Amazon Ads · Schritt 17 · Suchbegriffbericht

Amazon Ads Suchbegriffbericht: Finde heraus, welche Suchanfragen Verkäufe bringen – und welche nur Geld kosten

Du buchst ein Keyword oder lässt Amazon automatisch passende Suchanfragen finden. Aber was haben Käufer tatsächlich eingegeben, bevor sie auf deine Anzeige geklickt haben? Genau das zeigt dir der Suchbegriffbericht.

Auf dieser Seite lernst du zuerst den Unterschied zwischen Keyword und Suchbegriff. Danach zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Gewinner findest, unnötige Werbekosten erkennst und aus echten Suchanfragen bessere Kampagnen baust.

Von Luisa Luer – SEA-Expertin seit 2014

1 · Das Problem hinter einem guten Kampagnenwert

Deine Kampagne sieht insgesamt okay aus – aber weißt du, welche Suchanfragen dein Budget wirklich verbrauchen?

Stell dir vor, du bewirbst eine Yogamatte. Deine Kampagne hat Verkäufe und der Gesamt-ACoS sieht auf den ersten Blick akzeptabel aus. Trotzdem kann innerhalb derselben Kampagne eine Suchanfrage sehr profitabel sein, während eine andere immer wieder Klickkosten verursacht und kaum oder gar keine Verkäufe bringt.

Auf Kampagnenebene siehst du diese Unterschiede oft nur als Durchschnitt. Der Suchbegriffbericht geht tiefer. Er zeigt dir die konkreten Suchanfragen, über die mindestens ein Klick auf deine Anzeige entstanden ist. Amazon nennt diese Suchanfragen im Bericht Customer Search Terms.

Genau deshalb ist der Bericht so wertvoll: Du kannst endlich sehen, welche Wörter Käufer wirklich verwendet haben – und nicht nur, welche Keywords du ursprünglich eingestellt hast.

Einfaches Beispiel
Du buchst „yogamatte“ – Käufer suchen viel genauer.

Ein Nutzer sucht vielleicht nach „yogamatte rutschfest 6mm“, ein anderer nach „yogamatte kinder pink“ und ein dritter nach „yogamatte reiniger“. Dein Keyword kann alle drei Suchanfragen auslösen – aber wirtschaftlich können sie völlig unterschiedlich sein.

2 · Der wichtigste Unterschied zuerst

Keyword und Suchbegriff sind nicht dasselbe: Du steuerst das Keyword – der Käufer schreibt den Suchbegriff

Dieser Unterschied ist für Anfänger entscheidend. Ein Keyword ist ein Begriff, den du in einer manuellen Kampagne als Werbeziel auswählst. Amazon verwendet dieses Keyword zusammen mit der gewählten Match Type, um zu entscheiden, bei welchen Suchanfragen deine Anzeige infrage kommt.

Der Suchbegriff ist dagegen die konkrete Eingabe des Käufers. Das kann exakt dein Keyword sein – muss es aber nicht. Bei Broad oder Phrase können deutlich längere oder leicht andere Suchanfragen dahinterstehen.

Deine Einstellung

Keyword: „yogamatte“

Das Keyword hast du als Target ausgewählt. Target bedeutet Werbeziel – also der Begriff oder das Produkt, auf das du deine Anzeige ausrichtest.

Echte Suche des Käufers

Suchbegriff: „yogamatte rutschfest 6mm“

Genau diese Wörter hat der Nutzer gesucht. Der Suchbegriffbericht zeigt dir anschließend, wie viele Klicks, Kosten und Verkäufe mit dieser konkreten Suche verbunden waren.

Und bei automatischen Kampagnen?

Dort hast du selbst kein klassisches Keyword eingegeben. Amazon entscheidet anhand deines Produkts, wann deine Anzeige passen könnte. Gerade deshalb ist der Suchbegriffbericht bei automatischen Kampagnen besonders interessant: Er zeigt dir, welche Suchanfragen oder Produktseiten tatsächlich Klicks ausgelöst haben.

Warum tauchen manchmal ASINs statt Wörtern auf?

Eine ASIN ist die eindeutige Amazon-Produktnummer. Amazon erklärt, dass bei automatischem oder produktbezogenem Targeting auch ASINs als Customer Search Term erscheinen können. Das bedeutet dann nicht unbedingt, dass jemand diese Nummer eingetippt hat – die Anzeige kann zum Beispiel auf einer entsprechenden Produktdetailseite ausgespielt worden sein.

3 · Wo findest du die Daten?

So kommst du zum Suchbegriffbericht: direkt in Amazon Ads oder als herunterladbarer Bericht

Für eine schnelle Kontrolle kannst du die Suchbegriffe innerhalb des Kampagnenmanagers aufrufen. Amazon stellt die Suchbegriffdaten außerdem als eigenen Bericht bereit, den du herunterladen und zum Beispiel in Excel oder Google Sheets sortieren kannst.

Für den herunterladbaren Bericht führt der aktuelle Weg in der Amazon Ads-Konsole über Measurement & Reporting → Sponsored ads reports → Create report. Dort wählst du den passenden Anzeigentyp und den Search term report.

1

Amazon Ads öffnen

Öffne deine Advertising Console beziehungsweise den Bereich für deine Werbekampagnen.

2

Measurement & Reporting

Gehe zu den Sponsored-Ads-Berichten und erstelle einen neuen Bericht.

3

Search term report wählen

Wähle Sponsored Products und den Suchbegriffbericht, danach Zeitraum und gewünschte Zeiteinheit.

Wichtig: Der Bericht zeigt nicht jede Suche, bei der deine Anzeige nur eingeblendet wurde.

Amazon nimmt in den Sponsored-Products-Suchbegriffbericht aktuell nur Suchbegriffe auf, die zu mindestens einem Anzeigenklick geführt haben. Deshalb können die Impressions im Bericht von anderen Kampagnenansichten abweichen.

4 · Nicht von der Tabelle erschlagen lassen

Welche Zahlen brauchst du als Anfänger wirklich? Starte mit Suchbegriff, Klicks, Kosten, Bestellungen, Umsatz und ACoS

Ein exportierter Bericht kann viele Spalten enthalten. Du musst am Anfang nicht jede davon verstehen. Für die erste Auswertung reicht es, dich auf wenige Fragen zu konzentrieren: Was wurde gesucht? Wie viel hat diese Suche gekostet? Hat sie Verkäufe gebracht? Und liegt ihr ACoS unter oder über deinem Ziel?

Beispiel: So kannst du den Bericht gedanklich lesen
Suchbegriff Klicks Kosten Bestellungen Umsatz ACoS
yogamatte rutschfest 6mm 18 14 € 3 90 € 15,6 %
yogamatte kinder pink 15 13 € 0 0 €
yogamatte extra dick 11 9 € 1 30 € 30 %

Die Zahlen sind nur ein Rechenbeispiel. Entscheidend ist die Logik: Der erste Suchbegriff verkauft mehrfach und liegt deutlich unter deinem Ziel-ACoS. Der zweite erzeugt Kosten, aber keinen Verkauf. Der dritte verkauft, liegt aber vielleicht genau an deinem Ziel.

Schritt 15 und 16 werden hier praktisch wichtig

Auf Schritt 15 · ACoS hast du gelernt, wie du den ACoS beurteilst. In Schritt 16 · Break-even-ACoS hast du deine persönliche Gewinnschwelle berechnet. Genau diese Werte brauchst du jetzt, um jeden Suchbegriff wirtschaftlich zu bewerten.

5 · Ein einfacher Ablauf statt Tabellen-Chaos

So wertest du den Suchbegriffbericht aus: Erst Kosten und Verkäufe prüfen – dann entscheiden

Statt wahllos durch Hunderte Zeilen zu scrollen, kannst du den Bericht immer in derselben Reihenfolge prüfen. PPC-Praktiker starten häufig mit den Suchbegriffen, die viel Geld verbrauchen, weil dort der größte Hebel liegt.

1

Nach Kosten sortieren

Welche Suchbegriffe haben im gewählten Zeitraum den größten Teil deines Budgets verbraucht?

2

Bestellungen daneben ansehen

Welche teuren Suchbegriffe erzeugen Verkäufe – und welche trotz Ausgaben gar keine?

3

ACoS mit deinem Ziel vergleichen

Ein Verkauf allein reicht nicht. Prüfe, ob der Suchbegriff auch wirtschaftlich genug verkauft.

4

Relevanz prüfen

Passt die konkrete Suchanfrage überhaupt zu deinem Produkt und zur Kaufabsicht?

5

Nur bei genug Daten entscheiden

Ein einzelner Klick ohne Verkauf reicht meist nicht, um einen relevanten Suchbegriff sofort auszuschließen.

6

Maßnahme festlegen

Gewinner gezielter steuern, schwache Begriffe prüfen oder eindeutig schlechte Suchanfragen ausschließen.

Warum „30 Klicks = ausschließen“ keine allgemeine Regel ist

Ob ein Suchbegriff genug Daten gesammelt hat, hängt unter anderem von deinem CPC, Verkaufspreis, deiner Conversion und deiner Break-even-Grenze ab. Ein starres Klicklimit ignoriert diese Unterschiede. Bewerte deshalb immer Kosten, Käufe und Wirtschaftlichkeit gemeinsam.

6 · Gewinner nicht nur bestaunen

Ein Suchbegriff bringt wiederholt profitable Verkäufe: Dann kannst du ihn gezielter steuern

Angenommen, deine automatische oder Broad-Kampagne entdeckt den Suchbegriff „yogamatte rutschfest 6mm“. Er bringt wiederholt Bestellungen und liegt deutlich unter deinem Ziel-ACoS. Dann hast du einen Suchbegriff gefunden, den du bisher vielleicht gar nicht gezielt als Keyword beworben hast.

In der PPC-Praxis nennt man das oft Keyword Harvesting. „Harvesting“ bedeutet hier einfach: Einen starken Suchbegriff aus deinen Daten herausnehmen und als eigenes Keyword in einer manuellen Kampagne gezielter steuern.

Amazon empfiehlt ebenfalls, Suchbegriffe beziehungsweise Keywords, die Verkäufe erzeugen, in bestehende Kampagnen aufzunehmen oder neue manuelle Kampagnen damit zu erstellen.

Beispiel: Vom Suchbegriff zum Exact Keyword

Der Suchbegriff „yogamatte rutschfest 6mm“ verkauft stabil und wirtschaftlich. Du kannst ihn anschließend als Exact Keyword in einer manuellen Kampagne testen. Exact bedeutet, dass du diesen Begriff deutlich gezielter steuerst als in einer Broad- oder Auto-Kampagne.

Schritt 8 · Broad, Phrase & Exact ansehen →
Nicht jeden einzelnen Verkauf sofort „harvesten“

Ein einmaliger Verkauf kann Zufall sein. Praktiker achten deshalb auf wiederholte Verkäufe, ausreichende Daten und darauf, ob der ACoS zu den eigenen Zielen passt. Es gibt keine allgemeingültige Mindestzahl, die für jedes Produkt funktioniert.

7 · Geldfresser erkennen – aber nicht blind ausschließen

Ein Suchbegriff kostet Geld: Wann solltest du ihn ausschließen, senken oder erst weiter beobachten?

Nicht jeder Suchbegriff ohne Verkauf ist automatisch schlecht. Ein relevanter Begriff kann einfach noch zu wenig Daten haben. Ein völlig unpassender Suchbegriff ist dagegen ein deutlich stärkerer Kandidat für einen Ausschluss.

Gewinner

Mehrere profitable Verkäufe

Als eigenes Keyword oder Produkt-Target gezielter testen und steuern.

Prüfen

Verkäufe, aber ACoS über Ziel

Suchbegriff kann relevant sein. Gebot, CPC und Conversion prüfen, statt ihn sofort auszuschließen.

Ausschluss-Kandidat

Unpassend + wiederholt Kosten

Negative Keywords oder negatives Produkt-Targeting prüfen, damit weitere unpassende Klicks verhindert werden.

Noch offen

Wenig Daten, kein Verkauf

Nicht vorschnell urteilen. Erst prüfen, ob genügend Klicks und Kosten für eine belastbare Entscheidung vorliegen.

Negative Keywords ausführlich erklärt

Wenn du einen Suchbegriff ausschließen möchtest, musst du entscheiden, ob Negative Exact oder Negative Phrase besser passt. Das ist wichtig, weil Phrase deutlich mehr Suchvarianten blockieren kann.

Schritt 10 · Negative Keywords →
8 · Die häufigsten Fehler bei der Auswertung

Der Bericht ist wertvoll – aber nur, wenn du aus den Daten nicht die falschen Schlüsse ziehst

1

Nur nach Klicks entscheiden

Viele Klicks sind weder automatisch gut noch schlecht. Entscheidend ist, was sie kosten und ob daraus Verkäufe entstehen.

2

Jeden Gewinner sofort negativ setzen

Nur weil du einen Suchbegriff in Exact übernimmst, musst du ihn nicht automatisch überall negativ ausschließen. Sonst kannst du Discovery unnötig einschränken.

3

Negative Phrase zu aggressiv nutzen

Negative Phrase kann auch längere Suchanfragen blockieren, die die betreffende Wortfolge enthalten. Nutze sie nur, wenn du wirklich einen ganzen Themenbereich ausschließen willst.

4

Kampagnen-ACoS statt Suchbegriff prüfen

Ein guter Durchschnitt kann schwache Suchbegriffe verstecken. Genau deshalb gehst du mit dem Bericht eine Ebene tiefer.

5

Brand- und generische Suchen vergleichen

Eine Suche nach deiner eigenen Marke kann leichter verkaufen als ein allgemeiner Suchbegriff. Intentwise empfiehlt, diese Sucharten bei der Bewertung getrennt zu betrachten.

6

ASIN-Zeilen übersehen

ASINs im Bericht können wertvolle Hinweise auf Produktseiten geben, auf denen deine Anzeige Klicks oder Verkäufe erzeugt hat.

Aktueller Sonderfall: Nicht jeder „Suchbegriff“ muss zwingend eine echte Texteingabe sein

Amazon erklärt inzwischen ausdrücklich, dass Suchbegriffe auch aus einem „best match“ in einem Nicht-Such-Kontext abgeleitet werden können, zum Beispiel bei Off-Amazon-Platzierungen. Deshalb solltest du bei ungewöhnlichen Begriffen nicht automatisch davon ausgehen, dass ein Käufer genau diese Wörter in die Amazon-Suche eingegeben hat.

9 · Ein Tipp, den viele erst zu spät lernen

Sichere deine Suchbegriffberichte regelmäßig: Amazon hält diese Detaildaten nicht unbegrenzt bereit

Amazon gibt für den aktuellen Sponsored-Products-Suchbegriffbericht ein Lookback-Fenster von 65 Tagen an. Das bedeutet: Für diesen Bericht kannst du nicht beliebig weit in die Vergangenheit zurückgehen.

Für größere Konten oder saisonale Produkte ist es deshalb sinnvoll, die Berichte regelmäßig herunterzuladen und selbst zu archivieren. So kannst du später zum Beispiel vergleichen, wie Suchbegriffe vor und nach einer Optimierung oder in verschiedenen Saisonphasen funktioniert haben.

Praxis-Routine: monatlich sichern

Eine einfache Routine ist, einmal pro Monat einen Suchbegriffbericht herunterzuladen und mit Zeitraum und Marketplace zu benennen. Das ist keine Amazon-Pflicht, sondern eine praktische Empfehlung, damit dir wertvolle historische Daten nicht fehlen. Gerade bei saisonalen Produkten kannst du damit später vergleichen, welche Suchanfragen rund um Weihnachten, Ostern, Halloween oder andere Verkaufszeiten tatsächlich funktioniert haben. Wie du solche Begriffe schon vor der Saison recherchierst und rechtzeitig einplanst, zeige ich dir in Tipp 29: Saisonale Amazon Keywords finden.

10 · KDP & Bücher

Suchbegriffbericht für Buchwerbung: Finde heraus, wonach Leser wirklich gesucht haben

Der Suchbegriffbericht ist auch für Autoren interessant. Amazon nennt ihn ausdrücklich als Sponsored-Products-Bericht für Buchwerbung. Er zeigt Suchbegriffe, die Käufer bei der Suche eingegeben haben und die zu mindestens einem Klick auf deine Anzeige führten.

Dadurch kannst du zum Beispiel erkennen, ob Leser über passende Genre-, Themen- oder Problemlösungs-Suchen auf dein Buch kommen – oder ob deine Anzeige bei Suchanfragen Geld verbraucht, die inhaltlich kaum zu deinem Buch passen.

Auch hier gilt: Beurteile einen Begriff nicht nur danach, ob er „interessant klingt“. Prüfe Klickkosten, Bestellungen, Werbeumsatz und ACoS zusammen – und vergleiche den ACoS mit der Wirtschaftlichkeit deiner tatsächlichen KDP-Tantieme.

Aus dem Bericht müssen Entscheidungen werden
Welche Suchbegriffe solltest du übernehmen, ausschließen – und welche brauchen einfach noch mehr Daten?

Im Amazon Ads Praxisleitfaden verbindest du Suchbegriffberichte mit Research- und Performance-Kampagnen, Exact-, Phrase- und Broad-Keywords, negativen Keywords, Geboten, Placements, ACoS, Break-even und Skalierung – auf über 100 Seiten mit Beispielen, Visualisierungen und Tracking-Vorlage für Seller und KDP.

Gewinner finden Profitable Suchbegriffe gezielter weiterführen.
Ad Waste erkennen Kosten ohne ausreichenden Umsatz sichtbar machen.
Keyword Harvesting Starke Suchbegriffe in kontrollierbare Targets überführen.
Negative Keywords Unpassende Suchanfragen gezielt ausschließen.
Tracking-Vorlage Änderungen und Ergebnisse nachvollziehbar dokumentieren.
Seller + KDP Suchbegriffe mit Produktmarge oder Tantieme bewerten.
Amazon Ads Praxisleitfaden ansehen
Amazon Ads Praxisleitfaden von Online Marketing Woman
Nächster Schritt

Du weißt jetzt, welche Suchanfragen gut oder schlecht laufen – in Schritt 18 setzt du daraus konkrete Optimierungen um

Im nächsten Schritt verbinden wir Suchbegriffe, Gebote, Targets, Placements, CPC, Conversion und ACoS zu einer klaren Optimierungsroutine: Was solltest du ändern, was weiterlaufen lassen und wann brauchst du einfach noch mehr Daten?

Auf Amazon sichtbar werden
Auf Amazon sichtbar werden: Alle 20 Themen von Keywords & Listing bis Amazon Ads.

Der Lernweg führt dich von Keyword-Recherche, Amazon SEO, Listing-Optimierung und Helium 10 bis zu Amazon Ads, Targeting, Geboten, Kennzahlen, Optimierung und Skalierung. Die aktuelle Seite ist gelb markiert.

01 Fundament: Keywords, SEO, Listing & Recherche
02 Amazon Ads starten: Grundlagen, Anzeigenformate & Targeting
03 Kampagnen steuern: Struktur, Gebote & Placements
04 Wirtschaftlichkeit, Auswertung & Optimierung
05 Wachstum: Amazon Ads skalieren

Stabile Gewinner kannst du anschließend kontrolliert ausbauen, ohne Wirtschaftlichkeit und Überblick zu verlieren.

Wenn du ganz am Anfang stehst, starte mit Keywords → Amazon SEO → Listing → Helium 10. Danach beginnt mit „Amazon Ads verstehen“ der bezahlte Teil des Lernwegs.
Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Amazon Ads Suchbegriffbericht

Was zeigt der Amazon Ads Suchbegriffbericht?

Der Suchbegriffbericht zeigt konkrete Suchbegriffe beziehungsweise andere gemeldete Search Terms, die bei Sponsored Products zu mindestens einem Anzeigenklick geführt haben. Damit kannst du sehen, welche Suchanfragen Kosten, Bestellungen und Werbeumsatz erzeugen.

Was ist der Unterschied zwischen Keyword und Suchbegriff?

Ein Keyword ist ein Werbeziel, das du in einer manuellen Kampagne auswählst. Der Suchbegriff ist die konkrete Suchanfrage des Käufers, die deine Anzeige ausgelöst hat. Je nach Match Type kann der Suchbegriff deutlich vom gebuchten Keyword abweichen.

Wo finde ich den Suchbegriffbericht bei Amazon Ads?

Du kannst Suchbegriffdaten im Kampagnenmanager ansehen. Einen herunterladbaren Bericht erstellst du in der Amazon Ads-Konsole über Measurement & Reporting, Sponsored ads reports und Create report. Dort wählst du den Search term report für den passenden Anzeigentyp.

Warum stehen im Suchbegriffbericht manchmal ASINs?

ASINs sind eindeutige Amazon-Produktnummern. Bei automatischem oder produktbezogenem Targeting können ASINs als Search Term auftauchen, wenn deine Anzeige im Zusammenhang mit einer Produktdetailseite ausgespielt wurde.

Wie finde ich gute Suchbegriffe im Bericht?

Prüfe Suchbegriffe, die wiederholt Bestellungen erzeugen und deren ACoS zu deinem Ziel-ACoS und deiner Break-even-Grenze passt. Solche Suchbegriffe können Kandidaten für ein eigenes Keyword oder Produkt-Target in einer manuellen Kampagne sein.

Wann sollte ich einen Suchbegriff als negatives Keyword ausschließen?

Ein Ausschluss ist besonders naheliegend, wenn der Suchbegriff eindeutig nicht zu deinem Produkt passt oder wiederholt relevante Werbekosten erzeugt, ohne deine Kampagnenziele zu erfüllen. Bei wenig Daten solltest du nicht vorschnell ausschließen.

Was bedeutet Keyword Harvesting?

Keyword Harvesting bedeutet, einen erfolgreichen Suchbegriff aus dem Suchbegriffbericht zu übernehmen und ihn als eigenes Keyword in einer manuellen Kampagne gezielter zu steuern.

Wie weit kann ich im Suchbegriffbericht zurückgehen?

Amazon nennt für den Sponsored-Products-Suchbegriffbericht aktuell ein Lookback-Fenster von 65 Tagen. Wenn du langfristige Vergleiche machen möchtest, solltest du deine Berichte deshalb regelmäßig herunterladen und selbst archivieren.

Kann ich den Suchbegriffbericht auch für KDP-Buchwerbung nutzen?

Ja. Amazon führt den Suchbegriffbericht auch für Sponsored-Products-Buchwerbung auf. Du kannst damit Suchbegriffe erkennen, die zu Anzeigenklicks geführt haben, und ihre Leistung anhand von Kosten, Bestellungen, Umsatz und ACoS beurteilen.

Welche Suchbegriffe du übernimmst, ausschließt oder weiter beobachtest, hängt von deinem Produkt, Ziel-ACoS, Break-even, Conversion und deiner Datenmenge ab. Praxisbeispiele und Seller-Erfahrungen sind keine allgemeingültigen Schwellenwerte.