehlerbehebung sein.
GetItems, SearchItems, GetVariations und GetBrowseNodes haben unterschiedliche Pflichtfelder und liefern unterschiedliche Datenstrukturen.
Prüfe zuerst, ob du eine aktuelle Version mit Creators-API-Unterstützung verwendest. Bei einem veralteten Plugin kannst du ansonsten einen Amazon-Fehler suchen, obwohl eigentlich das Plugin noch auf alte Logik oder eine ältere Credential-Version eingestellt ist.
AzonPress zeigt bei erfolgreicher Verbindung einen grünen Connected-Status und darunter den letzten von Amazon zurückgegebenen API-Fehler. Nutze diese Meldung für die Diagnose, statt sofort Credentials neu zu erzeugen.
Kontrolliere, ob wirklich Creators-API-Credentials eingetragen sind und ob die Credential-Version zur Region passt. Für neue europäische Credentials dokumentiert Amazon aktuell Version 3.2.
Marketplace und PartnerTag müssen zusammenpassen. Ein korrektes Secret hilft dir nicht, wenn der PartnerTag aus einem anderen Store stammt.
Teste nicht sofort eine exotische oder alte ASIN. Nimm ein aktuell verfügbares Produkt aus Amazon.de, das du im Browser aufrufen kannst, und prüfe zuerst daran die Verbindung.
Wenn die Verbindung funktioniert, aber alte Inhalte bleiben, liegt das Problem möglicherweise nur im Cache. Aktualisiere dann gezielt Produktdaten beziehungsweise Plugin-Cache.
Eine gute Fehlerbehandlung spart dir später Stunden. Speichere nicht nur „Request fehlgeschlagen“, sondern die Informationen, mit denen du den Fehler reproduzieren kannst.
Im Netz findest du noch viele ältere Hilfeseiten zu RequestThrottled
, InvalidSignature
, IncompleteSignature
oder dem früheren Amazon Scratchpad. Diese Anleitungen beziehen sich häufig auf die alte Product Advertising API.
Für eine aktuelle Creators-API-Verbindung solltest du dich deshalb an die heutigen Fehlerklassen wie ValidationException
, UnauthorizedException
, AccessDeniedException
, ResourceNotFoundException
und ThrottleException
halten.
Das ist besonders wichtig, wenn du ältere AAWP- oder Blogartikel findest. Manche historischen Fehlerbeschreibungen sind für die PA-API weiterhin nachvollziehbar, aber die aktuellen Zugangsvoraussetzungen und Authentifizierungsfehler müssen gegen die Creators-API-Dokumentation geprüft werden.
HTTP-Status, type, reason und message notieren. Bei 200 zusätzlich das errors-Array prüfen.
Bei 403 prüfen, ob dein Associates-Konto die aktuellen Creators-API-Voraussetzungen erfüllt.
Bei 401 Token, Credential-Version, Token-Endpunkt und Authorization-Header prüfen.
Bei 400 kontrollieren, ob Amazon.de, x-marketplace und dein deutscher PartnerTag zusammenpassen.
Operation, JSON, Pflichtfelder, lowerCamelCase-Namen und Resources mit der aktuellen Referenz abgleichen.
Mit einem aktuellen Produkt prüfen, ob der Fehler nur einen einzelnen Katalogeintrag betrifft.
Bei 429 prüfen, ob der Produktdaten-Endpunkt oder der OAuth-Token-Endpunkt gedrosselt wird.
Aktuelle Releases können Fehlerbehandlung, Credential-Versionen oder Datenmapping korrigieren.
Wenn die Ursache eine falsche Einrichtung ist, geh zurück zur Klick-für-Klick-Anleitung. Wenn du noch alte PA-API-Technik verwendest, brauchst du die Migrationsseite.
Grundlagen, Einsatzfälle und die Frage, wann du die API überhaupt brauchst.
Grundlagen ansehenApplication, Credentials, Plugin oder eigene Integration noch einmal sauber prüfen.
Einrichtung ansehenFür ältere Plugins und eigenen PA-API-Code: Migration auf Credentials, OAuth und neue Endpoints.
Migration ansehenEin 400 Bad Request bedeutet, dass Amazon den Request wegen ungültiger Eingaben oder Struktur ablehnt. Prüfe besonders den reason-Wert. Typische Gründe sind InvalidPartnerTag, InvalidAssociate, FieldValidationFailed, CannotParse oder UnknownOperation.
Ein 401-Fehler betrifft die Authentifizierung. Das Access Token kann fehlen, abgelaufen, ungültig oder über den falschen Token-Endpunkt erzeugt worden sein. Prüfe reason, Token, Credential-Version und Authorization-Header.
AssociateNotEligible bedeutet, dass dein Associates-Konto die aktuellen Voraussetzungen für den Creators-API-Zugang nicht erfüllt. Amazon nennt derzeit mindestens zehn qualifizierte Verkäufe innerhalb der vergangenen 30 Tage. Neue Credentials lösen dieses Berechtigungsproblem nicht.
Amazon konnte die angefragte Ressource oder das Produkt nicht finden. Teste eine zweite bekannte ASIN und prüfe Marketplace, Operation und Produkt-ID. Einzelne Katalogprodukte können unregelmäßige Ergebnisse liefern.
Reduziere die Request-Rate und verwende exponentielles Backoff. Prüfe außerdem, ob der 429 vom Creators-API-Endpunkt oder vom Login-with-Amazon-Token-Endpunkt kommt. Ein Token-Endpunkt-429 deutet häufig darauf hin, dass das Access Token nicht gecacht und unnötig oft neu angefordert wird.
Ja. Wenn bei einer Anfrage mit mehreren IDs einige Produkte erfolgreich sind und andere fehlschlagen, kann Amazon HTTP 200 zurückgeben und zusätzlich ein errors-Array mit den fehlgeschlagenen Einträgen liefern.
Prüfe die angeforderten Resources, teste mehrere ASINs, kontrolliere Marketplace und PartnerTag und aktualisiere gegebenenfalls Plugin und Cache. Eine erfolgreiche Verbindung bedeutet nicht automatisch, dass jedes Produkt und jedes Datenfeld verfügbar ist.
Nein. Neue Credentials helfen nur bei bestimmten Credential-Problemen. Bei InvalidPartnerTag, AssociateNotEligible, ResourceNotFound, Throttling oder falschen Request-Feldern liegt die Ursache an einer anderen Stelle. Lies deshalb zuerst HTTP-Status und reason.
Die HTTP-Statuscodes, Reason-Codes und das Verhalten bei Teilfehlern stammen aus Amazons aktueller Creators-API-Dokumentation. Zusätzlich wurden aktuelle Plugin-Dokumentationen und eine aktive Python-Implementierung geprüft, damit die Fehlerbehebung auch für reale WordPress- und Entwicklerprojekte funktioniert.