Menschen suchen bereits aktiv nach deiner Leistung
Beispiele: „Steuerberater E-Commerce Hannover“, „Dachdecker Notdienst“, „CRM Beratung Mittelstand“. Die Nachfrage ist schon da – du musst sie nicht erst erzeugen.
Der falsche Kampagnentyp kann Budget verbrauchen, ohne dein eigentliches Problem zu lösen. Eine Search-Kampagne kann vorhandene Nachfrage abholen – aber kaum Nachfrage erzeugen, die noch gar nicht existiert. Performance Max kann viele Google-Kanäle nutzen – hilft dir aber wenig, wenn du auf die falschen Conversions optimierst.
Deshalb geht es hier nicht darum, möglichst viele Kampagnentypen aufzuzählen. Du startest bei deinem Geschäftsmodell, deinem Ziel und der Frage, wie weit dein Kunde bereits im Kaufprozess ist. Daraus ergibt sich, welche Kampagne zuerst sinnvoll ist – und welche du dir zunächst sparen kannst.
Genau hier entscheidet sich, welche Kampagnenart überhaupt Sinn ergibt. Statt mit „Search oder Performance Max?“ zu beginnen, ordne zuerst deine Ausgangslage ein.
Beispiele: „Steuerberater E-Commerce Hannover“, „Dachdecker Notdienst“, „CRM Beratung Mittelstand“. Die Nachfrage ist schon da – du musst sie nicht erst erzeugen.
Dann sind deine Produktdaten zentral. Merchant Center, Preis, Verfügbarkeit, Bilder und Produktkennzeichnungen sind nicht nur Technik – sie beeinflussen, was Google überhaupt bewerben kann.
Ein neues Produkt, eine unbekannte Marke oder ein erklärungsbedürftiges Angebot kann ein Search-Problem haben: Niemand sucht nach etwas, das er noch nicht kennt. Existiert aber bereits Nachfrage nach der Produktkategorie, kann Search trotzdem funktionieren.
Remarketing ist kein eigener Google-Ads-Kampagnentyp. Es ist eine Zielgruppenstrategie, die du je nach Setup beispielsweise in Demand Gen einsetzen kannst. Performance Max kann eigene Daten ebenfalls als Signale nutzen, ist aber keine reine Remarketing-Kampagne.
Dann ist eine reine Search-Logik häufig zu eng. Video- und Demand-Gen-Kampagnen erreichen Menschen auf visuellen Google-Flächen, auch wenn sie noch nicht aktiv nach dir suchen.
Dann sind App-Kampagnen der Spezialfall für Installationen, Vorregistrierungen oder die erneute Aktivierung bestehender App-Nutzer. Für einen normalen Onlineshop oder Dienstleister ist dieser Kampagnentyp kein Thema.
Die wichtigsten Google-Ads-Kampagnentypen auf einen Blick – passend zu Ziel, Geschäftsmodell und Ausgangssituation.
Gehe die Fragen in dieser Reihenfolge durch. Du musst nicht an jeder Station eine neue Kampagne eröffnen – die Fragen helfen dir nur, die erste sinnvolle Richtung zu finden.
Ja: Prüfe zuerst Merchant Center, Produktdaten und anschließend Shopping bzw. Performance Max mit Produktfeed. Nein: weiter zu Frage 2.
Ja: Search ist häufig der logischste erste Test. Nein oder kaum: weiter zu Frage 3.
Ja: Demand Gen oder Video prüfen. Besonders relevant bei neuen, visuellen oder erklärungsbedürftigen Angeboten.
Ja: Performance Max kann als zusätzliche, kanalübergreifende Kampagne sinnvoll werden. Nein: erst Tracking und Conversion-Ziele bereinigen.
Dann denk nicht in einem eigenen „Remarketing-Kampagnentyp“. Entscheide, über welche Kampagne und welche eigenen Daten du diese Zielgruppe sinnvoll wieder erreichst.
Das ist keine starre Regel, aber eine deutlich bessere Ausgangsbasis als „Google empfiehlt mir gerade Kampagne X“.
| Geschäftsmodell | Oft sinnvoller Start | Mögliche Ergänzung | Eher nicht zuerst | Warum? |
|---|---|---|---|---|
| Lokaler Dienstleister | Search | Demand Gen, später PMax | Shopping | Lokale Suchanfragen haben häufig klare Absicht; visuelle Nachfrage kann später ergänzen. |
| B2B-Dienstleister | Search bei vorhandener Nachfrage | Demand Gen / PMax nach Datenbasis | breite visuelle Kampagnen ohne Ziel | Leadqualität ist wichtiger als möglichst viele billige Klicks. |
| Onlineshop | Shopping oder PMax mit Merchant Center | Search, Demand Gen | Ads starten, bevor der Feed sauber ist | Produktdaten bestimmen bei Shopping wesentlich mit, was Google ausspielen kann. |
| Neues/unbekanntes Produkt | Demand Gen | Search auf Problem-/Kategoriebegriffe | nur Brand Search | Wenn niemand die Marke kennt, gibt es zunächst kaum Markensuchvolumen. |
| Digitales Produkt | Search oder Demand Gen – je nach Nachfrage | PMax bei sauberem Tracking | Shopping ohne geeignete physische Produkte | Entscheidend ist, ob Nutzer schon suchen oder erst überzeugt werden müssen. |
| App | App-Kampagne | Search je nach Bedarf | Shopping | Installationen und In-App-Aktionen brauchen app-spezifische Kampagnenlogik. |
Mehrere Kampagnen sind dann sinnvoll, wenn sie unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Nicht, wenn du einfach dasselbe Ziel fünfmal mit kleinen Budgets parallel startest.
Demand Gen erzeugt Aufmerksamkeit und Interesse. Search fängt später konkrete Suchanfragen nach Marke, Kategorie oder Lösung ab.
Sinnvoll, wenn du sowohl Nachfrage aufbauen als auch aktive Nachfrage abschöpfen möchtest.Shopping bringt konkrete Produkte mit Bild und Preis in die Ausspielung. Search kann zusätzliche Suchintentionen rund um Marken, Kategorien oder beratungsintensive Themen abdecken.
Sinnvoll für Shops, die Produktfeed und Suchintention getrennt steuern möchten.Search kann dir gezielte Keyword- und Suchbegriffssteuerung geben. PMax kann zusätzliche Conversion-Chancen über Googles Kanäle erschließen.
Wichtig: Ziele, Markensteuerung und Suchüberschneidungen bewusst beobachten statt beide Kampagnen blind parallel laufen zu lassen.Demand Gen kann stärker auf visuelle Zielgruppenansprache und Creative-Tests ausgerichtet werden, während PMax kanalübergreifend auf Conversion-Ziele optimiert.
Erst sinnvoll, wenn Budget und Datenbasis nicht so dünn sind, dass beide Kampagnen gegeneinander um wenige Signale kämpfen.Wenn dein Konto falsche oder schwache Conversions als Erfolg wertet, kann die Automatisierung genau diese Signale verstärken.
Wenn kaum jemand nach deinem Problem, deiner Kategorie oder deinem Produkt sucht, kann Search allein dein Nachfrageproblem nicht lösen.
Eine visuelle Kampagne braucht eine Botschaft, die im Feed Aufmerksamkeit erzeugt. Ein mittelmäßiges Bild wird nicht durch den Kampagnentyp gerettet.
Falsche Preise, Verfügbarkeiten oder Produktkennzeichnungen sind keine Kleinigkeit. Bereinige erst die Datenbasis.
Google führt klassische Displaykampagnen in Demand Gen über. Prüfe deinen aktuellen Account statt einen veralteten Ablauf nachzubauen.
Viele Kampagnen erzeugen nicht automatisch mehr Erkenntnisse. Zu kleine Datenmengen machen die Bewertung oft schwieriger.
Bei Shopping-Anzeigen entscheidet Google nicht über klassische Keywords, sondern nutzt deine Merchant-Center-Produktdaten, um relevante Produkte zu Suchanfragen und anderen passenden Ausspielungen zuzuordnen. Deshalb ist der Produktfeed ein Teil deiner Werbestrategie – nicht nur ein technischer Pflichtschritt.
Wenn Produktdaten falsch, unvollständig oder nicht aktuell sind, solltest du nicht einfach mehr Budget auf Shopping oder Performance Max geben. Erst Feed, Freigaben, Preise und Verfügbarkeit sauber bekommen – dann skalieren.
Wenn du deine Situation oben eingeordnet hast, reichen diese Kurzdefinitionen zur Orientierung.
Keyword-basierte Suchkampagnen für aktive Nachfrage. Suchbegriffe und Landingpage sind zentrale Stellschrauben.
Zielbasierte, stark automatisierte Kampagnen über Googles Kanäle und Inventar, optimiert auf deine Conversion-Ziele.
Visuelle Kampagnen über YouTube einschließlich Shorts, Discover, Gmail, Maps und Google Displaynetzwerk mit stärkerem Fokus auf Creatives und Zielgruppen.
Produktanzeigen auf Basis deiner Merchant-Center-Daten. Produktfeed statt klassischer Keyword-Steuerung.
Für Reichweite, Videoaufrufe und bestimmte Videoziele. Alte Video-Action-Kampagnen wurden in Demand Gen überführt.
Bestehende Displaykampagnen gibt es noch; Google führt Displayanzeigen schrittweise in Demand Gen über.
Spezialkampagnen für App-Installationen, Vorregistrierungen oder erneute App-Nutzung.
Vereinfachter Kampagnentyp im Smart-Modus mit weniger manueller Steuerung als im vollständigen Google-Ads-Modus.
Google hat die Umstellung klassischer Google-Displayanzeigen auf das Google Displaynetzwerk innerhalb von Demand Gen begonnen.
Seit Juni 2026 wird das Migrationstool schrittweise für berechtigte Werbetreibende ausgerollt. Bestehende Displaykampagnen können weiterhin verwaltet werden, bis sie umgestellt werden. Google hat angekündigt, dass neue Displaykampagnen später nur noch innerhalb von Demand Gen erstellt werden und verbleibende geeignete Kampagnen anschließend automatisch migriert werden.
Für neue Strategien heißt das: Plane nicht mehr mit einem alten „Display vs. Demand Gen“-Weltbild. Prüfe Demand Gen inklusive Google Displaynetzwerk als aktuelle visuelle Kampagnenlogik.
Es gibt keinen pauschal besten Typ. Wenn bereits konkrete Suchnachfrage vorhanden ist, lässt sich eine begrenzte Search-Kampagne oft gut nachvollziehen. Für einen Onlineshop, ein visuell erklärungsbedürftiges Produkt oder eine App kann die richtige erste Wahl aber eine andere sein.
Bei klarer Suchnachfrage und dem Wunsch nach nachvollziehbarer Keyword-Steuerung ist Search häufig ein sinnvoller erster Test. Performance Max wird interessanter, wenn saubere Conversion-Ziele, gute Assets und ausreichend Daten vorhanden sind und du kanalübergreifend optimieren möchtest.
Nein. Remarketing beziehungsweise Wiederansprache ist eine Zielgruppenstrategie. Welche Kampagne du dafür verwendest, hängt von deinem Ziel, deinen eigenen Daten und den verfügbaren Zielgruppenfunktionen ab.
Beide können Merchant-Center-Produktdaten nutzen. Shopping ist stärker auf Produktanzeigen ausgerichtet, während Performance Max kanalübergreifend auf deine Conversion-Ziele optimiert und weitere Google-Kanäle einbeziehen kann.
Bestehende Displaykampagnen können weiterhin vorhanden und bearbeitbar sein. Google führt Displayanzeigen jedoch in Demand Gen über. Seit Juni 2026 wird ein Migrationstool ausgerollt; später sollen neue Displaykampagnen nur noch innerhalb von Demand Gen erstellt werden.
Ja, wenn jeder Typ eine klare Aufgabe übernimmt und Budget sowie Datenmenge ausreichen. Mehr Kampagnen sind nicht automatisch besser. Besonders bei kleinem Budget ist ein klarer erster Test oft aussagekräftiger.
Die Plattformangaben wurden anhand der aktuellen Google-Ads-Hilfe geprüft.
Öffne den Themenbereich, der zu deiner nächsten Frage passt. Die aktuelle Seite ist gelb markiert. So kannst du von den Grundlagen über Kampagnenaufbau, Tracking und Optimierung bis zu Zielgruppen, Performance Max, Demand Gen und weiteren Werbeplattformen weitergehen.